Handball-Regionalliga

Trainer Jakobs war mit Remis des MTV Dinslaken zufrieden

Armknoten: Phillip Tuda (l.) kommt hier nicht zum Wurf.

Armknoten: Phillip Tuda (l.) kommt hier nicht zum Wurf.

Foto: Olaf Fuhrmann

Dinslaken.   Gute Nachricht für alle Fans der Dinslakener Regionalliga-Handballer: Der MTV Rheinwacht bleibt nach dem 28:28 gegen BTB Aachen Tabellenführer.

Die gute Nachricht für alle Fans der Dinslakener Regionalliga-Handballer: Der MTV Rheinwacht bleibt Tabellenführer. Die etwas schlechtere: Der Aufsteiger kam im Heimspiel gegen BTB Aachen nicht über ein 28:28 (16:14) hinaus. Während die Gäste den Punktgewinn beim Spitzenreiter hinterher ausgelassen feierten, gingen die Köpfe bei den Hausherren erst einmal nach unten. Mit einer bislang überragenden Saison haben sich die Dinslakener die Messlatte selbst schon weit nach oben gelegt. So weit, dass ein Remis in heimischer Halle gegen einen richtig guten Kontrahenten vordergründig schon einmal enttäuschend wirken kann.

Harald Jakobs war nach der Schlusssirene aber schnell um eine zurückhaltendere Einordnung bemüht: „Ich bin mit dem Punkt zufrieden“, erklärte der MTV-Trainer und schob gleich ein Lob für den Rivalen hinterher: „Meine Hochachtung für Aachen. Das war wirklich ein sehr anspruchsvoller Gegner.“

„Selbst verdaddelt“

Nicht ganz so begeistert wie von den Aachenern zeigte sich Jakobs allerdings von der Leistung der beiden Unparteiischen. Der Dinslakener Übungsleiter vermisste im Verlauf der 60 Spielminuten schon einige Siebenmeterpfiffe für sein Team, in der Schlussphase kamen die Dinslakener dann nicht mehr gut weg.

Erst erkannten die Schiedsrichter ein BTB-Tor an, obwohl der Gästetrainer längst die grüne Karte auf den Zeitnehmertisch gelegt hatten. Dann verwehrten sie einem regulären Treffer von Rheinwacht-Kreisläufer Dennis Backhaus die Anerkennung. Zwei Entscheidungen, die in der engen Schlussphase besonders bitter waren.

„Das Unentschieden war aber schon ein gerechtes Ergebnis“, erklärte Dinslakens zweiter Kreisläufer Christoph Enders einsichtig. „Wir haben es trotzdem selbst verdaddelt“, befand MTV-Kapitän Marco Banning, wobei der Torhüter insbesondere auf eine Phase Mitte der zweiten Hälfte anspielte. Mit 22:18 (43.) lag seine Mannschaft nämlich noch vorne, ehe im Angriff fast zehn Minuten lang kein Treffer mehr gelang und der BTB, der bis dato immer hinten gelegen hatte, mit fünf Toren in Serie die erste Wende schaffte.

Dass die Dinslakener auch nach solchen Durststrecken die Nerven behalten und mit viel Einsatz zurückschlagen können, haben sie in dieser Spielzeit schon häufig unter Beweis gestellt. Auch gestern kam Rheinwacht zurück und hatte beim 26:24 (55.) schon wieder die besseren Karten. Als Abwehrspezialist Robert Jakobs schließlich knapp zwei Minuten vor dem Ende per Tempogegenstoß auf 28:26 stellte, tobten die Zuschauer in der Douvermannhalle, doch im Gegenangriff handelte sich der Torschütze seine zweite Zeitstrafe ein. Die Überzahl nutzten die Aachener geschickt, um erneut auszugleichen. Und im letzten Angriff konnten sich die Dinslakener mit einem Mann weniger auf dem Feld keine gute Wurfsituation mehr erarbeiten.

Die Vorlage, die Tusem Essens Reserve am Vorabend mit dem überraschenden 32:30-Sieg beim ersten MTV-Verfolger aus Opladen gegeben hatte, konnten die Dinslakener nicht ganz verwerten. Der Vorsprung auf die Leverkusener wurde zwar auf zwei Punkte ausgebaut. Dafür ist der große Favorit aus Ratingen nach Minuspunkten wieder auf einen Zähler herangekommen.

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