Hallenbad

TV Voerde übt Kritik an Informationspolitik der Stadt

Das Hallenbad in Voerde soll am 2. September wieder öffnen.

Das Hallenbad in Voerde soll am 2. September wieder öffnen.

Foto: Lars Fröhlich / FFS

Voerde.  Die Stadt Voerde ist guter Dinge, dass das Hallenbad am 2. September den Betrieb aufnehmen kann. Der TV Voerde fühlt sich schlecht informiert.

Die Stadt hält aktuell am 2. September als Wiedereröffnungstermin für das Hallenbad fest. Das Datum war vor einer Woche kommuniziert worden. Inzwischen ist wieder Wasser im Schwimmerbecken, die Spülungen laufen. Spätestens am 19. August soll die Wasserprobe entnommen werden, wie Jürgen Hülser, allgemeiner Vertreter des Bürgermeisters, auf NRZ-Nachfrage erklärte. Die Stadt hoffe sehr, dass das Ergebnis so ausfällt, dass das Hallenbad am 2. September der Bevölkerung wieder zur Verfügung gestellt werden kann.

Zäher Informationsfluss

Beim TV Voerde haben sie indes gelernt, sich in Geduld zu üben. Was bleibt ihnen auch anderes übrig. Seit nunmehr fast eineinviertel Jahren sitzen die Schwimmer des Vereins quasi auf dem Trockenen. Seitdem das Hallenbad in Voerde geschlossen ist, befindet sich eine ganze Sparte im Wartestand. Ob sich am 2. September tatsächlich die Türen des Bades wieder öffnen? „Hier weiß keiner so richtig, wie es weitergeht. Aber ob der genannte Termin wirklich gehalten werden kann, sei mal dahingestellt“, sagt Marian Sowa, Abteilungsleiter Schwimmen beim TV Voerde, mit einer gewissen Vorsicht.

Genervt sind Funktionäre und Aktive gleichermaßen von der mangelnden Kommunikation der Stadt. „Die Informationspolitik ist sehr dürftig. Das sorgt bei vielen für Unmut – ganz besonders aber bei den Eltern der Kinder, die bei uns schwimmen“, weiß Sowa. Über den aktuellen Stand der Dinge können die Voerder nur mutmaßen, verbindliche Infos sind Mangelware.

Termine liegen auf Eis

Auch Burkhard Loll, beim Verein zuständig für die Öffentlichkeitsarbeit, wundert sich über den zähen Informationsfluss: „Wir warten auf eine klare Ansage der Stadt, wann wir denn nun loslegen können.“ In den Wintermonaten konnte der TVV mit seinen betroffenen Sportlern nach Hünxe ausweichen. Zuletzt trainierten die Aktiven im Voerder Freibad. Das Problem: „Wenn sich die Wiedereröffnung aber weiter hinzieht, müssten wir uns ja wieder mit den Schwimmfreunden Hünxe in Verbindung setzen“, so Loll. Die ursprünglich mal geplante Schwimm-Stadtmeisterschaft, die der TV Voerde hätte mitorganisieren sollen, liegt sowieso auf Eis. Und ansonsten? „Wir gucken einfach mal. Mehr geht gerade nicht“, sagt Marian Sowa und seufzt.

Zusätzlich zu den vielen Ungewissheiten hatte die Schwimmabteilung des TVV in den vergangenen Monaten auch mit leichtem Mitgliederschwund zu kämpfen. „Das war jetzt nicht so dramatisch, aber es war schon mehr als sonst“, sagt Marian Sowa und auch Burkhard Loll kann bestätigen: „Einige haben sich sicher gedacht, dass sie sich dann auch gleich in Hünxe anmelden können.“

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