Fußball-Bundesliga

Ball war drin, aber vorher im Aus: Fortuna spielt remis

Das Foto zeigt’s: Der Ball war vor dem 1:0-Führungstreffer der Fortuna im Seitenaus. Matthias Zimmermann spielte dann die Flanke.

Das Foto zeigt’s: Der Ball war vor dem 1:0-Führungstreffer der Fortuna im Seitenaus. Matthias Zimmermann spielte dann die Flanke.

Foto: Marius Becker / dpa

Düsseldorf.  Niko Gießelmann erzielt sein erstes Bundesliga-Tor – wunderschön, allerdings auch irregulär. Fortuna Düsseldorf spielt 1:1 gegen Wolfsburg.

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Das erste Bundesliga-Tor ist für jeden Fußballer etwas Besonderes. Niko Gießelmann hat bereits dreimal für Fortuna Düsseldorf in Punktspielen getroffen – aber bisher nur im Unterhaus. Als der Abwehrspieler in der 16. Minute des Spiels gegen den VfL Wolfsburg aufrückte, den Ball auf der linken Seite direkt nahm und in den kurzen Winkel nagelte, hatte Gießelmann seinen besonderen Moment. Und beinahe wäre er ihm wieder flöten gegangen, denn die DAZN-Fernsehbilder legten aus gleich zwei Winkeln nah, dass der Ball in der Entstehung des Spielzugs die Auslinie mit vollem Umfang überquert hatte – der Ball berührte die Linie nicht mehr. Auch Fotos belegen diese Ansicht. Doch auch nach dem Videobeweis hatte der Treffer Bestand. Die einzige Erklärung: Von oben muss es so ausgesehen haben, als wäre der Ball eben doch nicht mit vollem Umfang über die Linie gekullert.

Letztlich war dieses kuriose wie wunderschöne Tor Bestandteil einer Partie, die mit einem 1:1 (1:1) zu Ende ging. Los ging es allerdings mit einem VfL Wolfsburg, der in den ersten Minuten viel Druck machte. Gegenüber dem Frankfurt-Spiel hatte Trainer Friedhelm Funkel auf zwei Positionen gewechselt: Robin Bormuth und Lewis Baker standen in der Startelf und ersetzten damit Andre Hoffmann und Alfredo Morales. Im 4-1-4-1-System erwarteten die Düsseldorfer ihre Gäste zunächst vergleichsweise tiefstehend. Und aus dem Gewühl hatten erst Josip Brekalo, dann Maximilian Arnold nach einer „Billard-Situation“ die frühe Chance zur Wolfsburger Führung (3.). Nach rund zehn Minuten hatte sich die Fortuna allerdings befreit, kam im Spiel an – und belohnte sich mit Gießelmanns Tor für ihr Bemühen.

Ausgleich nach halber Stunde

Doch nach 29 Minuten stand es schließlich 1:1. An der rechten Linie setzte sich der VfL wiederholt durch, der Ball kam zu Brekalo, der sich an der Grundlinie überragend durchsetzte, den Ball nach innen legte, wo der zentral heran rauschende Wout Weghorst keine Mühe hatte, den Treffer für die Niedersachsen zu erzielen.

Insgesamt boten beide Teams eine ausgesprochen flotte erste Hälfte – wovon in der ersten Viertelstunde nach Wiederbeginn allerdings nicht mehr viel zu spüren war. Wolfsburg drückte die Partie nach und nach in die Düsseldorfer Hälfte, sodass Pavao Pervan im VfL-Tor, der den verletzten Wolfsburger Stammkeeper Koen Casteels (Haarriss im Wadenbein) vertrat, nur wenig zu tun hatte. In der 70. Minute sorgte Rouwen Hennings für Aufmerksamkeit, allerdings stand er vor seinem Torabschluss im Abseits. Am Ende konnte die Fortuna das Remis als Erfolg gegen den Tabellendritten aus Wolfsburg verbuchen. Denn das Niveau der zweiten Halbzeit blieb im Keller, allerdings waren die Wolfsburger dabei immer einen Schritt näher am Fortuna-Tor als andersherum.

Am Sonntag, 22. September, braucht es eine Steigerung, wenn es zum Derby nach Mönchengladbach geht.

Auch die Regionalliga-Reserve der Fortuna war am Freitagabend im Einsatz. In Duisburg setzte sich die Mannschaft von Nico Michaty mit 4:2 (2:1) gegen den Neuling VfB Homberg durch. Dabei sah Moritz Montag schon nach 35 Minuten die Rote Karte wegen einer Notbremse. Für die Tore sorgten Timo Bornemann (2), Dustin Willms und Michel Stöcker.

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