Fußball-Oberliga

TV Jahn Hiesfeld gewinnt wilden Schlagabtausch

Umzingelt vom FSV: Gino Mastrolonardo (3.v.r.) erzielte in Vohwinkel das zwischenzeitliche 2:2 für den TV Jahn Hiesfeld.

Foto: Gerd Hermann

Umzingelt vom FSV: Gino Mastrolonardo (3.v.r.) erzielte in Vohwinkel das zwischenzeitliche 2:2 für den TV Jahn Hiesfeld.

Dinslaken.   Für den ersten Sieg des Jahres nahmen die Oberliga-Fußballer des TV Jahn Hiesfeld am Mittwochabend einen langen Anlauf zum FSV Vohwinkel.

Für den ersten Sieg des Jahres nahmen die Oberliga-Fußballer des TV Jahn Hiesfeld am Mittwochabend einen langen Anlauf. 66,4 Kilometer misst die Strecke vom Vereinshaus der „Veilchen“ an der Dorfstraße bis zur Anlage des FSV Vohwinkel. In Wuppertal sollte die kleine Serie von drei Spielen ohne „Dreier“ nach zwei Unentschieden und einer Niederlage enden. Was nach einer einfachen Vorgabe für den Tabellenvierten beim Viertletzten klingt, wurde zu einer vertrackten wie wilden Angelegenheit: Am Ende entführten die Hiesfelder mit einem 4:3 (3:3) die Punkte.

Trainer Thomas Drotboom warf bei der Aufstellung die Rotationsmaschine an, gegenüber dem 1:1 am Sonntag gegen die Spvg. Schonnebeck wirbelte sie mit Ioannis Alexiou, Ekin Yolasan und Damiano Schirru drei Akteure aus der Startelf, für sie durften Nico Klaß, Lennart Laader sowie Dalibor Gataric von Beginn an auflaufen. Sie wurden in der ersten Halbzeit Teil eines spektakulären Spielverlaufs mit sechs Treffern innerhalb von 21 Minuten.

Der Knoten ist geplatzt

Der Sekundenzeiger hatte gerade sieben Umdrehungen hinter sich, als die Gäste durch Joel Zwikirsch zum ersten Mal jubeln durften. „Beim Schuhanziehen in der Kabine hat bei Joel die Lasche geknackt. Da hat er gesagt: Der Knoten ist geplatzt, gleich schieß’ ich ein Tor“, erzählte Drotboom hinterher. Gesagt, getan. Doch der abstiegsgefährdete FSV schlug blitzschnell zurück: Erst gelang Frederic Lühr der Ausgleich nach 14 Minuten, dann drehte Robin Rehmes mit dem 2:1 (15.) für die Hausherren das Geschehen. Am Tag der offenen Tore beteiligten sich aber weiter beide Seiten. In der 18. Minute schoss Gino Mastrolonardo für den TV Jahn das 2:2, sechs Minuten darauf lagen die Hiesfelder wieder vorn – diesmal netzte Robin Riebling ein. Das konnte doch noch nicht alles sein, dachte sich Ryo Terada und stellte das Resultat umgehend erneut auf Unentschieden (28.).

Erst danach beruhigte sich das Geschehen allmählich, beide Seiten verstärkten die Abwehrreihen. Der siebte Streich ließ so etwas auf sich warten – genau bis zur 68. Minute. Der gerade eingewechselte Pascal Spors mimte den perfekten Joker, indem er nach einem Eckstoß per Kopf das 4:3 für die „Veilchen“ markierte. „Mit Ankündigung“, so Thomas Drotboom, „er wollte unbedingt vor der Ecke ins Spiel und hat gesagt, den Ball köpft er rein“.

Und tatsächlich blieb das der letzte Einschlag an einem denkwürdigen Abend, der dem TV Jahn nicht nur den ersten Sieg des Jahres, sondern auch die Verbesserung auf den dritten Platz brachte.

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