Sportpolitik

Ein Plan für den „Dorotheensportpark Dinslaken“ in Lohberg

So sieht der Entwurf für die Sportanlage in Lohberg aus, der im Sportausschuss vorgestellt wurde.   

So sieht der Entwurf für die Sportanlage in Lohberg aus, der im Sportausschuss vorgestellt wurde.  

Foto: SAF Unna

Dinslaken.   Der Dinslakener Sportausschuss bekam am Donnerstag einen Entwurf präsentiert, wie die Sportanlage in Lohberg künftig aussehen könnte.

Der Dinslakener Sportausschuss bekam in seiner Sitzung am Donnerstag ein Bild von einer Anlage präsentiert. Die Stadtverwaltung ließ den Landschaftsarchitekten Rochus Franke aus Unna seinen Entwurf für die Umgestaltung der Dorotheen-Kampfbahn und der gegenüber liegenden Aschenplätze in Lohberg vorstellen. Kernpunkte: Das Stadion mit Naturrasen und Tribüne wird saniert und mit modernen Anlagen versehen, nebenan entstehen drei Kunstrasenplätze in unterschiedlichen Größen sowie eine Sporthalle, die Straße Zum Fischerbusch wird teilweise vom Verkehr abgebunden und die Mauer des Stadions an einem Teilstück geöffnet (die NRZ berichtete). Schöne Aussichten, zusammengefasst unter dem städtischen Logo mit dem Slogan „Dorotheensportpark Dinslaken“. Ob die Zukunft tatsächlich so aussieht? Der Ausschuss nahm die Planung zur Kenntnis, ein Beschluss steht noch aus.

Bei allen konkreten Darstellungen in seiner Grafik erklärte Franke, man befinde sich derzeit im Stadium der Vorplanung. Vor zwei Wochen hatten die Verantwortlichen die Vereine VfB und RWS Lohberg, die derzeit die Anlage nutzen, sowie den SC Wacker Dinslaken und die SGP Oberlohberg zunächst eingeladen, um zu informieren, was auf sie zukommen könnte. Denn die beiden letztgenannten Clubs könnten künftig auch im Winter nach Lohberg ziehen, wenn ihre eigenen Plätze nicht bespielbar sind. Kapazitätsprobleme sieht Dezernentin Christa Jahnke-Horstmann nicht: Zwar ist neben dem Naturrasen im Stadion nur ein Kunstrasen-Großspielfeld für Partien der Senioren und älteren Jugendteams, ein kleineres Spielfeld mit den Maßen 70 mal 50 Meter und ein Mini-Spielfeld vorgesehen, doch zum einen solle in Oberlohberg der Aschenplatz entgegen ursprünglicher Planung erhalten bleiben – und zum anderen belege laut Jahnke-Horstmann die Statistik sinkenden Bedarf: So habe sich die Anzahl der Mannschaften in den vier Vereinen innerhalb der vergangenen Jahre von 41 auf 22 verringert. Gutachter Günter Breuer vom Institut für Bedarfsforschung „ZAK“ sei zu dem Schluss gekommen, dass ein großer Kunstrasenplatz bei Erhalt des SGP-Aschenplatzes den Ansprüchen genüge.

Der Kabinentrakt unter der Stehtribüne in der Dorotheen-Kampfbahn ist „nicht sanierungswürdig“, so Jahnke-Horstmann. Im aktuellen Entwurf ist ein Gebäudekomplex nahe des Eingangs Industriestraße mit Vereinsheim und zwei Umkleidegebäuden mit jeweils sechs Umkleidekabinen vorgesehen. Offen ließ Planer Franke, ob für die beiden Lohberger Vereine ein oder zwei Vereinsheime entstehen sollen. Dies sei noch zu beraten, ebenso wie das Konzept, nur einen Kassenbereich einzurichten.

Auf Kosten für die Umgestaltung gingen weder Franke noch die Stadtverwaltung ein. Jahnke-Horstmann hatte im vergangenen März angekündigt, für sämtliche Dinslakener Sportanlagen bis Jahresende ein Gesamtkonzept samt Kostenaufstellung vorzulegen. Am Donnerstag ruderte sie zurück: „Ich hatte vor, bis heute einen Vorschlag zu unterbreiten“, so die Beigeordnete. „Manchmal dauern Dinge aber ein bisschen länger, vor allem wenn man Qualität haben möchte.“ Sie hoffe, bis Februar alle Daten zusammen zu haben, „wenn nichts Unvorhersehbares dazwischen kommt“.

Das Grundstück der Tennis-Anlage beim VfB Lohberg könnte sie möglicherweise in die Kostenrechnung unter Einnahmen einbeziehen: Das Gelände soll nach der Fusion der Abteilung mit der SGP Oberlohberg „anderweitig genutzt werden“, Gespräche würden in Kürze geführt.

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