Jubiläumsspiel

David Odonkor glänzte im Jubiläumsspiel beim VfB Lohberg

David Odonkor (r.) war von den Lohberger Kreisliga-Kickern nicht zu halten.

David Odonkor (r.) war von den Lohberger Kreisliga-Kickern nicht zu halten.

Foto: Heiko Kempken

Dinslaken.   Der ehemalige Fußball-Nationalspieler David Odonkor kam mit der BVB-Traditionsmannschaft zum 100-jährigen Vereinsjubiläum des VfB Lohberg.

Er war der Superstar an diesem Tag. Diverse Besucher wollten ein Foto mit ihm machen und er lieferte darüber hinaus noch eine gute Leistung ab. Der ehemalige Fußball-Nationalspieler David Odonkor war zum 100-jährigen Vereinsjubiläum des VfB Lohberg mit der Traditionself von Borussia Dortmund an der Dorotheen-Kampfbahn zu Gast, wo der VfB ihn und seine Mitstreiter mit einer zusammengestellten Truppe aus der ersten und zweiten Mannschaft empfingen. Bei einem gemütlichen Frühlingskick setzte sich der BVB standesgemäß mit 6:2 (2:1) durch.

Bereits nach drei Minuten hatten die Dortmunder die erste Chance, als sie nach einem Foul an Odonkor den Freistoß schnell ausführten, der VfB die Hereingabe von Detlef Bögershause dann aber klären konnte. Richtig gefährlich wurde es in der 13. Minute, als Odonkor steil geschickt wurde und frei durch war, den Ball dann aber an den rechten Pfosten setzte. Zwei Minuten später machte es der 35-jährige in einer ähnlichen Situation besser und versenkte den Ball zum 1:0 im Netz.

Ausgleich durch Viltuznik

Fünf Minuten später wurde der Gastgeber erstmals gefährlich, als Manuel Viltuznik aus spitzem Winkel knapp am rechten Pfosten vorbeizog. Viltuznik war es auch, der in der 35. Minute den Ausgleich für Lohberg erzielte. Dortmunds Antonio da Silva spielte einen katastrophalen Fehlpass in die Füße von Onur Baran, der zu Viltuznik weiterleitete. Der Stürmer erkannte, dass BVB-Keeper Jörg Kühl zu weit vor seinem Kasten stand, und überwand diesen aus etwa 40 Metern mit einem sehenswerten Lupfer. Vier Minuten später scheiterte Baran nach einem starken Solo an Keeper Kühl. In der 42. Minute war dann wieder Odonkor zur Stelle, der wie so oft auf die Reise geschickt wurde und mit einem satten Schuss unter die Latte zum 2:1 traf.

Zur Halbzeit tauschte der VfB seine komplette Mannschaft aus, der BVB brachte Stürmer-Legende Frank Mill (387 Bundesliga-Spiele, 123 Tore für Borussia Mönchengladbach, Fortuna Düsseldorf und den BVB). Die Dortmunder wurden zunächst durch Freistöße und einen Schuss aus etwa 12 Metern von da Silva gefährlich (52., 55.,58.). Nach einer Stunde holte sich Odonkor die einzige gelbe Karte des Tages ab, nachdem er sich eine unnötige Diskussion mit Schiedsrichter Reimund Heeger lieferte.

Drei Minuten später gab es dann wieder ein Tor zu bejubeln. Bögershause hatte mit einer Flanke von der linken Strafraumkante eigentlich Frank Mill ins Visier genommen, doch der Ball schlug ohne Berührung im langen Eck ein. In der 70. Minute legte Odonkor auf seinen 60-jährigen Sturmpartner quer, der sich mit dem 4:1 bedankte und in der 77. Minute erneut auf Vorlage des Deutsch-Ghanaers nachlegte. Mittelfeldmann Sascha Rammel sorgte mit einem beherzten Distanzschuss aus 20 Metern für den vermeintlichen Schlusspunkt (84.), doch der VfB hatte noch einen im Köcher - Daniel Chrobok sorgte eine Minute später aus kurzer Distanz per Grätsche für den Endstand.

„Die Jungs haben sich bewegt und hatten Spaß, wir hätten eigentlich noch ein paar Chancen nutzen müssen, aber das war ja just for fun“, befand der entspannte VfB-Trainer Thomas Grefen. „Die Ballsicherheit bei denen ist schon enorm, man sieht, dass die alle kicken können. Die Geschwindigkeit von Odonkor ist nach wie vor beeindruckend“, meinte Grefen mit Blick auf den Kontrahenten. Doch nun geht es am Mittwoch beim 1. FC Dersimspor wieder in den Liga-Alltag.

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