Eishockey

Dinslakener kooperieren ab sofort mit den Duisburger Füchsen

Hand drauf! Die Vorsitzenden des ERV, Martin Schroer (links), und des EVD, Stavros Avgerinos, besiegeln die Kooperation.

Hand drauf! Die Vorsitzenden des ERV, Martin Schroer (links), und des EVD, Stavros Avgerinos, besiegeln die Kooperation.

Foto: Foto: Daniel Waldschmidt / Daniel Waldschmidt

Dinslaken.   Die beiden Eishockeyvereine statten ihre Nachwuchsspieler mit Förder- und Doppellizenzen aus. Dinslakener Kobras als der kleinere Partner.

Ein Versuch der Annäherung war es zu Beginn – herauskam eine Kooperation zweier Nachbarvereine. „Wir wollen alle Kinder, egal ob aus Dinslaken oder aus Duisburg leistungsgerecht fördern“, sagt Dirk Schmitz, der Sportliche Leiter der Jungfüchse. Konkret heißt das: Der EV Duisburg und die Dinslakener Kobras werden ab der Eishockey-Saison 2019/20 im Nachwuchsbereich zusammenarbeiten. Das bedeutet: „Wir werden auf beiden Seiten Kinder und Jugendliche mit Förder- und Doppellizenzen ausstatten“, erklärt Schmitz. Richtig sichtbar wird die Zusammenarbeit sogar im U-11-Bereich: Denn die beiden B-Mannschaften gehen gemeinsam als SG Duisburg/Dinslaken an den Start.

„Früher gab es einige Animositäten zwischen beiden Vereinen“, berichtet Martin Schroer, der Vorsitzende des ERV Dinslakener Kobras. „In erster Linie wollten wir nur miteinander sprechen, um das nachbarschaftliche Verhältnis zu verbessern.“ Je länger die Gespräche dauerten, desto intensiver wurden sie. „Auf lange Sicht wird kein NRW-Verein – egal ob er groß, mittelgroß oder klein ist – ohne solche Kooperationen auskommen“, erklärt Schmitz, der als Sportchef der Jungfüchse dafür verantwortlich zeichnet, dass der EVD-Nachwuchs inzwischen mit zwei Teams im DEB-Bereich angekommen ist.

Breitensport nicht aus den Augen verlieren

Doch beim EVD will man neben dem Leistungs- auch den Breitensport nicht aus den Augen verlieren. „Nicht bei jedem Jungen und bei jedem Mädchen ist es möglich oder gewollt, im Leistungsbereich zu spielen. Verlieren wollen wir diese Kinder nicht. Im Gegenteil: Wir wollen noch mehr Kinder und Jugendliche an den Eishockeysport heranführen“, so Schmitz. Schroer erklärt: „Unsere Kinder kommen nicht nur aus Dinslaken, sondern auch aus Voerde, Haldern, Rees, Ahaus und Wesel. Alles, was südlich von Dinslaken liegt, orientiert sich nach Duisburg.“ Beide Vereine wollen ihre Gebiete gemeinsam bearbeiten. „Es ist klar, dass wir in Dinslaken der kleinere Partner sind. Duisburg spielt in vielen Altersklassen sogar zwei Ligen höher als wir. Wir haben aber Kinder, die viel besser sind, die nun auch in Duisburg eine Chance haben“, erläutert Schroer das Konzept. „Umgekehrt können wir von Kindern profitieren, die beim EVD noch nicht so weit sind, die dann aber zusätzlich bei uns in Dinslaken spielen können.“ Zeitlich begrenzt ist diese Kooperation nicht. „Sie gilt bis auf weiteres“, sagt daher der EVD-Vorsitzende Stavros Avgerinos.

Kobras mit drei Landesliga-Teams

Der EVD wird wohl erst in der zweiten Saisonhälfte mit einer U-7-Mannschaft an den Start gehen, die U 9 spielt in der Landesliga. Im U-11-Bereich spielen die Jungfüchse in der Regionalliga, die gemeinsame B-Mannschaft in der Landesliga. Das Mädchenteam wird mangels Masse Freundschaftsspiele bestreiten, dazu werden die Spielerinnen in die anderen beiden Teams integriert. Die U 13 des EVD tritt in der Regionalliga B sowie in der Bezirksliga an. Die U 15 ist in die Regionalliga B1 aufgestiegen. Die U 17 spielt in der 2. Bundesliga-Division Nord; die U 20 in der DNL 3 Nord.

Die Kobras spielen mit der U 9, U 11 und U 20 in der Landesliga sowie mit der U 13, U 15 und U 17 in der Bezirksliga. Dazu kommen die Landesliga-Damen und die 1b-Herren in der Bezirksliga.

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben