Tennis

Dinslakener Hendrick Voss verliert Finale gegen Paul Gayk

Hendrick Voss unterlag erst im Finale.

Hendrick Voss unterlag erst im Finale.

Foto: Foto: Lars Fröhlich / FUNKE Foto Services

Würdiger Rahmen für die Finalisten der Jugend-Bezirksmeisterschaften auf der Anlage von Rot-Weiss Dinslaken. Hiesfeld-Youngster holt zwei Titel.

Als am Sonntag um 15.17 Uhr das Lied „Stand up for the Champions“ von der britischen Pop-Band „Right Said Fred“ aus den Lautsprechern der Platzanlage des TC Rot-Weiss Dinslaken ertönte, hatten sich zahlreiche Zuschauer um den Center-Court versammelt. Passend zur Musik liefen Ballkinder, Linienrichter, Schiedsrichter und die beiden Protagonisten Hendrik Voss und Paul Gayk ein. Es war das letzte Spiel einer langen Tenniswoche an der Gneisenaustraße und der Rahmen passte perfekt zum Bild.

In sieben unterschiedlichen Altersklassen, weiblich und männlich getrennt, traten die besten Nachwuchs-Tennisspieler aus dem Bezirk II an. Unter ihnen waren auch zahlreiche Akteure aus der näheren Umgebung vertreten. Besonders stark präsentierte sich Lazar Jankovic vom TV Jahn Hiesfeld. Der Youngster gewann sowohl die Altersklasse U8 als auch die U9 und war damit einer von insgesamt zwei Doppelsiegern. Bei den Mädchen gelang Antonella Jedamski das gleiche Kunststück. Im Einzel der U10 konnte sich Insa Hetzel vom TC Rot-Weiss Möllen in einem packenden Finale gegen Lynn Lemke vom HTC Uhlenhorst mit 2:6, 6:3, 10:5 durchsetzen.

Dinslakener Duell im Halbfinale

Am frühen Sonntagmorgen begannen die Akteure aber zunächst mit den ausstehenden Halbfinalspielen. Gleich um 11 Uhr stand ein echter Kracher auf dem Programm, denn in der U18 standen sich mit Maximilian Hassel und Hendrick Voss gleich zwei Spieler der Dinslakener Tennisgemeinschaft Blau-Weiß gegenüber. Letzterer setzte sich knapp mit 7:5, 6:3 durch und durfte sich auf das Finale freuen, wo dann der an Position eins gesetzte Paul Gayk wartete.

Der großgewachsene Gayk hatte zuvor bereits Lars Watenphul vom gastgebenden TC Rot-Weiss mit 6:0, 6:1 in die Schranken gewiesen und galt als großer Favorit auf den Titel. Das Finale der Ältesten bei den Jugend-Bezirksmeisterschaften fand gewohnt unter professionellen Bedingungen statt. Zahlreiche Ballkinder sorgten für einen reibungslosen Spielfluss und die Linienrichter unterstützten Hauptschiedsrichter Yannick Nolte vom Tennis-Verband-Niederrhein bei den knappen Entscheidungen.

Während die Protagonisten zu besagter Hymne auf den Center Court einliefen, kommentierte Bezirksjugendwart Dietmar Voss das Geschehen. Nach der zehnminütigen Einspielzeit wurde es dann ernst. Um 15.27 Uhr servierte Hendrick Voss ein erstes Mal. Paul Gayk machte schnell klar, wer hier Herr im Hause ist. Ob gute Schläge von der Grundlinie oder sein wuchtiger Aufschlag – Hendrik Voss schien gegen den Mülheimer kein Rezept parat zu haben. Der erste Durchgang ging relativ schnell mit 6:2 an den Gast.

Nach der kurzen Satzpause wehte aber ein anderer Wind an der Gneisenaustraße. Voss ließ sich nicht unterkriegen, brachte seinen Aufschlag durch und ging prompt mit 1:0 in Führung.

Wichtiges Break

Gayk glich schnell aus und entschied das wichtige dritte Spiel, welches lange über Einstand ging, ebenfalls für sich. Es folgte das 3:1 für den Mülheimer, doch Voss kämpfte weiter. Der Dinslakener brachte seinen Service erneut durch und konnte den starken Aufschläger Gayk sogar zum 3:3 breaken.

Doch der Mülheimer war nicht so recht aus der Fassung zu bringen und legte in den letzten Spielen nochmal einen Zahn zu. Unter der Augen der beiden Bezirkstrainer Jonas Kalisch und Thorsten Wolff streckte Gayk dann um 16.34 Uhr nach dem 6:3 schließlich die Arme in die Höhe. Ein letzter Vorhand-Winner hatte ihm den Titel beschert. Macht er so weiter, wird es mit Sicherheit nicht sein letzter bleiben.

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