MTV Rheinwacht Dinslaken

MTV Dinslaken kann in Plochingen den Aufstieg perfekt machen

Kreisläufer Dennis Backhaus gelangen im Hinspiel um den Aufstieg in die 3. Liga vier Tore für den MTV Rheinwacht gegen den TV Plochingen.

Kreisläufer Dennis Backhaus gelangen im Hinspiel um den Aufstieg in die 3. Liga vier Tore für den MTV Rheinwacht gegen den TV Plochingen.

Foto: Heiko Kempken

Dinslaken.   Die Handballer des MTV Rheinwacht Dinslaken können am Samstagabend mit einem Sieg beim TV Plochingen in die 3. Liga aufsteigen.

Samstagabend, 20 Uhr. Prime Time in der Schafhausäckerstraße in Plochingen: Für die Handballer des MTV Rheinwacht Dinslaken ist das der Termin, dem die Mannschaft seit einer Woche entgegenfiebert. Nach dem 28:28 im Hinspiel der Aufstiegsrunde zur 3. Liga kann der MTV mit einem Sieg beim TV Plochingen das große Ziel erreichen.

Das Heimspiel am vergangenen Samstag hatte es bereits in sich, nach einer starken ersten Hälfte in der heimischen Douvermannhalle waren es die Baden-Württemberger, die dem MTV in der zweiten Halbzeit mit bis zu vier Toren (23:27) entglitten. Die Moral und der unabdingbare Wille der Rheinwacht brachte das Team mit lautstarker Fanunterstützung in überragenden Schlussminuten aber zurück in die Partie. „Das war wieder ein ganz anderes Niveau als in den letzten Ligaspielen. Die Mannschaft ist wieder an das Optimum gegangen“, attestiert Trainer Harald Jakobs seinem Team.

Das Unentschieden lässt alle Möglichkeiten offen in dem am weitesten entfernten Auswärtsspiel der Saison. Die MTV-Spieler reisen in Gruppen mit Kleinbussen an, ein Teil machte sich bereits am Freitag auf, die übrigen kommen am Samstag gen Süden. Auch ein Bus mit rund sechzig Fans nimmt den weiten Weg auf sich. „Wir werden uns dann alle vor dem Spiel zusammenfinden und gemeinsam zur Halle fahren“, erklärt Jakobs, der selbst erst am Samstag die fünfstündige Autofahrt antritt. Nach dem Spiel geht es dann direkt wieder nach Dinslaken.

Laut Jakobs würde rechnerisch ein 29:29 reichen, um den MTV dann mit mehr geworfenen Auswärtstoren in die dritte Bundesliga zu hieven. „Das ist aber gerade nur ein theoretischer Gedanke. Im Handball passiert so viel, so schnell, darauf kannst du nicht spekulieren. Wenn es aber am Ende so kommen sollte, würden wir uns natürlich auch darüber freuen“, sagt Jakobs. Es ist eine offene Partie, in dem sich der Gastgeber leicht im Vorteil sieht: „Plochingen spielt in der eigenen Halle, vor den eigenen Zuschauern, da rechnet man sich natürlich einen Vorteil aus. Ich kann mit der Rolle, nicht Favorit zu sein, wieder sehr gut leben“, meint Jakobs. Als absoluten Underdog kann man den MTV aber wahrlich nicht bezeichnen, gerade die Schlussminuten am vergangen Samstag zeigten ein Team, was auch in Drucksituationen punkten kann. Ein Umstand, den sicher auch der TV Plochingen noch nicht vergessen hat.

Eine Erklärung für den zwischenzeitlichen Einbruch im Hinspiel war die rote Karte für Robert Jakobs, wodurch der MTV-Mittelblock eine deutliche Schwächung erfuhr. „Plochingen hat gerade in Überzahlsituationen unglaublich Geschwindigkeit und Übersicht. Das ist ganz schwer zu verteidigen, gerade dann, wenn dir im Mittelblock jemand aus dem Spiel genommen wird“, erklärt Jakobs.

Eigenen Spielaufbau gestalten

Der eigene Spielaufbau ist gegen den Zweiten der Oberliga Baden-Württemberg auch nicht leicht zu gestalten. „Es gibt wenig Luft zum Atmen, Plochingen läuft früh an und versucht zu stören“, beschreibt Jakobs.

Neben den starken charakterlichen Eigenschaften des MTV-Teams gibt es einen Umstand, der wohl auch eher der Rheinwacht in die Karten spielt. „Wir sind es jetzt schon fast gewöhnt, ob zu Hause oder auswärts, dass jeder ganz besonders darauf aus ist, uns zu schlagen“, meint Jakobs. Spätestens seitdem der MTV auf Platz eins überwinterte, jagten die anderen Regionalligisten die Rheinwacht. Bis auf die letzten beiden Ligaspiele blieben die Dinslakener aber meistens cool.

Jetzt heißt es noch einmal beißen, kämpfen und die Nerven aus Drahtseilen auch in der Schafhausäckerhalle in Plochingen behalten.

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