Handball-Oberliga

Homscheid führte HSG Hiesfeld/Aldenrade auf den Erfolgskurs

Philipp Homscheid ließ die gegnerische Abwehr mehrmals schlecht aussehen, wenn er seine Körpertäuschungen einsetzte.

Philipp Homscheid ließ die gegnerische Abwehr mehrmals schlecht aussehen, wenn er seine Körpertäuschungen einsetzte.

Foto: Jochen Emde / FUNKE Foto Services

Dinslaken.  Zufrieden und erleichtert feierten die Spieler des Handball-Oberligisten HSG Hiesfeld/Aldenrade den ersten Sieg im ersten Saisonspiel.

Auftaktsieg, Auftaktsieg“, schallte es nach Abpfiff durch die Halle an der Kirchstraße. Zufrieden und sicherlich auch etwas erleichtert feierten die Spieler des Handball-Oberligisten HSG Hiesfeld/Aldenrade im Kreis hüpfend den ersten Sieg im ersten Saisonspiel. Gegen den Mitaufsteiger TSV Aufderhöhe setzte sich die neu gegründete HSG mit 32:28 (12:11) durch.

„So ein Sieg zum Auftakt ist besonders wichtig für die Jungs. Sie wissen jetzt, dass wir zurecht in der Oberliga sind und mithalten können. Das ist gut fürs Selbstvertrauen“, resümierte Trainer Harry Mohrhoff. Dabei merkte er aber auch an, dass noch viel Arbeit vor ihm und seiner Mannschaft liege und längst nicht alles optimal sei. In seiner gewohnt humorvollen Art schloss er an, dass es aber auch „langweilig für mich“ wäre, wenn seine Truppe schon alles richtig machen würde, denn dann hätte er „ja nichts mehr zu tun“.

Gerade in puncto Cleverness und bei der Chancenverwertung müsse seine Mannschaft noch zulegen. Recht hat er mit dieser Auffassung definitiv, denn das Spiel gestaltete sich spannender als es hätte sein müssen. Seine Schützlinge verpassten es im Laufe der Partie immer wieder, sich entscheidend abzusetzen und dem Gegner somit den Wind aus den Segeln zu nehmen.

Die HSG kam gut in die Partie und führte vor allem dank des in der ersten Halbzeit bärenstark haltenden Adrian Schnier im Tor schnell mit 4:1(7.). Doch der TSV Aufderhöhe blieb, angeführt vom baumlangen Kevin Tobolski (Mohrhoff: „Gegen den werden viele Mannschaften in der Liga Probleme bekommen. Der hat schon eine ganz schöne Wumme“), dran. So ging es mit mit einer knappen Pausenführung in die Kabine (12:11).

Fehler aus dem Rückraum

Auch nach dem Seitenwechsel gelang den Hausherren der bessere Start. Schnell wurde die Führung auf vier Tore ausgebaut (33.). Doch auch in dieser Phase gelang es nicht, sich entscheidend abzusetzen. Der gastgebende Aufsteiger leistete sich viel zu viele Fehlwürfe und einfache Ballverluste. Reihenweise wurde zu unvorbereitet aus dem Rückraum abgeschlossen. „Es ist richtig und wichtig, dass wir aus dem Rückraum werfen. Aber dann muss das auch mit hundertprozentiger Überzeugung passieren. Da waren teilweise schon Rückpässe dabei“, so Mohrhoff. Kevin Kirchner, der gerade in der ersten Halbzeit wenig Glück mit seinem Wurf hatte, und Lennart Blum, der oftmals in den falschen Momenten den Abschluss suchte, agierten etwas unglücklich.

Zum Ende der Partie steigerte sich zumindest der erfahrene Kevin Kirchner und erzielte einige wichtige Treffer. „Da ist er dann mit mehr Entschlossenheit und Dynamik in die Aktionen gegangen, und dann gehen die Dinger auch rein.“ Bester Akteur auf Seiten der HSG war aber der junge Philipp Homscheid. Nicht nur seine sieben Treffer und die fast perfekte Wurfquote bescherten ihm ein Sonderlob seines Trainers. In fast allen Aktionen wirkte der Jungspund sehr unaufgeregt und traf viele richtige Entscheidungen. „Philipp hat in den entscheidenden Phasen Verantwortung übernommen und sich stark im Eins gegen Eins durchgesetzt. Er war heute sicherlich der Matchwinner“, so Mohrhoff voll des Lobes.

HSG: Schnier, Barth; Homscheid (7), Kirchner, Pobric (je 5), Blum, Terhorst (je 4), Marijanovic (3), Jurzik (2), Berner (1/1), Möhle (1/1), Schwarz, Strehl, Möller.

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