Eishockey-Regionalliga

Dinslaken Kobras rutschen nach erneuter Niederlage weiter ab

Hoppla! Torhüter Marvin Frenzel musste sich nicht nur gegen die Hammer Schüsse wehren.

Hoppla! Torhüter Marvin Frenzel musste sich nicht nur gegen die Hammer Schüsse wehren.

Foto: Jochen Emde / FUNKE Foto Services

Dinslaken.  Für Jesse Parkers Eltern hat sich der Besuch beim Spiel des Eishockey-Regionalligisten Dinslaken Kobras gegen die Hammer Eisbären nicht gelohnt.

An der Unterstützung konnte es am Sonntagabend nicht gelegen haben, denn unter den 200 Zuschauern in der Dinslakener Eissporthalle tummelten sich auch die Eltern von Kobras-Angreifer Jesse Parker. Nicole und Rob hatten die über 6000 Kilometer für einen Besuch in Verbindung mit dem Spiel gegen die Hammer Eisbären zurückgelegt. Die Dinslakener Kobras unterlagen aber erneut und rutschen nach der 3:5 (1:0, 1:3, 1:2)-Niederlage weiter ab im Tableau der Eishockey-Regionalliga.

Am Kanadier Parker hatte es nicht gelegen. Der 27-Jährige holte alles aus sich heraus und erzielte zwei Treffer. Seine Mutter hatte diese zu allem Übel auch noch verpasst: „Ich komme den ganzen Weg hierher, um meinen Sohn spielen zu sehen, und dann verpasse ich beide Tore.“ Das war aber nicht der einzige Punkt, der die weit angereisten Fans ärgern sollte, denn die Dinslakener brachten es erneut nicht fertig, über 60 Minuten ihre Leistung zu bringen.

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Im Vorhinein war klar, dass Benedikt Hüsken nach seiner Strafe am Freitag ebenso nicht mitwirken konnte wie Sven Schiefner, der sich am Knie verletzt hatte. Die Dinslakener traten Eis also ohnehin schon dezimiert an, schafften es binnen weniger Minuten aber sogar noch, ihren Kader zu verkleinern. Nach einer Viertelstunde musste Moritz Hofschen nach einem Check von hinten mit fünf Minuten plus Spieldauer frühzeitig unter die Dusche.

Nur noch vier Verteidiger

Zu diesem Zeitpunkt standen den Kobras nur noch vier etatmäßige Verteidiger zur Verfügung. Damit aber nicht genug, mussten die Kobras auch eine lange Zeit in Unterzahl agieren, da Stefan Dreyer ebenfalls auf der Strafbank saß. Zunächst hielten die Giftschlangen, allen voran Goalie Marvin Frenzel und seine drei Feldspieler die Null. Zu viert gelang dann sogar der Führungstreffer durch Martin Benes (20.). Das Schlitzohr hatte die Hacke des Torwarts hinter dem Tor stehend als Bande benutzt und schockte die Eisbären.

Auch im Mitteldrittel präsentierten die Hausherren sich stark und konnten erneut in Unterzahl durch Jesse Parker auf 2:0 erhöhen (22.). Nach 25 Minuten sollte der große Zauber aber verfliegen. Die Eisbären erwachten aus ihrem Winterschlaf und sorgten durch Tore von Tim Pietzko (25.) und Michal Spacek (26.) für den Ausgleich. Zehn Minuten später folgte die erste Hammer Führung durch Milan Svarc (36.). Die Gastgeber produzierten immer mehr Fehler und spielten nicht mehr mit der anfänglichen Leichtigkeit. Die Eisbären hingegen funktionierten immer besser und erhöhten zehn Minuten vor dem Ende auf 4:2 durch Oliver Kraft (50.).

Fünf Minuten vor Spielende nahm Milan Vanek eine Auszeit und brachte einen zusätzlichen Feldspieler für Torhüter Frenzel. Nur wenige Sekunden später erzielte Jesse Parker den Anschluss (56.). Frenzel kehrte zunächst zwischen die Pfosten zurück, wurde 80 Sekunden vor Schluss aber erneut durch einen Feldspieler ersetzt. Dieses Mal ging der Schuss nach hinten los. Die Dinslakener verloren die Hartgummischeibe und Spacek traf aus der Distanz (59.) zur Entscheidung.

Dinslakens Übungsleiter Milan Vanek war bedient. „Wir fangen ordentlich an und geben die Führung dann sehr schnell her. Zudem hatten wir wieder lange Zeit nur vier Verteidiger und müssen auch immer wieder irgendwas umstellen. Aber trotzdem kann das nicht sein. Ich glaube, langsam ist der Psychologe in mir gefragt, da muss ich wohl nochmal einen Kurs belegen. Vier Punkte aus sechs Spielen sind einfach zu wenig.“

Strafminuten: Dinslaken 21 + Spieldauer, Hamm 14.

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