Fußball-Kreisliga A

Glückauf Möllen lässt Punkte liegen, TV Voerde profitiert

Til Faßbender (r.) traf zweimal für den TV Voerde bei Gelb-Weiß Hamborn.

Til Faßbender (r.) traf zweimal für den TV Voerde bei Gelb-Weiß Hamborn.

Foto: Heiko Kempken / FUNKE Foto Services

Dinslaken/Voerde.  Glückauf Möllen kam in der Fußball-Kreisliga A bei Albania Duisburg nicht über ein 1:1 hinaus. Der TV Voerde rückte an den Spitzenreiter heran.

„Wenn die Jungs sich schon wie die Deutschen Meister fühlen, brauchen sie sich nicht zu beschweren, wenn man dann gegen einen vermeintlich kleinen Gegner den Sieg völlig unnötig liegen lässt“, ärgerte sich Christian Schwarz, Trainer des Fußball-A-Kreisligisten Glückauf Möllen, nach dem 1:1 (1:1)-Unentschieden seines Teams bei Albania Duisburg. Auf den Gegentreffer in der 19. Spielminute folgte in Minute 25 dann noch ein Eigentor des Duisburgers Azem Ameti. „In der letzten Aktion können wir uns trotz gefühlt 28:3 Chancen noch bei unserem Keeper Marvin Knaup bedanken, dass wir nicht noch verloren haben“, so ein enttäuschter Schwarz.

Gelb-Weiß Hamborn - TV Voerde 2:4 (2:1). Über das Remis des Konkurrenten freut sich nun die Mannschaft von Coach Jörg Lieg, die selbst einen Rückstand aufholen konnte. „Da haben wir eine gute Moral bewiesen. Wir hatten uns vorher selber vorgenommen, auf Konter zu setzen, da ist es natürlich ärgerlich, wenn man nach einer halben Stunde einen Doppelschlag kassiert. Die zweite Halbzeit gehörte dann aber klar uns“, freute sich Lieg über den Sieg. Die Tore für den TVV erzielten Til Faßbender per Doppelpack (34., 72.), Nico Uhde (48.) und Pascal Siep (61.).

RWS Lohberg – Hamborn 07 II 1:2 (0:1). Gut gespielt und doch verloren – so kann man die Leistung der Lohberger zusammenfassen. „Am Ende war es eine vermeidbare Niederlage. Mindestens ein Punkt wäre da gerecht gewesen. Alleine Hassan Hamazaoglu hatte mehrer hundertprozentige Chancen, woraus Tore hätten entstehen müssen“, urteilte Trainer Ugur Aydin nach dem unglücklichen Spielverlauf. Auf das 0:2 folgte dann lediglich noch ein Strafstoßtor durch Hikmet Barut in der 73. Minute. Trotzdem ist man in Lohberg mit der Leistung zufrieden: „Die junge Mannschaft befindet sich in einem Lernprozess, da gehören Niederlagen auch dazu“, zeigte sich Aydin zuversichtlich.

Yesilyurt Möllen - Genc Osman II 0:8 (0:2). „Die Einstellung einiger meiner Spieler ist einfach katastrophal“, schimpfte Yesilyurt-Coach Muz Erdeger nach der derben Niederlage. „An sieben der acht Gegentreffer haben wir einen großen eigenen Anteil. Und wenn ich dann sehe, wie die Stimmung nach so einem Spiel dann noch in der Kabine ist, braucht man sich nicht zu wundern, dass man am Tabellenende steht.“ Solange man in Möllen nicht aus den eigenen Fehlern lernt, kann man nur mit getrübter Laune auf die Tabelle gucken, welche im Moment nach vier Spieltagen null Punkte und ein Torverhältnis von 2:26 aufweist.

Union Hamborn - Wacker Dinslaken 4:5 (1:2). Unnötig spannend machte es die Feldmark-Elf von Benjamin van de Loo. Trotz 4:1-Führung nach 54 Minuten und 5:2-Führung knappe zehn Minuten vor dem Spielende musste man nach zwei späten Gegentreffern nochmal um den Sieg zittern. „Wir haben die ersten 20 Minuten ein perfektes Spiel gezeigt. Danach kommt der Gegner durch einen Standard wieder ran, und obwohl wir wieder Tore nachgelegt haben, wurde es nochmal hektisch.“ Der Sieg beschert dem Aufsteiger nun erstmal einen zufriedenstellenden Mittelfeldplatz. Es trafen Cihat Savas (9./54.), Dennis Nelleßen (19.), Kai Joskowiak (50.) und Raphael Rosenthal (82.)

TV Jahn Hiesfeld II - 1. FC Dersimspor 3:1 (0:1). Abdelmajid Hafhaf (86.), Lucas Dziecichowicz (90+1.) und David Feldhoff (90+6.) sorgten für einen ganz späten Sieg der Veilchen, nachdem man nach einer guten halben Stunde mit 0:1 zurücklag. „Es hätte gar nicht zu so einer sehr späten Entscheidung kommen müssen, wenn wir vorher unsere Chancen schon besser verwertet hätten. Nach dem 0:1 rennt man dann natürlich erstmal hinterher. Am Ende ließen bei Dersimspor dann auch die Kräfte nach und unsere Qualität hat sich durchgesetzt. So kann es weitergehen“, freute sich ein erleichterter Frank Pluhnau, Übungsleiter der Zweitvertretung des TV Jahn, die nach fünf Spielen nun erst eine Niederlage zu verkraften hat.

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