100 Jahre VfB Lohberg

VfB Lohberg blickte zum Jubiläum zurück und in die Zukunft

Stadtwerke-Pressesprecher Wolfgang Kammann, Bürgermeister Michael Heidinger, Schirmherr Reinhard Hoffacker und Vereinsvorsitzende Karina Wistuba beim Festakt des VfB.

Stadtwerke-Pressesprecher Wolfgang Kammann, Bürgermeister Michael Heidinger, Schirmherr Reinhard Hoffacker und Vereinsvorsitzende Karina Wistuba beim Festakt des VfB.

Foto: Jochen Emde

Dinslaken.   Der VfB Lohberg hat sein 100-jähriges Bestehen mit einem Festakt in der alten Zechenwerkstatt des ehemaligen Bergwerks gefeiert.

Nach dem unterhaltsamen Freundschaftsspiel des Fußball-A-Kreisligisten VfB Lohberg gegen die Traditionsmannschaft des Bundesligisten Borussia Dortmund am vorherigen Wochenende, feierte der Verein am Samstag in der altehrwürdigen Zechenwerkstatt offiziell sein 100-jähriges Jubiläum. Rund 100 Gäste aus allen Abteilungen (Fußball, Handball, Tennis) waren zu dem Festakt gekommen. Auch der Männergesangverein Concordia des Bergwerks Lohberg gab sich die Ehre, die Veranstaltung musikalisch zu untermalen.

Klaus Schwan, der stellvertretende Vorsitzende, eröffnete die Veranstaltung und konnte dabei unter anderem Peter Frymuth, den Präsidenten des Fußballverbandes Niederrhein, sowie Dinslakens Bürgermeister Michael Heidinger begrüßen. Doch zunächst ergriff VfB-Ehrenpräsident Karl-Heinz Kriener das Wort und betonte, dass „die Glanzzeiten des VfB zwar einige Jahrzehnte zurückliegen, aber kein Dinslakener Verein mit einer so von Erfolgen gespickten Geschichte aufwarten kann.“ Kriener blickte auf die Geschichte des Vereins zurück, der 1959 in die Fußball-Verbandsliga Niederrhein, die damals höchste Amateurklasse, aufstieg, sich in einem Freundschaftsspiel 3:3 vom 1. FC Kaiserslautern mit den Weltmeistern Fritz und Ottmar Walter sowie Werner Liebrich trennte und im Jahr 1963 nach Siegen über Hamborn 07, Schwarz-Weiß Essen und Alemannia Aachen das Achtelfinale im DFB-Pokal erreichte (3:4 gegen Werder Bremen).

Kriener hofft auf die Fußball-Jugend

Im Jahr 1961 wurde beim VfB die Tennisabteilung gegründet, die zu Spitzenzeiten etwa 250 Mitglieder zählte, aktuell sind es ungefähr 110. Die 1930 gegründete Handballabteilung musste während des zweiten Weltkriegs und einige Jahre danach ihren Betrieb einstellen, konnte ab dem Jahr 1951 dann aber wieder den Spielbetrieb aufnehmen. Außerdem schilderte Kriener, dass die Fußball-Jugendabteilung des Vereins für Bewegungsspiele vor zwei Jahren kurz vor dem Aus stand, die Verantwortlichen sich dann aber besannen und mittlerweile vier Mannschaften im Spielbetrieb anmelden konnten. „Es ist ein harter Weg, aber er ist machbar“, meinte der Ehrenvorsitzende.

Das Freizeitverhalten der Kinder und Jugendlichen habe sich total gewandelt, man müsse noch mehr auf sie zugehen und die neue Bezirkssportanlage Lohberg, die ab dem nächsten Jahr gebaut wird, soll einen Teil dazu beitragen, hofft Kriener. Nach dem Ehrenpräsidenten kam Peter Frymuth zu Wort und lobte zunächst Kriener für seine Rede. „Diese Rede hat gezeigt, dass er ganz wesentlicher Bestandteil dieses Vereins ist.“

Frymuth bietet Unterstützung an

Zum VfB sagte der Präsident des FVN: „Es ist beachtlich, dass man nach so einer Talsohle im Jugendfußball wieder etwas aufbaut. Der FVN bietet jede mögliche Unterstützung an. Es ist immer ein Problem, ehrenamtliche Mitarbeiter zu finden.“ Das zweite zentrale Thema sei die Infrastruktur, aber es sei im Fußball-Kreis zu beobachten, dass, sobald Kunstrasen da ist, mehr Leute auf die Sportanlagen kommen, wie Frymuth berichtet. Zum Jubiläum erhielt der Vorstand des VfB von Frymuth noch eine Plakette des DFB, einen Scheck sowie einige Fußbälle.

Der VfB-Vorstand nutzte die Gelegenheit auch, um seine Jubilare zu ehren. Besonders zu erwähnen sind dabei Herbert Bialluch, besser bekannt als „Hebsche“, der 75 Jahre Vereinsmitglied ist, sowie Wilhelm Petzel, der für 70 Jahre Vereinszugehörigkeit geehrt wurde. Zum Schluss betonte Klaus Schwan, „dass es zu hoffen bleibt, dass der VfB seinen Weg trotz aller Schwierigkeiten weiterverfolgen kann. Unsere höchste Aufgabe ist es, den Weg der Jugend zu pflegen und langfristig in ruhige Fahrwasser zu gelangen.“

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