Frauenfußball-Kreispokal

GW Lankern war im Pokal-Endspiel zu stark für den SV Spellen

Torhüterin Michelle Peters vereitelte zahlreiche Möglichkeiten, konnte die 0:6-Niederlage für den SVS aber nicht verhindern.

Torhüterin Michelle Peters vereitelte zahlreiche Möglichkeiten, konnte die 0:6-Niederlage für den SVS aber nicht verhindern.

Foto: Markus Joosten / FUNKE Foto Services

Ganz so traurig wirkten die Damen des SV Spellen nicht, als sie nach dem Kreispokal-Endspiel mit Partymusik ihren Kunstrasenplatz verließen.

Voerde. Ganz so traurig wirkten die Damen des SV Spellen nicht, als sie mit Partymusik ihren Kunstrasenplatz verließen, während der Fußball-Kreispokalsieger Grün-Weiß Lankern sich noch zu einem Pokalfoto am Mittelkreis zusammenfand. Der SV Spellen unterlag mit 0:6 (0:3) gegen Lankern.

In der Anfangsphase wirkte Lankern nicht wie die höher spielende Mannschaft aus der Landesliga. Die in die Bezirksliga aufgestiegenen Spellenerinnen verteidigten geschlossen und zeigten mit ihren bissigen Offensivspielerinnen Maike Stutz und Vivien Schwennen gute Konteransätze. Das schnelle Tor für den SVS fiel nicht und Lankern bekam im Verlauf der ersten Viertelstunde immer mehr Sicherheit. Nach gut 19 Minuten war es soweit, ein nicht vernünftig geklärter Ball fiel Lankerns Mareen Wienand vor die Füße, die sicher zur Führung einschob.

Das zweite Tor für die Gäste ging auf das Konto von Janina Rollnik, einige Zuschauer hatten zwar eine Hand im Spiel gesehen, Schiedsrichter Friedhelm Bohländer gab den Treffer aber (24.). Die „Schweizerinnen“ versuchten nach dem erneuten Gegentreffer die Fassung zu wahren und hatten in der Verteidigung genügend Ballgewinne, doch die Weiterverarbeitung des Leders funktionierte nicht. So wurden die Lankerner Ballverluste nie bestraft und führten viel zu oft doch noch zu einer Chance.

Vivien Schwennen sah die rote Karte

Das 0:3 von Marina Ricken entstand auch aus so einer Situation. Michelle Peters hatte nach dem Seitenwechsel ihren großen Auftritt, in der 46. Minute nahm sie der völlig freien Mareen Wienand mit einer Grätsche das Leder ab. Kurz darauf gingen Vivien Schwennen die Nerven durch und sie setzte in einem Zweikampf den Ellenbogen ein, dafür bekam sie glatt rot (55.). Das Tor von Natalie Jeromie war eine logische Konsequenz aus dem Platzverweis (56.).

Michelle Peters zeigte abermals ihr Können: so vereitelte sie in der der 60. Spielminute ein Elfmetertor und lenkte in der 75. Spielminute einen Schuss akrobatisch an die Latte. Die zwei weiteren Tore von Mareen Wienand waren aber auch für Peters nicht zu halten (68./82.).

„Der Sieg geht in Ordnung, gerade was die Pässe vor dem Tor angeht, war Lankern einfach unheimlich stark. Wir haben trotzdem einen starken Kreispokal gespielt. Ich bin auf die Leistung der Mannschaft stolz“, meinte SVS-Trainer Detlev Lamers. Sein Co Johannes Ochtrop haderte mit den ersten zehn Minuten: „Wenn wir da getroffen hätten und Lankern die Sicherheit nicht bekommt, dann kann so ein Spiel auch kippen“.

SVS: Peters; Fuchs, Knipping, Stutz, Maas, Schwennen, Angenendt, Zietz (55. Webers), Hülsdonk (68. Stutz), Speckenwirth, Kurzawa.

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