Vielseitigkeitsreiten

Bundestrainer Melzer lobt Anna Lena Schaaf: „Gigantisch“

Fairytale und Anna Lena Schaaf waren in Luhmühlen schon wieder glänzend unterwegs.

Fairytale und Anna Lena Schaaf waren in Luhmühlen schon wieder glänzend unterwegs.

Foto: Foto: Ingo Wächter / FN

Voerde.  Voerderin Anna Lena Schaaf hat in Luhmühlen als Gesamtzweite den U-25-Förderpreis gewonnen. Im Oktober wartet die Jugend-DM auf die 18-Jährige.

Für viele Reiter geht nach der coronabedingten Pause endlich die Turniersaison 2020 los – auch Vielseitigkeitsreiterin Anna Lena Schaaf hat mittlerweile wieder Wettkampfluft schnuppern können – und war dabei schon ausgesprochen erfolgreich. Die Voerderin vom RuF Hünxe hat beim Internationalen Turnier in Luhmühlen den U-25-Förderpreis gewonnen. Deshalb muss sie sich nun auch mit einer neuen Saisonplanung auseinander setzen.

Ohne Zuschauer, dafür mit einem hochkarätigen Starterfeld hatte sich der traditionsreiche Turnierstandort Luhmühlen beim Wiedereinstieg in die Vielseitigkeitssaison präsentiert. Mit dabei waren auch Anna Lena Schaaf und ihre Stute Fairytale. Die beiden starteten in der internationalen Prüfung auf Drei-Sterne-Niveau und wurden im Gesamtklassement mit 25,7 Minuspunkten Zweite hinter Christoph Wahler.

Hans Melzer hält die Voerderin für „ein Riesentalent“

Die Doppeleuropameisterin der Junioren 2019 sicherte sich mit diesem Erfolg zugleich den Sieg in der Sonderwertung des U-25-Förderpreises. Dafür gab es auch ein dickes Lob vom Bundestrainer der Buschreiter Hans Melzer. „Anna Lena ist wirklich ein Riesentalent. Es ist gigantisch, wie sie reitet, sie hat eine tolle Ausbildung, ist immer cool und hat den notwendigen Tunnelblick.“

Für Anna Lena und Fairytale, die sie meist kurz Fine nennt, war Luhmühlen der erste Start in diesem Jahr. „Wir hatten eine ungewöhnlich lange Pause, deshalb war es mir wichtig, eine sichere und ruhige Runde im Gelände zu reiten, aber Fine hat sich toll angefühlt.“ Die 18-jährige Voerderin ist aktuell am Bundesstützpunkt in Warendorf beheimatet, dort absolviert sie ihre Ausbildung zur Pferdewirtin und konnte aufgrund einer Sonderregelung für Spitzensportler relativ schnell nach dem Lockdown wieder trainieren.

„Mir war es wichtig, alle Pferde fit und motiviert zu halten, auch wenn wir nie genau wussten, wann die Saison für uns wieder losgeht. Das war eine schwierige Situation. Manchmal habe ich mich natürlich gefragt, wofür eigentlich. Zum Glück hat mich das aber nicht zu sehr runtergezogen und ich hatte stets die Hoffnung, dass der Sport irgendwann wieder los geht.“

Debby und Estelle auf ähnlichem Niveau wie Fairytale

Das klare Saisonziel 2020 wären für sie eigentlich die Nachwuchs-Europameisterschaften in Großbritannien gewesen, doch die sind abgesagt, und so hat Anna Lena jetzt neue Ziele: „Ich habe neben Fine noch zwei weitere Pferde auf ähnlichem Niveau. Einmal Debby, sie ist Fines Tochter, wir haben sie auch selbst gezüchtet. Und Estelle, ein neues Pferd, das ich noch nicht so lange reite. Mit beiden würde ich gern bei der Deutschen Jugendmeisterschaft Anfang Oktober dabei sein. Und mit Fairytale peile ich ein Wochenende später eine Vier-Sterne-Prüfung in Polen an.“

Bis dahin steht auch weiterhin alles im Zeichen der Pferde: „Ich hatte während der turnierfreien Zeit sehr gut zu tun. Ich habe einige junge Pferde zu reiten, habe Estelle dazu bekommen, und wenn ich dann noch Luft hatte, bin ich auch öfter aus Warendorf nach Hause zu meinen Eltern gefahren. Dort habe ich natürlich dann auch einige Pferde geritten. Und so werde ich es wahrscheinlich auch noch ein bisschen weiter machen.“

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben