STÄDTEBAU

Im kommenden Jahr wird die Anlage des TV Voerde saniert

Architekt Karl Heinz Hülsdonk (l.) erläuterte die Umbaumaßnahmen beim TV Voerde am Samstag (v.l.) Kurt Wengenrod, Heinz Neukäther und Erich Ginz. Foto:Gerd

Architekt Karl Heinz Hülsdonk (l.) erläuterte die Umbaumaßnahmen beim TV Voerde am Samstag (v.l.) Kurt Wengenrod, Heinz Neukäther und Erich Ginz. Foto:Gerd

Foto: Hermann

Voerde   Die Pläne stellte der Verein am Tag der Städtebauförderung in Voerde vor. Auch die Sportanlage in Friedrichsfeld wurde offiziell eröffnet.

Nach langer Vorbereitungszeit und Planung hat der TV Voerde durch die Bewilligung einer Fördersumme des Bundes in Höhe von über einer Million Euro zur „Quartiersentwicklung“ die Möglichkeit, den schon seit

2013 angedachten Kunstrasenplatz zu errichten und darüber hinaus weitere Baumaßnahmen zu treffen. Hans-Werner Tomalak, Beisitzer im Vorstand des Vereins, stellte am „Tag der Städtebauförderung“ die Entwicklung in den letzten Jahren bis zur positiven Antwort des Bundes auf die finanzielle Bezuschussung dar.

„Wie ein Geschenk zum 100-jährigen Jubiläum“

„Wir haben zunächst überhaupt nicht an eine Quartiersentwicklung gedacht, sondern der Stadt vorgeschlagen, dass wir einen Kunstrasenplatz bauen. Die Nachricht über die Bezuschussung kam dann wie ein Geschenk zum 100-jährigen Jubiläum im nächsten Jahr“, freute sich Tomalak.

Der Kunstrasenplatz ist nur der Anfang

„Nun ist der Kunstrasenplatz nur der Anfang, im Vordergrund steht die Errichtung eines Quartiers“, betont der Vorsitzende. Im nächsten Jahr soll mit den Bauarbeiten begonnen werden, die im Jahr 2021 dann abgeschlossen sein sollen. Neben dem Bau des Kunstrasenspielfeldes wird das Vereinsheim umfangreich umgestaltet, saniert und modernisiert.

TV Voerde finanziert Stehtribünen

„Die Anlage ist 45 Jahre alt, das sieht man in vielfältiger Weise. Die Terrassenanlage wird neu entwickelt und die Infrastruktur des Hauses verändert“, erläutert Tomalak. „Wir sind auf Geld von draußen angewiesen, weil wir unterfinanziert sind. Der Weg zum Geld war etwas schwierig, aber wir haben den besonderen Förderbedarf für die soziale Integration gut dargestellt. Wir müssen das in einen gesamtgesellschaftlichen Zusammenhang stellen“, erklärte Wilfried Limke, erster Beigeordneter der Stadt, der zusammen mit dem stellvertretenden Bürgermeister Bert Mölleken die Verwaltung repräsentierte.

Voerde-Mitte sei ein „Quartier“ mit 14.500 Einwohnern und die Vielfalt des TV Voerde stelle einen Mehrwert für die Gesellschaft dar, betonte Limke. Neben den geförderten Baumaßnahmen werde der TVV noch selbst finanzierte Stehtribünen errichten, kündigte Tomalak an. Eine davon sei bereits fertig, aber noch nicht begehbar.

In Friedrichsfeld wurden vier Millionen Euro investiert

Bei der SV 08/29 Friedrichsfeld hat man die Sanierung der alten Anlage am Tannenbusch bereits seit Ende letzten Jahres abgeschlossen. Für rund vier Millionen Euro wurde ein neues Vereinsheim inklusive Kabinentrakt, ein Kunstrasenplatz sowie eine Leichtathletikanlage rund um den Naturrasenplatz errichtet.

Offiziell eingeweiht wurde die Anlage aber erst am Samstag, obwohl unter anderem die Fußball-Bezirksligamannschaft bereits seit einigen Wochen ihre Heimspiele auf der neuen Anlage bestreitet und in der ersten Partie gleich den bis dato ungeschlagenen Tabellenführer Blau-Weiß Dingden bezwang.

Zur Eröffnung radelte sogar der Landrat nach Friedrichsfeld

Für die Eröffnung hatte sich sogar Landrat Ansgar Müller, der beim Spatenstich im Oktober 2017 ebenfalls anwesend war, mit dem Fahrrad aus Flüren auf den Weg gemacht. „Ich bin erstaunt, dass die Anlage so schnell fertig geworden ist. Es ist selten, dass ein Landrat zur Eröffnung einer Sportanlage kommt, aber diese hier ist eine ganz besondere. Es ist eine Investition in die Zukunft. Durch moderne Anlagen soll Vereinsleben und ehrenamtliches Engagement attraktiv gemacht werden“, bekräftigte Müller. „Die alte Anlage am Tannenbusch war unter aller Kanone und die Sanierung schwierig. Zum Glück hat sich das vor drei Jahren ergeben. Der Kunstrasenplatz ist das Herz der Anlage, aber es ist nicht nur eine Sportstätte, sondern ein Quartierzentrum“, befand Wilfried Limke.

Neue Damenmannschaft auf neuem Platz

08/29 Vereinsvorsitzender Jürgen Isselhorst bedankte sich vor etwa 200 Besuchern für die schöne Anlage und kündigte an, für die nächste Saison eine Damenfußball-Mannschaft ins Rennen schicken zu wollen. Die Aussicht auf eine hochmoderne und schöne Heimstätte dürfte einige Fußballerinnen locken.

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