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SGP stürzte den Spitzenreiter

Torwart Tim Schmidt hielt einige Male stark.

Foto: Foto: Heiko Kempken / WAZ FotoPo

Torwart Tim Schmidt hielt einige Male stark. Foto: Foto: Heiko Kempken / WAZ FotoPo

Dinslaken. Suchy und Simic trafen zum verdienten 2:0-Erfolg gegen Genc Osman Duisburg. Gäste zum Schluss nur noch zu neunt.

Am letzten Donnerstag deutete nur wenig darauf hin, dass die SGP Oberlohberg drei Tage später den Tabellenführer der Fußball-Bezirksliga stürzen könnte. Lediglich acht Akteure besuchten das Training an der Gärtnerstraße. Der Rest: erkrankt oder verletzt. Die ziemlich durchwachsenen Auftritte der jüngsten Vergangenheit machten ebenfalls wenig Mut. Doch erstens konnte Trainer Andreas Matyjaszek entgegen der Erwartungen gestern wieder eine schlagkräftige Elf aufbieten und zweitens gelang den „Dörflern“ eine erhebliche Leistungssteigerung. Das Ergebnis war ein verdienter 2:0 (0:0)-Heimsieg über Genc Osman Duisburg, das damit die Spitze an den VfR Repelen verlor. Den neuen Ligaprimus hat Oberlohberg übrigens auch schon besiegt.

Die Vermutung liegt also nahe, dass sich Matyjaszeks Mannschaft gegen spielstarke Kontrahenten leichter tut, als gegen vermeintlich schwächere Teams, gegen die der neue Tabellenfünfte schon einige Zähler liegen ließ. Die gestrige Partie untermauerte diese These. Die technisch versierten und offensivstarken Gäste ließen Oberlohberg nämlich viel Raum zum Kontern. Und den nutzten Sascha Neuland, Younes Fagrach und Enis Capri immer wieder. Nach 25 Minuten bot sich Fagrach so die erste richtig gute Gelegenheit, doch sein Schuss strich über das Genc-Tor. Komplett auszuschalten war das Duisburger Angriffsspiel für die gestern enorm zweikampfstarke Defensive der Hausherren zwar nicht, doch in den wenigen brenzligen Situationen war der gut aufgelegte Keeper Tim Schmidt zur Stelle.

Nicht nach einem Konter, sondern nach einem Freistoß fiel dann das 1:0 für die Gastgeber. Dennis Suchy stand mutterseelenallein am langen Pfosten und nickte ins kurze Eck ein (53.). In der Folge boten sich den Oberlohbergern natürlich noch mehr Räume, doch bis zur Vorentscheidung mussten sich die Heimfans noch einige Zeit gedulden. Bei einem langen Abschlag von Schmidt hatte Torjäger Oliver Simic den richtigen Riecher, lupfte das Leder überlegt über Genc-Torwart Ibrahim Atay in die Maschen (82.). Zu diesem Zeitpunkt stand Oberlohberg schon mit einem Mann mehr auf dem Feld. Mumi Dema hatte die gelb-rote Karte gesehen (80.). In der Nachspielzeit folgte ihm noch sein Mitspieler Ercan Kiraz, der nach einer Notbremse „Rot“ sah.

„Wir haben genau das umgesetzt, was wir uns vorgenommen hatten. Das war heute wirklich ein sehr ordentliches Spiel“, lobte Matyjaszek seine Schützlinge, nachdem er sich von einer turbulenten und gutklassigen Partie erholt hatte.

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