Reitturnier

Ein Wochenendemit Erinnerungswert

Die verdiente Ehrenrunde: Das große Festzelt direkt am Springplatz sorgte für eine tolle Atmosphäre.

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Die verdiente Ehrenrunde: Das große Festzelt direkt am Springplatz sorgte für eine tolle Atmosphäre. Foto: WAZ FotoPool

Hünxe. RuF Hünxe zeichnete sich als Gastgeber der DJM aus. Weselerin wurde Deutsche Meisterin im Springen.

Das wohl größte Lob des Wochenendes kam von ganz oben. Rolf Peter Fuß, Geschäftsführer des Rheinlandes und bei der Deutschen Jugendmeisterschaft im Dressur- und Springreiten als Richter tätig, sprach in den höchsten Tönen: „Die Veranstaltung ist mit einer Perfektion abgelaufen, die direkt eine positive Grundstimmung erzeugt.“ Und strahlend weiter: „Die Reiter finden hier die besten Bedingungen bei einem Top-Veranstalter.“ Man nehme das fabelhafte Wetter hinzu und die Auslese der Reiterzukunft fährt zufrieden in ihre Heimat. Es war das zweite und voraussichtlich letzte Mal, dass der Reit- und Fahrverein Hünxe als Ausrichter fungierte, weil der Amateurverein mit der Organisation an die Grenzen kam, doch stünde einer erneute Nominierung als Gastgeber sicherlich nichts im Wege.

Drei Tage lang dauerte das Turnier der 12 bis 21 Jahre alten gesichteten Talente aus den Reitverbänden, drei Tage lang lief alles gespenstisch glatt. Ein Glücksfall. Bis auf einen kurzzeitigen Stromausfall am Freitag hatten die Veranstalter wenige Schwierigkeiten. Das große Helferheer, wie auch die beteiligten Firmen (Catering, Stromversorgung) leisteten dafür ganze Arbeit. Sowohl Samstag als auch Sonntag, am Finaltag flanierten die Zuschauer über den Platz, in das Festzelt am Springplatz, oder über die Shoppingmeile. Knapp 700 Autos schätzte Pressesprecherin Christina Skoeries allein auf dem Besucherparkplatz, Nummernschilder aus allen Teilen Deutschlands inbegriffen; das ergab aus ihren Augen rund 3000 Besucher täglich, wovon sicherlich die Mehrzahl Kenner der Reiterszene waren: „Das ist für unsere Verhältnisse bombastisch.“

Der RuF-Vorsitzende Dieter Heisterkamp, der stets einen entspannten Eindruck machte (weil eben seine Gäste so befriedigt waren) konnte gestern endlich pausieren. Nach der langen Nacht auf der Reiterfete mit dem zweiten Vorsitzenden Hans-Gerd Neukäter bestimmt notwendig. Von allen Seiten hatte der Vorsitzende bereits am Freitag gute Rückmeldungen erhalten, ein Eindruck, den der rheinländische Geschäftsführer bestätigen konnte: „Die Reiter sind ja sehr kritikfreudig, aber hier fällt es ihnen schwer, etwas zu finden“, schmunzelte Fuß, „Ich erhalte wirklich aus allen Regionen ein positives Feedback.“

Die Profiteure davon waren in erster Linie, die die es sein sollten: die „Isabell Werths der Zukunft“, die in sechs verschiedenen Klassements um die Deutschen Meistertitel kämpften. Fast die kompletten Teams, die sonst auf den Europäischen Meisterschaften starten, fanden sich in Bucholtwelmen ein und mussten aufpassen, dass ihnen nicht ein noch unbekannter Konkurrent die Show stahl. Schließlich reichten gute Leistungen am Freitag und Samstag aus, um beim Finale dabei zu sein. Wie von Vanessa Borgmann eindrucksvoll bewiesen. Die Weselerin qualifizierte sich mit Platz vier im Springreiten und wurde anschließend deutsche Meisterin. Die Überraschung des Turniers. Für die hiesigen Hoffnungen Saskia Neuland vom gastgebenden Verein wie auch Anna Schnurbusch (RFV Bruckhausen) lief es indessen nicht so gut, wenngleich beide die gewonnenen Erfahrungen lobten.

Der Austragungsort für die nächste DM steht bereits fest: München. In Hünxe allerdings wird man sich noch lange an das Turnier erinnern.

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