Reiten

Mit den Gedanken schon in München

Dressurreiterin Anna Schnurbusch erreichte bei ihrer ersten Teilnahme einen eigentlich guten 18, Platz, hatte sich aber mehr versprochen.

Foto: Foto: Heiko Kempken / WAZ FotoPo

Dressurreiterin Anna Schnurbusch erreichte bei ihrer ersten Teilnahme einen eigentlich guten 18, Platz, hatte sich aber mehr versprochen. Foto: Foto: Heiko Kempken / WAZ FotoPo

Hünxe. Anna Schnurbusch war mit dem Turnierverlauf bei der DJM nicht vollends zufrieden.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Es war ein interessanter Aspekt, den Dieter Heisterkamp während einer Rundfahrt über den Gutshof Glückauf herausstrich. Die Deutschen Jugendmeisterschaften im Dressur- und Springreiten seien eine nationale Veranstaltung, die öffentliche Aufmerksamkeit gegenüber den hiesigen Reiterinnen folglich eher gering. Diejenigen, die die Platzierungen erreichen würden, wären in Hünxe und Umgebung (insbesondere für Leute außerhalb der Reiterszene) nahezu unbekannt. Da wusste er noch nicht, dass mit Vanessa Borgmann tatsächlich eine Reiterin aus der Nachbarschaft einen Meistertitel holen würde. Und ganz ähnlich wäre die Begeisterung ausgefallen, wenn Anna Schnurbusch vom RFV Bruckhausen die erhoffte Endrunde erreicht hätte. Doch die 15-Jährige scheiterte an den eigenen Erwartungen und eben jenem Druck, den man nur in der Heimat verspürt.

Einer, der sich Annas Finalteileinzug von Herzen gewünscht hatte, war ihr Vater, Sponsor und Unterstützer Michael Schnurbusch. „Das ist wirklich schade. Anna ist natürlich sehr enttäuscht und traurig.“ Die Hünxerin hätte unter die ersten zwölf kommen müssen, gereicht hatte es nur für den insgesamt 18. Platz. „Wir wohnen ja auch nur 1500 Meter von hier und der Reitstall Voß ist auch nicht weit. Vielleicht war der Druck da etwas zu hoch. Nächstes Jahr finden die Deutschen Meisterschaften in München statt. Da sieht es dann bestimmt anders aus“, blickt der Vater optimistisch in die Zukunft. Außerdem konnte sich Anna, deren Familie eigentlich nichts mit dem Reitsport zu tun habe, in den Fokus rücken und wichtige Erfahrungen sammeln. Also doch ein Gewinn trotz verfehltem Ziel.

Ausgerechnet in Hünxe

„Da waren zwei Fehler drin. Ausgerechnet hier“, machte sich Anna Luft, die in der Vergangenheit bessere Ergebnisse erzielen konnte, „aber überhaupt erst einmal hier zu sein, war toll.“ Richter Rolf Peter Fuß hatte die knallharten Anforderungen an anderer Stelle auf den Punkt gebracht: „Man darf sich hier keinen Fehler erlauben. Dann ist man sofort raus.“ Andererseits: „Die Reiterinnen müssen hier nur Freitag und Samstag eine gute Leistung bringen und sind schon im Finale.“ Für Anna, die im letzten Jahr einen so rasanten Aufstieg auf ihrem ganz eigenen Weg hingelegt hatte, besteht noch eine ganze Menge Hoffnung hinsichtlich der DJM: Rechnerisch könnte die 15-Jährige noch sechs Mal starten, vorausgesetzt sie wird wieder für das Rheinland nominiert.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Auch interessant
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben
    Aus der Rubrik