Kommentar

Nach Aus der Kobras: Sportszene in Dinslaken wird ärmer

Eishockeyrunde mit den Dinslakener Fans Anfang Juli: Der Sportliche Leiter der Kobras, Thomas Esser (Dritter von links), in der Gaststätte Hinz und Kunz.

Eishockeyrunde mit den Dinslakener Fans Anfang Juli: Der Sportliche Leiter der Kobras, Thomas Esser (Dritter von links), in der Gaststätte Hinz und Kunz.

Foto: Lars Fröhlich / FUNKE Foto Services

Dinslaken.  Der Sport in Dinslaken hat es derzeit nicht leicht: Nach dem Aus für den City-Lauf ziehen sich die Eishockey-Kobras zurück. Ein Kommentar.

In Dinslaken sind die Handballer des MTV Rheinwacht und die Eishockeycracks der Kobras die sportlichen Aushängeschilder der Stadt – auch wenn beide nur auf viertklassiger Regionalliga-Ebene aktiv sind. Beide Vereine haben in der Vergangenheit im Schnitt mehr als 400 Zuschauer gezogen. Da können in Dinslaken auch die Fußballer nicht mithalten.

Ausstieg der Kobras offenbar nicht vermeibar

Mit Blick auf die marode, von Stadtwerke-Seite auf Sicht nicht mehr renovierte Eissporthalle war ein Ausstieg der Kobras über kurz oder lang kaum vermeidbar. Eishockey ist teuer, die Sponsorenlandschaft für einen Regionalligisten mit begrenzter Strahlkraft dazu dünn. Der Kobras-Etat für die erste Mannschaft liegt trotzdem im niedrigen sechsstelligen Euro-Bereich.

Wer mochte da die Verantwortung tragen, auch in finanzieller Hinsicht, sollte es zu Heimspielausfällen wegen einer Hallensperre und Strafen seitens des Landesverbandes kommen? Sportvorstand Thomas Esser hatte deshalb bereits vergangene Woche seinen Schluss-Strich bei den Kobras gezogen.

Comeback der Dinslaken Kobras ist möglich

Zurück bleiben vorerst die Dinslakener Eishockey-Fans. Ob es in einem Jahr ein erhofftes Comeback geben wird, dürfte bis auf Weiteres eine pure Spekulation sein. Immerhin hält NRW-Ligenleiter Manfred Lang den Kobras eine Hintertür für das neue Jahr offen. Wenn die Konkurrenz mitmacht und die Bedingungen in der Stadt Dinslaken wieder freundlicher sind, könnte es wieder Eishockey auf Regionalliga-Ebene geben. Der Weg dahin dürfte aber noch ziemlich lang, steinig und im Zweifel für die Stadt auch teuer werden.

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