Fußball-Bezirksliga

SuS 09 Dinslaken zeigte sich als Team mit zwei Gesichtern

Trainer Thorsten Schramm vom SuS 09 Dinslaken am Spielfeldrand.

Trainer Thorsten Schramm vom SuS 09 Dinslaken am Spielfeldrand.

Foto: Jochen Emde / FUNKE Foto Services

Dinslaken.  Der SuS 09 Dinslaken zeigte als Aufsteiger in der Fußball-Bezirksliga Licht und Schatten, erreichte aber schließlich souverän das gesetzte Ziel.

„Über den Klassenerhalt hat sich am Ende kaum einer gefreut“, sagt Thorsten Schramm, Trainer des Fußball-Bezirksligisten SuS 09 Dinslaken. „Das ist schade, denn ich glaube, sowas sollte man nicht als selbstverständlich erachten“, ergänzt er. Am Ende sind 45 Punkte und der elfte Tabellenplatz als Aufsteiger eigentlich eine ordentliche Bilanz.

Thorsten Schramm hat in den letzten Jahren eine Mannschaft geformt, die in der Bezirksliga zu Höchstleistungen fähig ist, es muss dazu ergänzt werden: wenn es denn sein musste. Das 4:1 im vergangenen Herbst auf der eigenen Platzanlage gegen den späteren Meister Sportfreunde Hamborn 07 zeigte, wozu der SuS 09 in der Lage ist, wenn alle mitziehen. „Das war wirklich ein schöner Tag, auch das Drumherum hat gestimmt. Das Spiel war sicher das beste, was wir in der Saison gezeigt haben“, meint Schramm. Der SuS 09 wurde fortan als Überraschungsteam der Saison gesehen, bekleidete nach dem Erfolg sogar den zweiten Tabellenplatz.

Es gab aber auch das andere Gesicht des SuS 09, gerade in den Wintermonaten ließen sich viele Spieler hängen, der bittere Tiefpunkt ein 1:12 gegen BW Dingden Anfang März. „Es gab eine Krisensitzung, unser Torwart und Kapitän Dennis Strewinski hat sich zu Wort gemeldet, und dann ging es“, meint Schramm.

Zunächst folgten auf die Klatsche eine weitere Niederlage und ein Remis und es wurde noch einmal eng. Genau in dieser Situation lieferten die Spieler. „Neun Punkte innerhalb von einer Woche, und das Abstiegsthema war vorerst vom Tisch“, berichtet Schramm.

Pferd springt nur so hoch wie es muss

Die Mannschaft erinnerte stark an ein Pferd, das nur so hoch springt wie es muss. „Ich kann das auf der einen Seite schon verstehen, es gibt bei den Spielern in dieser Liga halt oft Sachen, die wichtiger sind, wie die eigene Familie oder auch der Job“, erklärt Schramm. „Für uns Trainer ist es immer wichtig, dort eine Balance zu finden. Einfach gesagt, ich kenne keinen Trainer in der Umgebung, der wichtige Trainingsinhalte für die neue Saison auf das Wochenende legt, an dem das Parookaville-Festival in Weeze stattfindet“, meint Schramm schmunzelnd. „Auf der anderen Seite, eine gewisse Disziplin kann man von Spielern, die sich in einem Verein anmelden und in der Bezirksliga spielen, auch erwarten. Es muss halt passen“, erklärt Schramm.

„Wir hätten in einigen Situationen sicher deutlich besser spielen können, gerade am Ende hat mich das auch gestört, dass die Spiele so verloren wurden. Auf der anderen Seite haben wir die letzten Jahre immer unser sportliches Ziel erfüllt, und so ist es auch in dieser Saison gewesen“, meint Schramm.

Für die kommende Spielzeit muss der SuS 09 einen Umbruch vollziehen. Dennis Strewinski beendet seine Karriere, mit Marvin Krüger, Nico Wittwer, Volkan Mirvan, Leon Chalupka und Nico Knödlseder, sollen sich gleich fünf A-Jugendliche etablieren. Hinzu kommen die bisherigen Transfers von Marius Grune (SV 08/29 Friedrichfeld), Henry Emanuel Schulze (Meiderich 06/95) und Kwame Golomb (Meiderich 06/95). Schramm will sich auch mit der neuen Mannschaft weiter festigen und in der Bezirksliga festsetzen.

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