Fußball-Bundesliga

Abwehrschnitzer kostet Spiel: Fortuna unterliegt Frankfurt

Ein niedergeschlagener Niko Giesselmann. Ihm unterlief der fehler vor dem 1:2.

Ein niedergeschlagener Niko Giesselmann. Ihm unterlief der fehler vor dem 1:2.

Foto: Arne Dedert / dpa

Düsseldorf.  In der Schlussphase geht Niko Gießelmann die Puste aus. Das nutzt die Eintracht, greift immer wieder über die linke Düsseldorfer Abwehrseite an.

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Europapokal-Euphorie? Das sah dann doch lange Zeit eher nach Europapokal-Kater bei Eintracht Frankfurt aus. Ein 1:7 würde das nicht werden – wie im Vorjahr. Das war früh klar. Dennoch taten die Hessen dem Team des Fußball-Bundesligisten Fortuna Düsseldorf wieder weh. Vier Minuten vor dem Ende, als sich die Mannschaft von Trainer Friedhelm Funkel darauf freuen konnte, mit einem Punkt nach Hause zu fahren, schoss Niko Gießelmann auf der linken Abwehrseite einen Bock. „Wäre Niko da nicht hochgesprungen, wäre sein Gegenspieler nicht noch einmal in Ballbesitz gekommen“, sagte Fortuna-Trainer Friedhelm Funkel. So aber konnte Danny da Costa flanken, fand Goncalo Paciencia, der keine Mühe hatte zum 2:1-Sieg zu vollenden. Funkel wäre nicht Funkel, würde er sich trotz der bitteren Niederlage nicht vor seine Mannschaft stellen. „Das war erneut ein sehr gutes Auswärtsspieler von uns“, betonte der Coach.

Bitter war der Ausgang allerdings für Gießelmann. Denn dieses Tor hatte sich angekündigt. Dem Fortunen ging merklich die Puste aus, er hatte zwei-, dreimal vor dem 1:2 große Probleme, was die Eintracht offenbar erkannte und in der Schlussphase verstärkt über rechts angriff.

Dennoch hat Funkel recht – es sah lange Zeit gut aus, wie sich die Fortuna gegen die auf internationaler Bühne so begeisternden Frankfurter anstellten. Denn zunächst waren es die Fortunen, die auffälliger spielten. Rouwen Hennings hatte in der 15. Minute eine gute Gelegenheit, verstolperte sie aber etwas, was weniger ärgerlich war, weil der Angreifer im nicht angezeigten Abseits stand, was aber wohl noch gepfiffen worden wäre. Erst nach 20 Minuten kam Frankfurt zum ersten, zudem noch harmlosen Torabschluss. Gefährlicher agierte da der starke Paciencia bei einem Kopfball (35.).

Schnell ausgeführter Einwurf

Doch kurz danach führte die Fortuna, weil es die Rot-Weißen nach einem Einwurf schnell machten. Auf einmal flog der Ball ins Zentrum, wo sich kein Frankfurter für Hennings zuständig sah, der per Kopf zum 1:0 für Düsseldorf erfolgreich war. Daichi Kamada hatte kurz vor der Pause noch eine gute Gelegenheit für die Eintracht, doch die Fortuna ging mit einer Führung in die Pause.

Dann jedoch zeigten die Frankfurt, dass sie nicht nur Europapokal-Gala, sondern auch Bundesliga-Arbeit können. Daran hatte Bas Dost in seinem ersten Spiel für die Eintracht maßgeblichen Anteil. Der groß gewachsene Niederländer stellte die Fortuna-Abwehr immer wieder vor Probleme – und traf schließlich auch zum 1:1 für die Eintracht. Erstaunlicherweise fiel dieser Treffer zwar aus gänzlich anderen Positionen, aber dennoch ähnlich wie das Düsseldorfer 1:0. Ein schnell ausgeführter Einwurf, wird ins Zentrum geschlagen, wo Dost nah am Tor völlig unbedrängt steht und per Kopf zum Ausgleich erfolgreich ist. Die Eintracht brannte danach kein Feuerwerk ab, wurde aber immer dominanter. Die Fortuna hatte zunächst noch Glück, weil Paciencia (81.) und Kamada (84.) gute Gelegenheiten in der Endphase des Spiels ungenutzt ließen – doch dann fiel der Frankfurter Siegtreffer doch noch.

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