Tennis

Niederländische Etuf-Armada war zu stark für Rot-Weiß

Joany Pontjodikromo ist gut in Form, war gegen die 311 der Welt aber trotzdem chancenlos.

Joany Pontjodikromo ist gut in Form, war gegen die 311 der Welt aber trotzdem chancenlos.

Foto: WAZ FotoPool

Dinslaken. Dinslakener Damen unterlagen in der Niederrheinliga 3:6 gegen topbesetzte Essenerinnen. Lingen und Boverhof holten die Einzelpunkte im Match-Tiebreak.

Etuf Essen hat es sich zum Ziel gesetzt, den Klassenerhalt seiner Damen-Reserve in der Tennis-Nieder-rheinliga so schnell wie möglich zu sichern. Leidtragender dürfte am Ende der TC Rot-Weiß Dinslaken sein, denn so kamen die Essenerinnen zum Saisonauftakt mit einer bärenstarken Mannschaft an die Gneisenaustraße. Gegen die Dinslakener Konkurrenz im Kampf um den Klassenerhalt wird der Etuf in einigen Wochen – wenn der Ligaverbleib in trockenen Tüchern ist – wohl bedeutend schwächer antreten. „So läuft das halt“, nahm es Dinslakens Trainer Peter Szöke recht gelassen hin, nachdem seine Schützlinge beim 3:6 eigentlich nie eine Chance auf den Gesamtsieg hatten. Zufrieden konnte Szöke trotzdem sein, denn seine Spielerinnen zeigten durchweg sehr ordentliche Leistungen, die viel Hoffnung für die kommenden Aufgaben machen.

Während Josien Boverhof (6:4, 2:6, 10:8 gegen Tessa Breve) an Position fünf und Anja Lingen an Position sechs (6:4, 3:6, 10:4 gegen Alexandra Stückradt) ihre Einzel sogar für sich entscheiden konnten, war für die anderen vier Spielerinnen des Aufsteigers einfach nichts zu holen. Franziska Föcking kam gegen Lea Luboldt immerhin noch in die Reichweite eines Satzgewinns, doch nach einer 3:0-Führung im zweiten Satz lief nicht mehr viel zusammen, am Ende unterlag die 18-Jährige mit 2:6, 4:6.

Gegen die Etuf-Spitzenspielerin Angelique van der Meet, Nummer 311 der Weltrangliste, bewies Joany Pontjodikromo zwar, dass sie gut in Form ist, mehr als drei Spiele gelangen der Niederländerin beim 1:6, 2:6 gegen das druckvolle Power-Tennis ihrer Landsfrau, das die Zuschauer auf der Terrasse immer wieder in Erstaunen versetzte, aber nicht.

Gegen die ähnlich sicheren und kraftvollen Bernice van de Velde (WTA 707) und Kelly Versteeg (WTA 751) waren auch Gina Betzholz (0:6, 2:6) und Ninja Pfützenreuter (1:6, 0:6) ohne Chance, auch wenn sie phasenweise ganz gut mitspielten. „Wenigstens bin ich ein bisschen braun geworden“, flachste Pfützenreuter beim Verlassen des Platzes angesichts ihrer Chancenlosigkeit.

Die Möglichkeit, alle drei Doppel gegen einen derart starken Gegner zu gewinnen, ging zwar gegen Null, aber die Rot-Weißen nutzten die Gelegenheit, um für kommende Aufgaben zu üben. Während Pontjodikromo/Boverhof und Betzholz/Föcking erwartungsgemäß glatt verloren, holten Pfützenreuter/Lingen im Match-Tiebreak gegen Luboldt/Stückradt immerhin noch den dritten Heimpunkt.

Am nächsten Wochenende hat Rot-Weiß spielfrei, am 17. Mai soll dann erneut zu Hause gegen den TC Kaiserswerth der erste Saisonsieg her.

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