Laufsport

Dinslaken: Aktionstag statt Energy Run

Der Energy Run in Dinslaken findet nicht statt.

Der Energy Run in Dinslaken findet nicht statt.

Foto: Heiko Kempken / FFS

Dinslaken.  Die Absage des Energy Run trifft Ausrichter Marathon Dinslaken auch finanziell schwer. Als Trostpflaster soll ein Aktionstag stattfinden.

Manfred Feldkamp holt ein wenig aus. Geht in Gedanken zurück in den Juli vergangenen Jahres, als der Vorsitzende von Marathon Dinslaken und seine Mitstreiter die Organisation des Energy Run für 2020 in Angriff nahmen. Als erstes stand der Termin 22. März, dann ging es an die Vorbereitungen mit Ausschreibung, Sponsorengesprächen, Kontakten mit dem Deutschen Roten Kreuz und weiteren Partnern. „Wir haben 183 Vereinsmitglieder, davon sind 140 als ehrenamtliche Helfer am Energy Run beteiligt“, sagt Feldkamp. Diesmal waren alle Mühen über knapp neun Monate vergebens. Der Lauf durch die Dinslakener Innenstadt fällt aus. Am kommenden Sonntag und für das ganze Jahr.

„Die Absage hat uns natürlich hart getroffen“, beschreibt der Vereinschef die Gefühle, nachdem die Ausbreitung des Coronavirus und die folgenden Maßnahmen der Landesregierung die Organisatoren vor einer Woche zur Entscheidung gezwungen hatten. „Mir tut es besonders leid für die Schüler und Bambini, die sich lange vorbereitet haben und jetzt nicht teilnehmen können. Aber wenn es dazu beiträgt, dass die Epidemie sich nicht weiter verbreiten kann, hat es ja auch etwas Gutes.“

Marathon Dinslaken hat schon 2000 T-Shirts für die Teilnehmer angeschafft

Einen Ersatztermin gibt es nicht, weil mit der Planung zu viele Unwägbarkeiten verbunden sind. So ist nicht abzuschätzen, ob die derzeit geltenden Einschränkungen in absehbarer Zeit tatsächlich wieder aufgehoben oder noch verlängert werden. „Und solch eine Veranstaltung kann man nicht einfach um zwei, drei Monate verschieben, als wenn man eine Halle mal eben zu einem späteren Zeitpunkt mietet“, so Feldkamp. Sorgen bereitet dem Verein zudem der drohende finanzielle Schaden. „Wir haben sehr große Ausgaben“, seufzt der Vorsitzende. Rund 2000 T-Shirts hat Marathon Dinslaken für die Läufer angeschafft, Zulieferer wie die Zeitmessfirma müssen bezahlt werden. Allein die Shirts schlagen mit 10.000 Euro zu Buche, eine genaue Summe stellt sich erst heraus, wenn feststeht, wie viele Athleten ihr Startgeld in Höhe von 10 Euro zurückfordern.

Der nächste Lauf findet wohl im Frühjahr 2021 statt

Um deren Zahl – und damit den zu zahlenden Geldbetrag – möglichst klein zu halten, bieten die Veranstalter den Läufern eine Alternative: Für die Teilnehmer, die auf die Rückzahlung des Startgeldes verzichten, soll es nach dem Ende der Vorsichtsmaßnahmen wegen der Corona-Krise einen Aktionstag im Fitnessstudio Lifefit geben. Dann können die Sportler ihr Funktionsshirt abholen und im Lifefit am Rahmenprogramm teilnehmen. Wann und wie der Aktionstag gestaltet wird, ist allerdings noch offen. „Vermutlich im Mai oder Juni“, hoffen die Verantwortlichen, und Manfred Feldkamp freut sich über das „tolle Angebot“ des Fitnessstudios. „Aber lieber wäre mir natürlich am nächsten Sonntag der Lauf.“

Der ist nun schon vor seinem geplanten Termin Geschichte. Die 15. Auflage des früheren City-Laufs steigt voraussichtlich erst im Frühjahr 2021. Die Stadtwerke haben als Hauptsponsor ihre Unterstützung bereits zugesagt, die Vorbereitungen nehmen Feldkamp und seine Mitstreiter von Marathon Dinslaken ganz sicher wieder in Angriff. Im Juli geht es los.

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben