Fußball

Friedrichsfeld bejubelt zum Saisonstart Sieg über Hamminkeln

Torschütze Jasper Weigl wird nach dem 1:0 von Vorbereiter Bünyamin Öztürk geherzt.

Torschütze Jasper Weigl wird nach dem 1:0 von Vorbereiter Bünyamin Öztürk geherzt.

Foto: Foto: Jochen Emde/Funke Foto Services

Die Friedrichsfelder Fußballer zeigen sich in der Offensive ungewohnt effektiv. Den Sieg hat 08/29 aber vor allem einem Mann zu verdanken.

Auch als Torjäger Finn Müller eine Viertelstunde vor dem Ende die 3:0-Führung erzielte, war sein im Türkei-Urlaub weilender Chefcoach noch nicht beruhigt. „Jetzt bloß keins kassieren“, tippte Dirk Lotz in sein Handy. Die schlichte Forderung blieb zwar unerfüllt, weil Peter Hütten fast im Gegenzug für den Hamminkelner SV verkürzte, doch dabei blieb es. Der Start in die Bezirksliga-Saison ist den Fußballern der SV 08/29 Friedrichsfeld geglückt. Dass der 3:1 (1:0)-Heimerfolg über den HSV ziemlich schmeichelhaft zustande kam, war Thomas Giesen, der Lotz aktuell mit vertritt, hinterher egal: „Ich bin einfach nur froh, dass wir gewonnen haben. Natürlich müssen wir noch an ein paar Schrauben drehen, aber Hamminkeln ist mit seiner Robustheit auch ein richtig ekliger Gegner“, sagte der Routinier.

Starke Reflexe von de Groodt

Großen Anteil am Friedrichsfelder Sieg hatte ohne Zweifel Christian de Groodt. Der Torhüter bewahrte die Friedrichsfelder in den ersten 35 Minuten, in denen der bissige Gast deutlich stärker war, vor einem Rückstand. Schon nach zwei Minuten parierte der 08/29-Keeper ganz stark gegen den frei vor ihm auftauchenden Tom Wirtz. Beim Distanzschuss von Tom Klump rettete die Latte für de Groodt (23.), neun Minuten später reagierte der Schlussmann beim abgefälschten Versuch von Alexander Siepen wieder glänzend (31.). Der Gastgeber hingegen wurde in Hälfte eins nur einmal wirklich gefährlich – und durfte gleich jubeln: Jasper Weigl schloss nach einem Doppelpass mit Bünyamin Özdemir eiskalt ins kurze Eck ab (41.). „Häufig sind wir das dominante Team, machen die Tore dann aber einfach nicht. Heute haben wir mal Effektivität bewiesen“, erklärte Giesen und spielte dabei nicht nur auf diese Szene an. Denn auch nach dem Wechsel machten die Friedrichsfelder aus wenigen Möglichkeiten noch zwei Tore. Beim 2:0 von Finn Müller (71.) hatte Weigl den Ball im Mittelfeld erobert und Giesen selbst den Goalgetter geschickt, der überlegt ins lange Eck abschloss. Beim zweiten Müller-Tor zwangen die Friedrichsfelder die Hamminkelner Defensive mit starkem Pressing zum Fehler. Der Torjäger ließ HSV-Keeper Sascha Tünte aussteigen und beförderte den Ball ins leere Tor (75.).

Schneller Gegenschlag

Das hätte eigentlich die Entscheidung sein müssen, doch nach dem schnellen Gegenschlag witterten die Gäste noch einmal Morgenluft, brachten Friedrichsfeld weiter vor allem bei Standards in Schwierigkeiten. Vor größerem Zittern bewahrte nur de Groodt die 08/29-Anhänger, als er beim Schlenzer von Pascal Kluitmann noch einmal sein ganzes Können zeigte (90.). „Christian war heute wirklich sehr, sehr gut“, lobte anschließend auch Thomas Giesen seinen Torhüter.

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