Eishockey

Für die Dinslaken Kobras hat die Eiszeit hat begonnen

Milan Vanek beim Trainingsauftakt an der Taktiktafel.

Milan Vanek beim Trainingsauftakt an der Taktiktafel.

Foto: foto: Heiko Kempken / FUNKE Foto Services

Seit Dienstag trainiert der Dinslakener Eishockey-Regionalligist auch wieder auf Schlittschuhen. Der Trainer hält sich eine Option offen.

Fast ein halbes Jahr ist es her, da unterlagen die Dinslakener Kobras im entscheidenden fünften Spiel der Play-offs den Bären aus Neuwied und schieden im Viertelfinale aus. Auch wenn seitdem scheinbar Ruhe eingekehrt war, so wurde hinter den Kulissen doch reichlich gearbeitet. Milan Vanek, der den Regionalligisten auch in der kommenden Spielzeit trainiert, gab seinen Schützlingen nur fünf Wochen Pause, ehe es wieder losging.

Den Sommer über hatten die Giftschlangen nicht die Möglichkeit auf dem Eis zu trainieren, also stand das traditionelle Trockentraining auf dem Programm. Ob an der frischen Luft oder auf dem Betonboden in der Eishalle, Vanek hatte stets ein schweißtreibendes Programm für seine Schützlinge parat. „Die Jungs haben in den letzten acht Wochen wirklich sehr hart gearbeitet. Wir haben viel in den Bereichen Koordination, Schnelligkeit, Kraft und Ausdauer gemacht, um uns bestmöglich auf die Saison vorzubereiten.“

Das „Sommertraining“ wie die von den Spielern stets gefürchtete Zeit genannt wird, fand im vergangenen Jahr aus verschiedenen Gründen nicht wirklich statt und soll nun noch einmal ein Plus im Vergleich zur Vorsaison sein. „Wir sind im letzten Jahr direkt auf dem Eis gestartet. Jetzt haben wir den großen Vorteil, dass wir körperlich nichts mehr aufholen müssen“, freut sich Vanek.

Strammes Programm von montags bis freitags

Seit Dienstag dürfen die Kobras auch wieder die Schlittschuhe schnüren und über den gefrorenen Untergrund in der Dinslakener Eissporthalle flitzen. Das Trockentraining bleibt den Giftschlangen aber zunächst noch erhalten, wie Vanek verrät: „In den nächsten beiden Wochen werden wir, bevor wir aufs Eis gehen, noch weiter in den Bereichen arbeiten, und dann gehen auch die Vorbereitungsspiele schon los.“

Zeit für Regeneration gibt es für die Dinslakener momentan nur am Wochenende, denn von Montag bis Freitag bittet Vanek seine Mannschaft jeden Tag zum Training. Los geht es mit dem Trockentraining um 17.30 Uhr. Schluss ist auf dem Eis erst um 23 Uhr. Ein strammes Programm, aber Vanek leitet die Einheiten nicht nur, sondern macht auch selbst mit. Dabei geht es dem Coach nicht bloß um eine Vorbildfunktion, der Übungsleiter hat ganz andere Hintergedanken: „Es ist durchaus möglich, dass ich in dieser Saison auch selbst wieder spiele. Die Jungs sind eigentlich gut genug, aber ich habe schon Lust bekommen und schaue mal, was mein Körper sagt. Die Trikots sind auf jeden Fall bestellt“, verrät der „Schlangenbeschwörer“ mit einem Augenzwinkern. Wie oft der Coach dann wirklich auch auf dem Eis steht, bleibt abzuwarten.

Parker kommt nächste Woche

Am Dienstagabend haben die Kobras ihr erstes öffentliches Training in der Eissporthalle absolviert. Die Zuschauerresonanz stellte die Verantwortlichen zufrieden, auch Milan Vanek war begeistert: „Es waren bestimmt 30 Leute bei unserem Training da. Hier im Umfeld wird viel gearbeitet, und die Leute merken, dass sich in Dinslaken etwas tut. Von den Spielern bis zu den Fans sind hier alle heiß auf die kommende Saison.“ Apropos Saison. Wo landen die Kobras denn in der kommenden Spielzeit? „Wir wollen“, so Vanek entschlossen, „mindestens so abschneiden wie im Vorjahr (Platz sechs in der Saison), wenn möglich aber noch besser. Da sehe ich uns auch gut aufgestellt.“

Einer der Publikumslieblinge fehlte bei den ersten Einheiten auf dem Eis aber noch. Sehnsüchtig wird Jesse Parker in Dinslaken zurückerwartet. Der 26-jährige Kanadier stößt am kommenden Dienstag zur Mannschaft und ist ebenfalls hochmotiviert. In seiner Heimat hat der Angreifer aber nicht nur an seiner Fitness gearbeitet, sondern war auch den kompletten Sommer über auf dem Eis. Für die neue Spielzeit hat sich der Top-Scorer des vergangenen Jahres einiges vorgenommen: „Ich denke, es wird eine sehr aufregende Saison für uns. Wir haben uns gut verstärkt. Ich sehe uns in diesem Jahr auch als einen der Anwärter auf den Titel. Wir müssen jetzt gut zusammenfinden und als Einheit an unserem Ziel arbeiten und das muss der Titel sein.“

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