Sportschützen

BSV Hiesfeld bleibt der letzte Schuss in der Relegation

(v.r.) Dieter Möllmann / BSV Hiesfeld 1654, Petra Lohmer / ABSV Essen-Bergeborbeck 1850, Wolfgang Regorz / BSV Hiesfeld 1654, Volker Sprenger / ABSV Essen-Bergeborbeck 1850, Udo Niklas / BSV Hiesfeld 1654, Werner Schymiczek / ABSV Essen-Bergeborbeck 1850.

(v.r.) Dieter Möllmann / BSV Hiesfeld 1654, Petra Lohmer / ABSV Essen-Bergeborbeck 1850, Wolfgang Regorz / BSV Hiesfeld 1654, Volker Sprenger / ABSV Essen-Bergeborbeck 1850, Udo Niklas / BSV Hiesfeld 1654, Werner Schymiczek / ABSV Essen-Bergeborbeck 1850.

Foto: Heiko Kempken / WAZ FotoPool

Dinslaken.   Nach sieben Jahren in der Landesoberliga bleibt den Sportschützen des BSV Hiesfeld nur noch ein Strohhalm. Am letzten Wettkampftag rutschten sie auf den vorletzten Tabellenplatz und müssen in der Relegation um den Klassenerhalt kämpfen.

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Sportschützen sind kontrollierte, konzentrierte Menschen. Die Ruhe an einem aufgelegten Luftgewehr ist zwingend erforderlich, um Präzision zu entwickeln. Daher fielen die Reaktionen nach der 2:3-Niederlage gegen den SC Tell Schmalbroich und dem gleichbedeutenden Fall auf den Relegationsplatz am letzten Wettkampftag in der Heimatstätte des BSV Hiesfeld eher gemessen aus. Die Enttäuschung saß tiefer, innen drin. Nach sieben Jahren in der Landesoberliga bleibt den Hiesfeldern nur noch ein Strohhalm. Die Relegation wollten die Hausherren eigentlich schon mit einem Sieg gegen den ABSV Essen-Bergeborbeck vermeiden, doch auch dieser Wettkampf ging mit 2:3 verloren. Die Nervosität war zu groß.

Draußen vor der Tür der Hiesfelder Schützenhalle musste Dieter Möllmann erst mal durchatmen. „Die Enttäuschung ist groß. Man weiß ja, dass man schießen kann. Normalerweise macht man die 300, aber heute hat es einfach nicht geklappt.“ Möllmann gab sich selbstkritisch, machte seine Erkrankung und die daraus resultierende Einschränkung des Trainings für das schlechte Abschneiden verantwortlich. Doch der Hauptgrund mag vor allem darin liegen, dass einer der Spitzenschützen das fünfköpfige Team verließ. Wolfgang Regorz aus der zweiten Mannschaft versuchte nach Kräften die Lücke zu schließen, ein Makel blieb am Gefüge haften.

Ein Sieg zu wenig

Drei Siege, rechnete Mannschaftsführer Jürgen Wölk vor, werden gebraucht, um in der Achter-Gruppe den Klassenerhalt zu schaffen. Zu Beginn der Saison zeichnete sich allerdings gleich eine schwierige Situation ab, als die Hiesfelder in Essen „furchtbar einen auf die Mütze“ bekamen. Den Schalter legten die Schützen dann in Stahberg um, wo sie mit zwei Siegen nach Hause fuhren. Zwei der nötigen drei – mehr als nur ein Hoffnungsschimmer. Der dritte wieder in Essen stattfindende Wettkampf brachte nichts ein. Die Lage spitzte sich dadurch vor dem Finale zu. Gegen den Tabellenvierten Bergeborbeck wollten die Gastgeber direkt die nötigen zwei Punkte dabehalten, aber „der Druck war sehr groß“, erklärte Möllmann, der gegen Petra Lohner ebenso wie Wolfgang Regorz gegen Volker Sprenger und Udo Niklas gegen Werner Schymiczek leer ausging. Rainer Jacobi behielt zwar gegen Antonio Castilla die Oberhand und auch Georg Wielgosz siegte über Ulrike Rehr-Albat, aber das war zu wenig.

Die letzte Chance blieb den Hiesfeldern ausgerechnet gegen den Aufstiegsanwärter Schmalbroich. Während Jürgen Wölk am Moderationspult fast einen Nervenzusammenbruch erlitt, lieferte sich Jacobi am Schießstand eins ein Gigantenduell mit Günther Pannhausen. Das hieß: Der Deutsche Meister von 2008 nahm es mit dem Deutschen Meister von 2009 und 2012 auf. „Die kennen sich in- und auswendig. Das ist ein Traum, wie die schießen“, entfuhr es Wölk, der mit ansehen musste, wie Jacobi 299:300 verlor.

Ob der Duisburger, der 2008 zum Rotbach kam, dem Verein im Falle eines Abstieges erhalten bleibt, ist fraglich. Zwar steuerten Möllmann und Wielgosz noch zwei Punkte im Stechen bei, doch da stand die Niederlage bereits fest. Weil die Konkurrenz zeitgleich in Kevelaer genauso wie Hiesfeld abschnitt, rutschte der BSV auf den Relegationsplatz.

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