Handball-Regionalliga

Heinz Buteweg sieht Dinslaken vor der Herbstpause „im Soll“

Drei Punkte aus fünf Spielen: Heinz Buteweg bleibt gelassen.

Drei Punkte aus fünf Spielen: Heinz Buteweg bleibt gelassen.

Foto: Foto: Jochen Emde

Dinslaken.  Dass die Regionalliga-Handballer des MTV Dinslaken die Herbstpause auf dem drittletzten Platz verbringen müssen, macht dem Obmann keine Sorgen.

Nur das bessere Torverhältnis gegenüber Aufsteiger HG Remscheid bewahrt den Meister der Vorsaison davor, die Herbstpause in der Handball-Regionalliga auf einem Abstiegsplatz zu verbringen. Beim MTV Rheinwacht Dinslaken bleiben trotzdem alle ruhig. Obmann Heinz Buteweg hätte angesichts der schwierigen Voraussetzungen eine noch deutlich schlechtere Ausgangs lage vermutet, wie er im Gespräch mit der NRZ verrät.

Herr Buteweg, aus den ersten fünf Partien hat der MTV als amtierender Meister drei Punkte gesammelt. Wie bewerten Sie den Start?

Wir sind im Soll. Ehrlich gesagt hatte ich bei dem schwierigen Auftaktprogramm und unseren großen Verletzungssorgen sogar gedacht, dass wir mit 0:10 starten und dann nach der Herbstpause langsam anfangen zu punkten. Der Auftaktniederlage in Köln trauere ich noch ein wenig hinterher, weil sie wirklich unnötig war. Auf der anderen Seite konnte man aber auch nicht ernsthaft mit dem Sieg in Aldekerk und dem Unentschieden gegen Essen rechnen.

Dann machen Sie sich aktuell sicher auch noch keine Sorgen um den Klassenerhalt, oder?

Panik ist absolut nicht angebracht. Ich bin vom Potenzial der Mannschaft weiter überzeugt. Wenn wir mit der richtigen Einstellung an die nächsten Aufgaben gehen und nicht glauben, dass es mit weniger Einsatz läuft, weil wir die schwierigsten Gegner vielleicht schon gespielt haben, dann werden wir auch punkten und zügig da unten rauskommen. Man darf auch nicht vergessen, dass unsere Saisonvorbereitung wegen der vielen Verletzten total daneben war. Wir werden uns weiter steigern.

Was muss denn vor allen Dingen noch besser werden?

Man hat ja auch in Ratingen gesehen, dass uns aktuell die Durchschlagskraft aus dem Rückraum fehlt. Der Ausfall von Philipp Tuda schmerzt uns natürlich sehr. Fabian Gorris, der weite Teile der Vorbereitung verpasst hat, ist noch nicht wieder in seiner besten Form, und Max Reede war ja zuletzt auch nicht fit. Der Lange muss auf jeden Fall mehr Verantwortung übernehmen. Dass dann auch noch Jonas Höffner ausfiel, weil er arbeiten musste, darf uns in Zukunft auch nicht mehr passieren. Ich werde da auf jeden Fall mal das Gespräch mit seinen Vorgesetzten bei der Feuerwehr suchen.

Wie sieht es denn mit der Integration der Neuzugänge aus? Sind Sie zufrieden?

Mirko Krogmann hat auf jeden Fall schon Fortschritte gemacht. Das Zusammenspiel wird besser. Bei Marc Pagalies ist auf Linksaußen sicher auch noch Luft nach oben. Bei ihm muss man allerdings auch sagen, dass er bislang noch sehr wenig Bälle bekommt. Da muss die Mannschaft einfach auch noch mehr für ihn spielen.

Zu den zahlreichen Verletzten gesellte sich in der Vorbereitung auch das etatmäßige Torhüter-Duo mit Marco Banning und Nils Ahlendorf. Wie hat Ihnen denn bislang das Vertreter-Gespann mit Dominik Köller und Luca Steffel gefallen.

Nichts gegen die Jungs, die ausgefallen sind, aber ich glaube nicht, dass wir auf dieser Position geschwächt waren. Köller und Steffel haben einen richtig guten Job gemacht. Dass Luca Steffel mit seinen 18 Jahren noch nicht die Konstanz haben kann, ist klar, trotzdem gehört ihm die Zukunft.

Steffel ist ein Dinslakener, der auch in der Jugend schon lange für den MTV gespielt hat. Er passt also bestens ins übliche Anforderungsprofil...

Genau. So lange ich den Job hier noch mache, werden wir es weiter vor allem mit unseren eigenen Leuten versuchen. Anders geht es auch gar nicht. Auch in der Reserve haben wir ja noch Leute, die den Sprung schaffen können.

Wann fangen Sie denn mit den Planungen für die kommende Saison an?

Da bin ich wirklich ganz entspannt. Bis auf Philipp Tuda, bei dem noch nicht ganz klar ist, wo es ihn beruflich hinführt, haben alle Spieler bis 2021 unterschrieben. Natürlich halte ich aber immer meine Ohren offen.

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben