Tischtennis

Dang Qiu gewinnt das Masters-Finale in Düsseldorf

Qiu Dang aus Grünwettersbach sicherte sich den Gesamtsieg bei den Düsseldorf Masters.

Qiu Dang aus Grünwettersbach sicherte sich den Gesamtsieg bei den Düsseldorf Masters.

Foto: HORSTMüLLER

Düsseldorf.  Anton Källberg von Borussia Düsseldorf erreicht das Halbfinale der Turnierserie, unterliegt dort aber Steffen Mengel aus Mühlhausen.

Dang Qiu ist Gesamtsieger der Tischtennis-Turnierserie „Düsseldorf Masters“. Der Weltranglisten-52. aus Grünwettersbach besiegte im Endspiel des Finalturniers seinen Nationalmannschaftskollegen Steffen Mengel (Weltrangliste 140) aus Mühlhausen mit 4:1 (11:6, 11:7, 11:4, 5:11, 11:4). Qiu bestätigte damit seine starke Form in diesem Jahr, in dem er bereits vor der Corona-Pause die Portugal Open und damit sein erstes internationales Turnier gewonnen hatte. Borusse Anton Källberg hatte sich bis ins Halbfinale gespielt, fand dort gegen Mengel aber nie zu seinem Rhythmus und verlor 0:4 (5:11, 8:11, 7:11, 8:11). Einzig im zweiten Satz gelang Källberg mal eine Führung, die aber verspielte der junge Schwede zum Satzende hin. „Steffen hat das ganze Match gut und sehr sicher gespielt. Ich hingegen habe viele einfache Fehler und nicht genug Druck gemacht“, analysierte ein geknickter Källberg. „Ich hatte leider keine Chance.“

Franziska patzte

Dass sich Qiu ins Finale spielen könnte, war erwartet worden. Doch auf der anderen Seite des Tisches hatten die Fachleute mit dem Ex-Borussen Patrick Franziska (WR 16) gerechnet. „Franz“ hatte seinen aktuellen Verein, den 1. FC Saarbrücken TT, noch vor wenigen Wochen zur deutschen Mannschaftsmeisterschaft geführt, unterlag aber im Masters-Finalturnier gegen Zweitliga-Spieler Geritt Engemann (WR 291) vom TTC GW Bad Hamm in sieben Sätzen. Der U-21-EM-Finalist von 2019 drehte das Match ausgerechnet in jenem Moment, als der Weltranglisten-16. bei 2:2 nach Sätzen im fünften Durchgang bei einer 7:3-Führung auf der Siegerstraße schien. Zweitligaspieler Engemann holte sich den Satz mit 11:8 und ließ sich anschließend auch vom 3:3-Ausgleich des EM-Dritten nicht beeindrucken. Der Entscheidungssatz ging nach einem 5:0-Start sogar mit 11:3 an den Westfalen.

„Ich kann es selbst noch nicht wirklich glauben“, meinte Engemann. „Patrick hatte sicherlich nicht seinen besten Tag und es herrschten wegen der hohen Luftfeuchtigkeit in der Halle auch schwierige Verhältnisse. Aber ich habe gut gespielt und bin sehr glücklich, einen Spieler geschlagen zu haben, der so hoch in der Weltrangliste eingestuft ist. Das ist mir noch nie zuvor gelungen." Danach aber war es mit dem Engemann-Siegeszug vorbei. Die Vorschlussrunde gegen Qiu ging mit 4:1 an den Mann aus Grünwettersbach. Auch Rekordeuropameister Timo Boll (WR 10) und der Weltranglistenelfte Dimitrij Ovtcharov hätten das Finalturnier bestreiten sollen. Boll hatte wegen einer Magen-Darm-Verstimmung absagen müssen, Ovtcharov war aufgrund von Verpflichtungen für seinen Verein Fakel Gazprom Orenburg nicht abkömmlich. (tino)

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