Fußball-Bezirksliga

Starke zweite Halbzeit rettete Friedrichsfeld einen Punkt

Auf Finn Müller (r.) war auch gegen Bocholt wieder Verlass, er traf doppelt.

Auf Finn Müller (r.) war auch gegen Bocholt wieder Verlass, er traf doppelt.

Foto: Markus Weissenfels / FUNKE Foto Services

Voerde.  Nach einer schwachen ersten Halbzeit fing sich die SV 08/29 Friedrichsfeld in der Fußball-Bezirksliga gegen den 1. FC Bocholt II noch.

Die Erleichterung überwog dann doch in den Gesichtszügen des Friedrichfelder Coaches Dirk Lotz, als Schiedsrichter Martin Ulankiewicz abpfiff. In der Fußball-Bezirksliga trennte sich die SV 08/29 Friedrichsfeld vom 1. FC Bocholt II mit 2:2 (1:2).

Hatte Lotz noch vor der Partie gefordert, dass die Abwehr deutlich kompakter stehen müsste, blickte er sowie die gesamte Friedrichsfelder Mannschaft in die Röhre, denn bereits in der ersten Minute führten die Gäste durch ein Kopfballtor von Hannes Göring nach einem Eckstoß. Die Miene des Friedrichsfelder Trainers wurde auch in den Folgeminuten nicht glücklicher, denn Bocholt produzierte eine Großchance nach der anderen. „Ich weiß nicht, was da mit der Mannschaft los war. Natürlich haben viele Ersatzspieler gespielt, dennoch kann man den Kopf nicht so verlieren“, bestätigte Lotz.

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Es wurde noch schlimmer, denn die Bocholter, die nach einem Aluminiumtreffer von Mislem Mislemani (13.) scheinbar selbst nicht mehr an einen weiteren Treffer glaubten, erhöhten dann doch durch einen schönen Fernschuss von Sven Löffler (23.). Es war der Tiefpunkt des Spiels aus Friedrichsfelder Sicht, die weder offensiv noch defensiv präsent waren.

Klare Worte in der Kabine

Aber die Lotz-Elf arbeitete sich langsam aus der Krise. Die Körpersprache auf dem Platz wurde positiver, und auch der Ausruf: „Wir sind jetzt im Spiel“ schien nicht nur eine hohle Phrase zu sein. Bocholt zog sich zu weit zurück und der erste Nennenswerte Angriff über Thomas Giesen fand Finn Müller, der das Leder lässige zum Pausenstand einschob.

Lotz forderte gerade seine Außenspieler auf, sich auch in der Offensive zu beteiligen, und appellierte an die Laufbereitschaft seines Teams.

Der Coach traf die richtigen Worte, denn 08/29 war die bessere Mannschaft in der zweiten Halbzeit. Ein Knoten schien in der Halbzeit geplatzt zu sein, und dank des Müller-Tores und der Bocholter Inkonsequenz war Friedrichsfeld noch im Spiel. Es brauchte aber auch in der zweiten Halbzeit einen langen Atem und einige Schrecksekunden bei Gästekontern, bevor Finn Müller sich seinen zweiten Treffer selbst einleitete. Der Goalgetter trieb den Ball auf das gegnerische Tor zu, legte dann auf Christian Wohlgemuth ab und tauchte pünktlich im Strafraum auf, um die passgenaue Flanke per Volley ins linke Eck zu drücken (90.). Fast gelang den „Vereinigten“ noch der schmeichelhafte Siegtreffer, aber Thomas Giesens Kopfball wurde von Gästekeeper Joshua Exslager aus dem Winkel gekratzt (92.).

„Ich kann der Mannschaft für diese Charakterleistung in der zweiten Halbzeit nur ein Kompliment machen. Die Frage ist nur, warum wir nicht eher schon so gespielt haben? Dennoch bin ich über den Punkt glücklich und will jetzt darauf aufbauen“, meinte Lotz.

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