Sportpolitik

Politik nimmt MTV Dinslaken bei Hallen-Frage in die Pflicht

Die Hans-Efing-Halle könnte die künftige Heimat der MTV-Handballer werden, ist aber unabhängig davon ein Sanierungsfall.

Die Hans-Efing-Halle könnte die künftige Heimat der MTV-Handballer werden, ist aber unabhängig davon ein Sanierungsfall.

Foto: Lars Fröhlich / FUNKE Foto Services

Dinslaken.  Die Stadtverwaltung und Mitglieder des Sportausschusses fordern vom MTV Rheinwacht Dinslaken Auskunft zur möglichen Nutzung der Hans-Efing-Halle.

In der Hans-Efing-Halle trafen sich am 27. März Vertreter der Stadtverwaltung unter Führung der Sportdezernentin Christa Jahnke-Horstmann mit Vorstandsmitgliedern des MTV Rheinwacht Dinslaken und der Feuerwehr zur Ortsbesichtigung. Damals vereinbarten die Teilnehmer, dass der Verein eine Auflistung macht, welche Anforderungen für eine dauerhafte Nutzung der Halle im Trainings- und Spielbetrieb nötig wären, wenn die Douvermannhalle abgerissen wird. Seitdem ist nicht viel passiert, berichtete Jahnke-Horstmann am Donnerstag im Dinslakener Sportausschuss, eine Antwort des MTV stehe noch aus. „Wir müssen jetzt unsererseits das Gespräch suchen, um ein einvernehmliches Ergebnis zu finden.“ Die Hans-Efing-Halle hat nach Berechnungen der Stadt einen Sanierungsbedarf in Höhe von 4 Millionen Euro – ohne Erweiterungen und besondere Anforderungen des Sportvereins.

Erste Entwürfe für Halle in Lohberg

Die Verwaltung sieht den Verein in der Verantwortung dafür, dass die Suche nach einer künftigen Heimat für die Rheinwacht-Handballer derzeit stockt. Die Ausschussmitglieder bekamen von der Stadt für ihre Sitzung einen Bericht vorgelegt, in dem mögliche Standorte aufgeführt sind (wir berichteten). Dass der Verein die Mitnutzung einer künftigen Sporthalle an der Waldorfschule in Eppinghoven unter anderem aus Kostengründen ablehnt, habe sie in dieser Woche aus der Presse erfahren, erklärte Jahnke-Horstmann.

„Es wäre schön, wenn MTV, SuS 09 und Stadtsportverband sowie Stadtverwaltung sich mal kurzfristig zusammensetzen und einigen könnten“, forderte Peter Steinbeißer (SPD), während Rainer Holzborn (CDU) ergänzte: „Wie sollen wir in der Hallen-Frage etwas entscheiden, wenn wir nicht wissen, was der Verein will?“

Was der Stadtverwaltung am liebsten wäre, ist lange bekannt – der Umzug der Handballer in eine neue Halle an der Augustastraße in Lohberg. ProZent-Geschäftsführerin Walburga Wüster stellte im Ausschuss erstmals Entwürfe vor, wie eine Dreifachsporthalle auf einem Teil des jetzigen Sportplatzes von RWS Lohberg aussehen könnte. Demnach gibt es zwei Varianten in Sachen Kapazität – eine mit Platz für 400 Zuschauer, eine andere sieht 642 Besucher vor. Das Gebäude soll teilweise in den Erdboden versenkt werden und wäre nach außen entsprechend niedriger als vergleichbare Dreifach-Sporthallen.

Kostenberechnung fehlt noch

Vom Kreisverkehr Augustastraße/Zum Fischerbusch her sollen Parkplätze erschlossen und der Eingang zur Halle errichtet werden, an der Hallenrückseite schließt sich der künftige Kunstrasen der Fußballer an. Bei der größeren Variante der Halle könnte an der Halle eine Überdachung für Fußball-Zuschauer angebracht und die gastronomische Versorgung aus dem entsprechenden Hallenbereich mit geregelt werden, so Wüster.

Eine Kostenberechnung liegt noch nicht vor, diese soll erstellt werden, wenn klar ist, welche Hallengröße favorisiert wird.

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