Glückauf wirft Saborowski raus

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Frank Saborowski ist nicht mehr Trainer des Fußball-A-Ligisten SV Glückauf Möllen. „Das Vertrauensverhältnis von Spielern, Vorstand und Trainer war etwas gestört. Ich will überhaupt nicht in Abrede stellen, dass Herr Saborowski ein guter Trainer ist, aber manchmal muss man auch unpopuläre Entscheidungen treffen“, begründet der neue Vorsitzende Hans Gutjahr die Entlassung des früheren Bundesliga-Profis, der an der Rahmstraße noch einen Vertrag über ein weiteres Jahr besitzt.

Heißer Kandidat auf die Nachfolge ist Thomas Drotboom, der schon vor seinem Engagement in Hiesfeld, wo er das Oberliga-Team in der Rückrunde noch sensationell auf den dritten Platz führte, in Möllen Coach war und auch zuletzt noch ein gutes Verhältnis zu den Glückauf-Kickern pflegte. „Möllen oder gar nichts“, hatte Drotboom bei seinem Abschied in Hiesfeld noch erklärt. Gutjahr wollte gestern noch nichts bestätigen, gab aber zu, dass der frühere Übungsleiter ein „Wunschkandidat“ sei.

Für Saborowski, der schon die Saisonvorbereitung geplant hatte und mit einigen potenziellen Neuzugängen im Gespräch war, kam die Trennung nach eigener Aussage nicht mehr ganz so überraschend. „Wenn man die Unruhe, die hier zuletzt geherrscht hat, mitbekommen hat, darf einen das nicht wundern. Die finanzielle Situation ist sicher nicht meine Baustelle, aber wenn man keine Spieler verpflichten kann, weil der Etat nicht steht, ist das schon ein Problem. Vielleicht hat man jetzt auch einfach eine billigere Lösung gesucht“, mutmaßt der erfahrene Übungsleiter. Die Trennung sei natürlich „sehr schade, denn wir haben ja eigentlich eine richtig gute Saison gespielt.“

Groll hegt der Hünxer trotz des Rauswurfes nicht: „Der Verein steht vor einer schwierigen Aufgabe, aber ich wünsche mir, dass sie es hinkriegen“, sagt der 58-Jährige. In der kommenden Woche möchte der Vereinaus dem Voerder Ortsteil jetzt nicht nur den neuen Trainer, sondern auch noch einige Neuzugänge vorstellen. Die Zeit drängt.

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