Sportausschuss

Neue Kunstrasen-Pläne für den SuS 09 Dinslaken

Die Dorotheen Kampfbahn in Lohberg und die Nebenanlagen sollen im Jahr 2020 saniert werden.

Foto: Heinrich Jung

Die Dorotheen Kampfbahn in Lohberg und die Nebenanlagen sollen im Jahr 2020 saniert werden. Foto: Heinrich Jung

Dinslaken.   Die Stadtverwaltung will bei der Sanierung an der Voerder Straße ein Groß- und ein Jugendspielfeld bauen, der Verein möchte zwei große Plätze.

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Es wurde eng auf den wenigen Besucherstühlen in der Sitzung des Dinslakener Sportausschusses am Mittwochnachmittag im Stadthaus. Zahlreiche Vertreter der Fußballvereine wollten wissen, was die Politik zum Plan der Stadtverwaltung für die Sanierung der Bezirkssportanlagen zu sagen hatte. Viele Worte verloren die Mitglieder der Ratsfraktionen während der knapp 45-minütigen Sitzung nicht, die Empfehlung fiel einstimmig: In den Jahren bis 2023 soll das voraussichtlich bis zu 14 Millionen Euro schwere Konzept im Sportstättenzielplan umgesetzt werden.

Demnach ist vorgesehen, Anfang 2019 zunächst die Anlage des SuS 09 Dinslaken umzugestalten. Dezernentin Christa Jahnke-Horstmann berichtete, der Verein habe zwischenzeitlich signalisiert, für Mehrkosten aufzukommen, wenn neben dem Naturrasen zwei Kunstrasen-Großspielfelder statt wie bisher geplant ein Groß- und ein Jugendspielfeld gebaut würden. Insgesamt will die Stadt an der Voerder Straße bis zu 3,85 Millionen Euro investieren.

Anders als lange geplant können wohl erst 2020 die Arbeiten an der Lohberger Dorotheen-Kampfbahn folgen. Dort bestehe nach wie vor der größte Sanierungsbedarf, so Jahnke-Horstmann, aber die für den Bau einer Sporthalle anstelle eines derzeitigen Aschenplatzes am Fischerbusch notwendige Änderung des Planungsrechts und die Bauarbeiten an der Augustastraße ließen keine andere Reihenfolge zu. Michele La Torre (SPD) betonte, seine Fraktion habe sich unter anderem wegen dieser Verzögerung „schwer getan“, der Verwaltungsvorlage zuzustimmen weil „wir seit zwei Jahren darauf drängen, dass in Lohberg begonnen wird“. An dem Modell, das eine Öffnung der Mauer an der Dorotheen-Kampfbahn zu den künftigen Kunstrasenplätzen vorsieht, will die SPD laut La Torre festhalten. Es sei aber letztlich „am leichtesten, beim SuS 09 zu beginnen“.

Ab 2021 stehen die Maßnahmen an den Bezirkssportanlagen in Hiesfeld, Oberlohberg (2022) und am Volkspark (2023) in der Planung. Bevor an der Gärtnerstraße gestartet wird, soll die Politik im Jahr 2021 noch einmal prüfen, ob der Bedarf besteht, anstelle des Aschenplatzes bei der SGP einen Kunstrasenplatz zu bauen.

Das auf fünf Jahre angelegte Projekt verfolge vor allem zwei Ziele, bekräftigte die Sportdezernentin: „Zum einen, die Bezirkssportanlagen zu sanieren, und zum zweiten, sie auch zukunftsfähig zu gestalten in den Bereichen Fußball und Leichtathletik.“ Denn neben der Modernisierung sämtlicher Fußballplätze und teilweiser Umwandlung der Aschen- in Kunstrasenfelder steht auch vor allem im Hinblick auf den Schulsport die Ausstattung der Leichtathletik-Anlagen im Fokus. Der Aschenplatz in der Feldmark soll einer Wohnbebauung weichen.

Als nächstes befasst sich der Bauausschuss am Montag, 19. Februar, mit der Sanierung der Bezirkssportanlagen, ein Beschluss fällt im Stadtrat am 20. März.

>>>TV JAHN HIESFELD UND VFB LOHBERG REDEN ÜBER „1. FC DINSLAKEN“

Der TV Jahn Hiesfeld und der VfB Lohberg streben eine Kooperation der Fußballer unter dem Namen „1. FC Dinslaken“ an. Dezernentin Christa Jahnke-Horstmann berichtete im Sportausschuss, dass die Hiesfelder Verantwortlichen gegenüber der Stadtverwaltung „ernsthafte Überlegungen“ diesbezüglich geäußert haben. In dem Zusammenhang sei der Wunsch geäußert worden, die Dorotheen-Kampfbahn bei einem möglichen Aufstieg in die Regionalliga gemäß den Anforderungen des Westdeutschen Fußballverbandes zu gestalten. Dies würde unter anderem bedeuten, dass die Stadionmauer anders als derzeit geplant komplett bestehen bleiben müsste.

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