Handball

Die HSG Hiesfeld/Aldenrade steht in den Startlöchern

Für Kevin Kirchner und seine Teamkollegen geht es am Wochenende erstmals wieder um Punkte in der Meisterschaft. Foto: Markus Joosten / FUNKE Foto Services

Für Kevin Kirchner und seine Teamkollegen geht es am Wochenende erstmals wieder um Punkte in der Meisterschaft. Foto: Markus Joosten / FUNKE Foto Services

Foto: Markus Joosten / FUNKE Foto Services

Dinslaken.  Drei schweißtreibende Monate voller Trainingseinheiten und Testspielen haben ein Ende. Die Handballer der HSG starten in die neue Oberliga-Saison

Ziemlich genau drei Monate ist es her, da bat Stephan Christ zur ersten Trainingseinheit in der Vorbereitung bei den Handballern der HSG Hiesfeld/Aldenrade. Am kommenden Wochenende geht es für den Oberligisten dann auch endlich in der Meisterschaft los. Während die meisten Konkurrenten bereits am vergangenen Wochenende um die ersten Punkte gekämpft haben, konnte die HSG sich noch einmal auf den etwas verspäteten Start am Samstag (19 Uhr) vor heimischem Publikum gegen den TV Angermund einstellen.

Eine Saisonvorbereitung mit einer Dauer von drei Monaten hatte zuvor wahrscheinlich keiner der Akteure hinter sich gebracht. Dementsprechend fit sollte die HSG in die anstehende Spielzeit gehen. Stephan Christ ist in jedem Fall froh, dass er so viel Zeit mit seiner neuen Mannschaft hatte: „Ich denke, es waren einfach besondere Umstände. Die Pause war sehr lang, wir kannten uns überhaupt nicht und brauchten auch etwas Zeit.“ Aber auch wenn die Vorbereitung mit dem Ligastart endet, ist Christ noch nicht an seinem gewünschten Ziel: „Wir sind sportlich auf einem guten Weg, aber ich sehe das immer noch als Prozess an. Bis zum Leistungslimit hoffe ich schon, dass die Jungs da noch was draufpacken können.“

Sieg gegen den MTV Rheinwacht Dinslaken

Im Zuge der langen Vorbereitung absolvierte die HSG auch zahlreiche Testspiele und spielte sich dort immer besser ein. Niederlagen gab es nur nach einem harten Trainingstag gegen den Verbandsligisten TuS Lintorf und gegen die beiden klassenhöheren Westfalen-Oberligisten HTV Hemer und den FC Schalke 04. Auf der positiven Seite stehen zahlreiche Siege gegen Verbands-, Ober- und Regionalligisten. Wobei der Triumph über den Lokalrivalen und Regionalligisten MTV Rheinwacht Dinslaken vor knapp zwei Wochen natürlich heraussticht. Hier setzte die HSG in Sachen Einsatz, Wille und Spielanlage ein Ausrufezeichen. „Die Vorbereitung verlief so ein bisschen gemischt. Wir hatten sehr gute, aber auch weniger gute Spiele. Insgesamt bin ich aber positiv gestimmt“, zieht Christ ein Fazit zu den absolvierten Testspielen.

Schnellstmöglich aus dem Keller

Niederlage gegen Verbandsligisten. Sieg gegen Regionalligisten. Wo geht die Reise in der Oberliga denn hin für die HSG? „Das ist“, erklärt der Übungsleiter, „schwer festzumachen. Ich möchte da auch nicht irgendeinen Platz nennen. Aus dem Team kam der Vorschlag, dass wir in jedem Spiel unter 25 Gegentoren bleiben, aber dann würden wir ja 90 Prozent der Spiele gewinnen. Ich denke, wir wollen schauen, dass wir schnell nichts mehr mit dem Abstieg zu tun haben, und dann gucken wir weiter.“

Das Auftaktprogramm der HSG hat es gleich in sich. Nach dem TV Angermund geht es gegen die Bundesliga-Reserve des Bergischen HC, ehe dann der Top-Favorit um den Aufstieg, Borussia Mönchengladbach, in die Sporthalle an der Kirchstraße kommt.

Bastian Schwengers ist neuer Kapitän

Veränderungen gab es zur neuen Saison aber nicht nur auf der Trainerbank, sondern auch auf dem Feld. Mit Bastian Schwengers und John Krölls sind zwei Spieler zum Kader gestoßen, die ihre Qualitäten in der Vorbereitung schon mehrfach unter Beweis gestellt haben. Schwengers wurde von Trainer Christ sogar zum neuen Spielführer ernannt und folgt somit auf Nils Berner. Sein Stellvertreter ist Kreisläufer Nedim Pobric. „Das war“, äußert sich Christ zur Bestimmung seiner Spielführer, „eine ganz bewusste Entscheidung von mir. Es sollten Spieler sein, die auf dem Platz vorweg gehen. Sowohl Basti als auch Nedim haben bewiesen, dass sie vorne wie hinten enorm wichtig für uns sind.“

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben