Voerder Sportpreis

Jonas Köpke und Paul Höfer paddeln auf der Erfolgswelle

Jonas Köpke und Paul Höfer vom Kanu-Club Friedrichsfeld erhieltenden Sportpreis des Monats von Bernfred Tobien.

Jonas Köpke und Paul Höfer vom Kanu-Club Friedrichsfeld erhieltenden Sportpreis des Monats von Bernfred Tobien.

Foto: Jochen Emde

Voerde.   Die zwölfjährigen Talente Jonas Köpke und Paul Höfer vom Kanu-Club Friedrichsfeld teilen sich den Voerder Sportpreis des Monats.

Aufmerksam lauschten Jonas Köpke und Paul Höfer den Worten von Dieter Ellerbrock, dem Vorsitzenden des Stadtsportverbandes Voerde, der in den Räumlichkeiten der Schützenhalle Friedrichsfeld eine Laudatio auf die beiden hielt. Die zwölfjährigen Kanuten des KC Friedrichsfeld erhielten am Samstag den Sportpreis des Monats der Stadt Voerde für ihre Erfolge auf regionaler und überregionaler Ebene. Warum die 240. Auflage der Verleihung eine ganz besondere ist, erklärte Dieter Ellerbrock: „Wir machen das jetzt seit genau 20 Jahren, das ist schon eine Hausnummer.“

Die beiden Kanuten hatten neben ihren Trainern Werner Emde und Lutz Liwowski zahlreiche Familien-und Vereinsmitglieder zur Verleihung mitgebracht. Die beiden Preisträger starteten in dieser Saison in der Altersklasse Schüler B und holten neben einem zweiten Platz bei der Regatta in Herdecke über 500 Meter auch drei erste Plätze in Datteln, Hamm und Herdecke über 2000 Meter. Über 500 Metern gelang dem Duo bei den Westdeutschen Landesmeisterschaften der erste und über 2000 Meter der zweite Platz auf dem Lippe-Seiten-Kanal. Auch im Kanu-Einer feierten beide zahlreiche Erfolge und können so auf eine tolle Gesamtbilanz zurückblicken.

Freunde seit der Krabbelgruppe

Die beiden Kanuten kennen sich schon seit der Krabbelgruppe und sind seither gute Freunde. Der Kanurennsport war aber nicht immer der große Traum der beiden. So versuchte sich Paul Höfer zuerst in der Fußballabteilung der SV 08/29 Friedrichsfeld, ehe er zum Handball wechselte und schließlich, durch die Empfehlung eines Freundes, auf dem Wasser landete. Nachdem Jonas Köpke eine kurze Fußballkarriere beim SV Spellen beendet hatte, holte ihn sein Freund Paul zum Kanuclub. Welch ein durchdachter Schachzug.

In ihrer noch jungen, aber schon sehr erfolgreichen Laufbahn haben die beiden ihre Berufung gefunden. Mit dem Titel der Westdeutschen Landesmeisterschaft soll aber nicht Schluss sein. Paul Höfer schwärmt für den amtierenden Olympiasieger Max Rendschmidt. Jonas Köpke möchte unbedingt mal bei der Deutschen Meisterschaft starten, aber das große Ziel für beide sind die Olympischen Spiele. Dafür trainiert das Duo im Sommer sechsmal wöchentlich, im Winter viermal. Ganz so einfach ist das für die beiden allerdings nicht, wie sie erklären: „Es gibt schon Tage, wo wir keine Lust auf Training haben und lieber etwas anderes machen würden.“ Aber beide erläutern auch weiter: „Ohne Fleiß kein Preis.“ Über den Trainingsablauf gab Lutz Liwowski, selbst zweifacher Weltmeister im Einer-Kajak, Auskunft: „Das Training ist schon so aufgebaut, dass neunzig Prozent im Einer trainiert wird und nur zehn Prozent im Zweier. Grade im Hinblick auf anstehende Kadersichtungen geht jetzt der Einer für die beiden auch erstmal vor. Wir haben ein sehr gutes Trainerteam, ergänzen uns immer wieder gut und leisten, denke ich, ordentliche Arbeit.“

Trotz ihres zarten Alters von zwölf Jahren redeten die beiden schon wie echte Profis und bedankten sich nach der Übergabe der Urkunden: „Wir möchten uns bei unseren Trainern bedanken, die so viel Zeit in uns investieren. Das ist nicht selbstverständlich.“

Ein neues Paddel für Jonas

Auf den Hinweis von Ellerbrock, die beiden müssten sich das Preisgeld von 500 Euro teilen, antwortete Paul Höfer mit gesenktem Kopf „leider“ und sorgte für einen Lacher. Der Zwölfjährige hat aber schon eine genaue Vorstellung, was er mit seinem Anteil machen möchte. Für sein Kanu benötigt er eine spezielle Halterung und eine Sportuhr samt GPS. Sein Kamerad Jonas Köpke äußerte sich ebenfalls über sein Vorhaben: „Ich warte noch, bis ich etwas gewachsen bin, und dann kaufe ich mir ein neues Paddel.“

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