Eishockey

Bei der Düsseldorf EG herrscht Derbyfieber im ISS-Dome

Foto: osnapix / Duckwitz via www.imago-images.de / imago images/osnapix

Düsseldorf.  Gastspiel der Kölner Haie am Freitag in Düsseldorf zum 225. rheinischen Derby ist ausverkauft. Otto Schneitberger wird im Vorfeld geehrt.

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Stimmungsvoll wird es in jedem Fall – sogar schon vor dem ersten Bully. Die Mannschaften der DEG und der Kölner Haie kommen am Freitag eigens einige Minuten eher aufs Eis, um einem ganz Großen des deutschen Eishockeys die Ehre zu erweisen. Otto Schneitberger, der Ende September seinen 80. Geburtstag feierte, bekommt ein rot-gelbes Banner mit seiner Rückennummer zwei, das sein früherer Mitspieler und spätere Teammanager Walter Köberle unter das Dach des ISS Dome hisst. Köberle und Meistertorhüter Hans-Joachim Schmengler gehören auch zu den Laudatoren Schneitbergers bei der Ehrung, für die die DEG die Fans bittet, fünf Minuten früher als gewohnt ihre Plätze einzunehmen.

Frühzeitiges Erscheinen ist diesmal allerdings ohnehin angeraten, denn zum 225. rheinischen Derby ist der Dome zum ersten Mal in dieser Saison ausverkauft. Lediglich ein paar vereinzelte VIP-Tickets für die Business Seats sind noch zu haben, die 13.205 regulären Karten sind seit Tagen vergriffen. Fast wie in alten Zeiten also, als die Anhänger vor den Vorverkaufsstellen nächtigten, wenn sie ein Ticket für ein Haie-Gastspiel ergattern wollten.

Haie haben sich stabilisiert

Auch der sportliche Hintergrund rechtfertigt das Interesse an der Partie, denn es geht um nicht weniger als die Eishockey-Vorherrschaft am Rhein. Nach schwachem Start haben sich die Kölner Haie inzwischen stabilisiert und lauern in der DEL-Tabelle mit nur drei Punkten Rückstand auf die fünftplatzierte DEG auf Rang acht. Es droht also die Wachablösung, zumal die Düsseldorfer EG das erste Saisonderby in der Lanxess-Arena höchst über­flüssigerweise mit 1:4 verlor.

„Die Haie sind auf dem aufsteigenden Ast“, mahnt DEG-Trainer Harold Kreis. „Sie zeigen viel mehr Spielverständnis als in der ersten Saisonphase. Sie sind sehr stabil geworden, verlassen sich nicht mehr auf Einzelaktionen und glauben auch bei Rückständen wieder daran, in ein Spiel zurückkommen zu können.“ Bitter aus Düsseldorfer Sicht, dass die DEG selbst sich bei besagtem 1:4 nach eigener 1:0-Führung als Steigbügelhalter betätigte.

Fokus nicht auf dem Gegner

Kreis legt allerdings Wert auf die Feststellung, dass „unser Fokus nicht auf den kommenden Gegnern Köln und Mannheim liegt, sondern auf unserer Mannschaft“. Diese leistete sich am vergangenen Wochenende ein kurioses Problem: Schwache Defensive und starke Offensive beim 6:5 gegen Ingolstadt, exakt umgedrehte Parameter beim 0:3 in Nürnberg. „Da müssen wir in eine Balance kommen“, fordert der Chefcoach. „Interessanterweise haben wir diese Balance ausgerechnet gegen die beste Mannschaft der Liga gefunden, gegen München. Jetzt fordern uns wieder zwei starke Teams, da muss es ebenso gelingen.“

Marco Nowak, der nach seiner Oberschenkel-Operation bis in den Februar hinein ausfällt, und Chad Nehring (Oberkörperverletzung) können dabei nicht helfen, vielleicht jedoch Victor Svensson, der nach überstandenem Muskelfaserriss täglich Fortschritte macht. „Dann hätten wir wieder zwölf Stürmer“, erklärt Kreis. „Das wäre schon eine große Hilfe.“ Das gilt auch für ein Überzahltor – auf ein solches wartet die DEG seit vier Spielen.

Die restlichen Karten für die Business Seats können unter 0211/86 32 59 45 gebucht werden.

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