Handball-Oberliga

Schwengers lässt die HSG Hiesfeld/Aldenrade jubeln

Trainer Stephan Christ (M.) gibt seinem Team in einer Auszeit Anweisungen. Am Ende reichte es zum knappen Sieg gegen den TV Angermund.

Trainer Stephan Christ (M.) gibt seinem Team in einer Auszeit Anweisungen. Am Ende reichte es zum knappen Sieg gegen den TV Angermund.

Foto: Heiko Kempken / FUNKE Foto Services

Dinslaken.  Bastian Schwengers bescherte der HSG Hiesfeld/Aldenrade mit seinem Tor kurz vor Schluss einen gelungenen Auftakt in der Handball-Oberliga.

Handball-Oberligist HSG Hiesfeld/Aldenrade hat einen gelungenen Saisonauftakt gefeiert und unter dem neuen Trainer Stephan Christ den TV Angermund mit 24:23 bezwungen.

In einer unter den aktuellen Bedingungen voll besetzten Halle, in die kurz vor dem Anwurf aufgrund des großen Andrangs kein Einlass mehr war, starteten beide Mannschaften mit offenem Visier. Nach etwas mehr als zehn Minuten stand es 5:5, ehe ein Spieler der Gäste Bastian Schwengers am Kreis mit einem fiesen Foul aus der Luft holte. Nach kurzer Beratung zeigte das Schiedsrichtergespann folgerichtig die rote Karte. Dennoch gingen die Gäste in Führung und behielten diese auch bis kurz vor der Pause, ehe Nedim Pobric quasi mit der Schlusssirene per Abstauber der Ausgleich gelang.

Rote Karte für Kevin Kirchner

Die zweite Halbzeit begann sehr zäh. Nach etwas mehr als sieben Minuten hatten beide Mannschaften erst jeweils ein weiteres Tor erzielt, ehe Kevin Kirchner nach einem Gerangel am eigenen Kreis die zweite rote Karte der Partie sah. Nun nahmen die Gäste das Heft in die Hand und konnten sich auf drei Tore absetzen (19:16, 45.), doch die HSG kämpfte sich wieder in die Partie und hatte keine fünf Minuten später wieder den Gleichstand hergestellt (20:20). In der 56. Minute gingen die Gastgeber durch Philipp Jurzik nach längerer Zeit mal wieder in Führung, danach vergaben beide Mannschaften für drei Minuten einige gute Möglichkeiten.

Siegtor sechs Sekunden vor Schluss

Knapp anderthalb Minuten vor dem Ende erzielten die Gäste den Ausgleich und beiden Mannschaften war der unbedingte Siegeswille anzumerken. Eine Minute vor Schluss bekamen die Gastgeber den Ball und die Schiedsrichter ließen lange gewähren, ehe sie nach 40 Sekunden Zeitspiel anzeigten. Im Rahmen der noch erlaubten sechs Pässe fasste sich Bastian Schwengers ein Herz und wuchtete den Ball aus halbrechter Position genau neben den linken Pfosten und ließ die Halle jubeln. Angermund nahm sechs Sekunden vor Schluss nochmal eine Auszeit, doch konnte die verbleibende Zeit nicht mehr nutzen.

Zu viele Gegentore über den Kreis

„Es war auf Messers Schneide. Vielleicht hatten wir die besseren physischen Ressourcen, weil wir mehr wechseln konnten. Insgesamt war das vor allem in der zweiten Halbzeit in der Abwehr zu wackelig, wir haben zu viele Gegentore über den Kreis bekommen. Aber in der Defensive waren wir nicht clever genug, das können wir besser“, befand HSG-Trainer Stephan Christ, der über den Sieg sichtlich froh und erleichtert war und sich auch beim starken Torhüter Adrian Schnier bedanken konnte, der für seine schon geschlagene Abwehr oft rettend zur Stelle war.

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