Aufstiegsspiel zur Bezirksliga

TV Voerde verpasst den Aufstieg in die Bezirksliga

Enttäuscht: Co-Trainer Marc Scotti (l.) und der TV Voerde bleiben in der Fußball-Kreisliga A.

Enttäuscht: Co-Trainer Marc Scotti (l.) und der TV Voerde bleiben in der Fußball-Kreisliga A.

Foto: Simon Kieser / Funke Foto Fotoservices

Voerde.   Die Fußballer des TV Voerde müssen als Meister weiter in der Kreisliga A spielen. Das zweite Spiel um den Aufstieg bei Duisburg 08 ging verloren.

Den Gewinn der Meisterschaft in der Kreisliga A kann dem TV Voerde niemand nehmen, doch der Lohn bleibt den Fußballern am Ende verwehrt. Im Rückspiel der Aufstiegsrelegation zur Bezirksliga verloren die Voerder am Sonntag bei Duisburg 08 mit 0:4 (0:0) – die zweite Niederlage nach dem 2:3 auf eigener Anlage eine Woche zuvor besiegelte das Ende aller Träume, in der nächsten Saison eine Klasse höher zu spielen.

Es war heiß an der Paul-Esch-Straße in Hochfeld, in mehrfacher Hinsicht. 1150 Zuschauer sorgten für einen würdigen Rahmen während der Partie, weit vor dem Anpfiff waren Parkplätze im Umfeld rar. Und die sommerliche Hitze jenseits der 30-Grad-Marke machte beiden Teams auf dem Platz das Leben noch etwas schwerer. Wobei den Gästen die körperlichen Schwierigkeiten deutlicher anzumerken waren. Nicht nur, weil Duisburg von Beginn an aufs Gaspedal drückte, auf eine schnelle Entscheidung drängte. Denn die Voerder Mannschaft hatte zwar schon seit langem mit der Möglichkeit gerechnet, dass sie nach Saisonschluss noch um den Aufstieg spielt, aber nicht mit dem späten Zeitpunkt der Relegation, und ging nahezu unvorbereitet in diese Partie. In der vergangenen Woche stand für den TVV die Saisonabschlussfahrt nach Bulgarien an, während der Gegner in Ruhe in heimischen Gefilden der entscheidenden Begegnung harrte. Erst Freitagnacht landete Voerde wieder in Deutschland, die fehlende Frische wirkte sich während der neunzig Minuten aus.

Die Null stand für eine Halbzeit

Eine Halbzeit lang stand trotzdem die Null in der Defensive, vor allem dank des gut aufgelegten Voerder Torwarts Matthias Brandt, der einige brenzlige Situationen entschärfte. „Wir sind gar nicht ins Spiel gekommen“, seufzte Co-Trainer Marc Scotti, der den urlaubenden Chefcoach Jörg Lieg vertrat. „Duisburg hat uns direkt unter Druck gesetzt, so wie wir es im Hinspiel gemacht haben.“ Lediglich eine Gelegenheit verzeichneten die Voerder nach einer halben Stunde: Erst trat Daniel Fahnenbruck im Strafraum in aussichtsreicher Position über den Ball, Sekunden später zielte Christopher Harder aus kurzer Distanz neben das Tor. Die Hoffnung, den Rückstand aus dem Hinspiel aufholen zu können, lebte dennoch weiter.

Jedoch nur noch sieben Minuten nach der Pause: Als Adriano Secondino (50.) und Jeonghoon Ahn (52.) zwei Fehler in der Voerder Defensive per Doppelschlag zum 2:0 nutzten, schwanden Erfolgsaussichten und Kräfte sichtbar. Und als sich Andre Kühnen acht Minuten nach seiner Einwechslung eine rote Karte wegen Nachtretens einhandelte, sanken sie gen Null. Cagri Düven (76.) und Egzon Krasniqi (89.) machten den Deckel drauf. Duisburg jubelte über den Aufstieg, Voerde muss ein weiteres Jahr in der Kreisliga A spielen.

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