Fußball

Hiesfelder Vorfreude auf das „kleine Derby“ gegen Hamborn

Der Hiesfelder Angreifer Kevin Menke (r.), hier im Hinspiel gegen die Sportfreunde Hamborn 07, und seine „Veilchen“ machten im August gegen die „Löwen“ aus einem 0:1 zur Pause noch einen 3:1-Sieg.

Der Hiesfelder Angreifer Kevin Menke (r.), hier im Hinspiel gegen die Sportfreunde Hamborn 07, und seine „Veilchen“ machten im August gegen die „Löwen“ aus einem 0:1 zur Pause noch einen 3:1-Sieg.

Foto: Jochen Emde/Funke Foto Services / FUNKE Foto Services

Dinslaken-Hiesfeld.  „Nur 45 gute Minuten werden nicht reichen, um dort zu gewinnen“, sagt Marcus Behnert, Trainer des TV Jahn Hiesfeld, vor dem Spiel bei Hamborn 07.

Nachdem der ursprünglich geplante Liga-Neustart 2020 am vergangenen Sonntag beim SV Wermelskirchen vom Winde verweht wurde, steht für die Landesliga-Fußballer des TV Jahn Hiesfeld am Sonntag das Gastspiel bei den Sportfreunden Hamborn 07 an. Anstoß auf der Bezirkssportanlage an der Westerwaldstraße ist um 15 Uhr. „Alle wollen, dass es jetzt endlich wieder losgeht“, sagt Marcus Behnert, Trainer des Spitzenreiters. „Zudem ist es ein kleines Derby. Wir freuen uns auf das Spiel, aber wir wissen auch, wie schwer das wird.“

Um sich das noch einmal zu verdeutlichen, müssen sich die „Veilchen“ nur an das Hinspiel erinnern. Zu Hause war Hiesfeld nach einer unterirdischen ersten Halbzeit mit einem 0:1-Rückstand zur Pause noch gut bedient. Nach dem Seitenwechsel reagierte der Oberliga-Absteiger nicht nur personell, sondern auch von der Charakteristik seines Auftritts her und drehte die Partie gegen den Aufsteiger noch mit 3:1.

Hamborn stark vor der Winterpause

„Es ist ein anderes Spiel als damals, trotzdem ist eines für mich jetzt schon klar: Noch einmal nur 45 gute Minuten werden nicht reichen, um dort zu gewinnen. Dafür müssen wir schon über 90 Minuten wirklich alles abrufen“, so Behnert vor der Partie gegen den Tabellen-13., den nur zwei Zähler von den Abstiegsrängen trennen.

Allerdings haben die Sportfreunde in ihren letzten vier Auftritten vor der Winterpause nicht nur Selbstvertrauen getankt, sondern auch fleißig Zähler gesammelt. Satte zehn Punkte mehr standen nach den Partien gegen den SC Düsseldorf-West (5:2), SV Burgaltendorf (3:2), VfB Frohnhausen (3:3) und Duisburger SV (1:0) zu Buche. Scheinbar vergessen ist der Grusel-Start der Hamborner mit nur einem Sieg aus acht Versuchen.

Bloß nicht den Ball verlieren

„Hamborn hat eine gut organisierte, unangenehm zu bespielende Mannschaft, die unheimlich schnell umschalten kann“, weiß Behnert. „Deshalb liegt ein Fokus bei uns darauf, möglichst wenig Ballverluste anzubieten.“ Was nicht bedeuten soll, dass der tabellarische Favorit sich bei den Löwen mit dem Ball einigeln möchte. „Wir sind heiß auf den Start und wollen unser Spiel durchbringen. Wenn wir das schaffen, können wir dort auch gewinnen“, so der Hiesfelder Coach. „Aber noch einmal: Gerade in Hamborn, wo der Gegner mit seinem Heimvorteil vielleicht noch einen Tick stärker ist und alles versuchen wird, werden wir wirklich eine Mega-Leistung abliefern müssen, um erfolgreich zu starten.“

Nicht dabei helfen kann Metehan Türkoglu, der sich weiterhin mit Rückenbeschwerden plagt. Für Haydar Han ist auf Grund einer Bronchitis Fußball am Wochenende kein Thema. Alison Leite dos Santos, der letzte Woche privat bedingt hätte passen müssen, ist wieder dabei. Die Rekonvaleszenten Nico Kuipers und Phil Klemm haben weiter Trainingsrückstand aufgeholt.

Kücükarslan braucht noch Zeit

Kandidaten für die Startelf wären auch die Winterneuzugänge Ömer Akbel und Ahmet Uzun. „Es wäre möglich, aber wir wollen ja nicht alles verraten“, sagt der Jahn-Trainer. Tevfik Kücükarslan, ebenfalls neu im lila Dress, wird nach seinem Jochbeinbruch „noch drei bis vier Wochen brauchen“, so Behnert.

Deutlich länger ist die Pause bekanntlich für Dalibor Gataric. Immerhin verläuft nach der Operation des gerissenen Kreuzbandes beim „Edeljoker“ alles nach Plan.

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