Basketball: Drei Fragen an

Saisonende wegen Corona: SuS 09 Dinslaken hofft auf Wildcard

Ingolf Löhl, der im Abteilungsvorstand des SuS 09 Dinslaken ist, selbst in der Herren-Mannschaft spielt und das Damen-Team trainiert, findet die Entscheidung des Verbandes fair.

Ingolf Löhl, der im Abteilungsvorstand des SuS 09 Dinslaken ist, selbst in der Herren-Mannschaft spielt und das Damen-Team trainiert, findet die Entscheidung des Verbandes fair.

Foto: Lars Fröhlich / FUNKE Foto Services

Dinslaken.  Wegen der Coronakrise wurde die Basketball-Saison beendet. Die Bezirksliga-Männer vom SuS 09 Dinslaken hoffen noch auf den Klassenerhalt.

Der Westdeutsche Basketball-Verband (WBV) hat die Saison aufgrund der Coronakrise für beendet erklärt. Mannschaften wie die Männer vom SuS 09 Dinslaken als Schlusslicht in der Bezirksliga, denen nun der Abstieg droht, können eine Wildcard beantragen und somit noch auf den Klassenerhalt hoffen. Die Redaktion sprach mit Ingolf Löhl, stellvertretender Abteilungsvorstand beim SuS 09, selbst Herrenspieler und Trainer der Damenmannschaft.

Der Klassenerhalt in der Bezirksliga war für die Männer rein rechnerisch vor dem Saisonabbruch noch möglich. Wird der Verein eine Wildcard beantragen?

Das ist sogar schon passiert. Wir haben vor einigen Tagen darüber abgestimmt und uns dazu entschlossen, die Wildcard zu beantragen. Vom Gefühl her waren wir nicht auf dem letzten Platz und wir hatten die berechtigte Hoffnung, dass wir es in den nächsten Spielen geschafft hätten, auf einen Nichtabstiegsplatz zu klettern. Wir haben im Team zusammen überlegt, ob wir den Weg gehen wollen oder ob wir lieber in der Kreisliga im oberen Drittel mitspielen. Wir haben uns letztlich dafür entschieden. Wir würden gerne in der Bezirksliga bleiben.

Befürworten Sie die Lösung, wie sie der Verband gewählt hat?

Ich finde den Weg fair. Wenn es am Ende rechnerisch noch möglich ist, wenn man sieht, wie die bisherigen Ergebnisse waren, welche Spiele noch angestanden hätten und wenn wie bei uns einige Verletzte zurückgekehrt wären, dann ist das schon gut so. Ich denke, dass am Ende Qualifikationsspiele ausgetragen werden, so sind wir ja auch im vergangenen Jahr aufgestiegen. Im Moment steht noch ganz viel in den Sternen, zum Beispiel auch beim Thema WBV-Pokal.

Das von Ihnen trainierte Frauenteam des SuS 09 Dinslaken schließt die Saison in der Bezirksliga im gesicherten Mittelfeld ab. Wie lautet denn da Ihr Fazit?

Die Entwicklung der Damen ist unheimlich positiv. Wir haben eine lustige Truppe. Disziplin und Wille, oben mitzuspielen, sind erkennbar. Es ist auch von einigen jetzt schon der Anspruch formuliert worden, im kommenden Jahr um den Landesliga-Aufstieg zu spielen. Insgesamt ist der Zuwachs bei den Frauen sehr groß. Wir denken schon darüber nach, eine zweite Mannschaft zu melden. Die Entwicklung im Frauen-Basketball ist eigentlich eine andere – es gibt ja immer weniger Mannschaften. In der vorletzten Saison gab es schon keine Kreisliga mehr, weil es zu wenige Teams gab. In welcher Liga eine zweite Mannschaft starten würde, müsste man dann abwarten. Wir würden aber auch in der Bezirksliga starten.

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