Basektball-Bundesliga

Das unglaublich bunte Giants-Spielerkarussell

Foto: Uwe Schaffmeister

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Düsseldorf. Wer waren noch Hodges, Hampton und Ard? Als eine Berg- und Talfahrt kann man die abgelaufene Basketball-Bundesliga-Saison der Giants nicht bezeichnen. Die Reisholzer Korbwerfer trugen die „Rote Laterne“ permanent. Dafür gab es abseits des Parketts ein Spielerkarussell, das sich ständig schwungvoll begwegte. Nur sieben Akteure, die bereits vor dem ersten BBL-Spiel am 1. Oktober in Bremerhaven im Kader standen, blieben bis zum Saisonende an der Karl-Hohmann-Straße.

Kurz nach Erhalt der Spiellizenz per Wildcard vermeldete der neu vorgestellte Trainer Murat Didin mit Jibril Hodges, Eric Vierneisel und Dorian McDaniel am 15. August die ersten Neuen. Zwei Tage später folgten mit Joseph Buck und Nikita Khartchenkov weitere Werfer. Dann kam ein Trio: Patrick Wischnewski, DeAndre Haynes und Rocky Hampton. Mit Eddie Ard und Ex-Magics-Werfer Marin Petric lud Didin weitere Spieler in die Giants-Reihen, bevor das Team am 1. September zum 18-tägigen Trainingslager in die türkischen Metropolen Istanbul und Antalya aufbrach. In seiner Heimat testete der 56-Jährige zudem Fatih Solak, Linas Lekavicius und Laimonas Kisielius. Von denen nur der Litauer Kisielius einen Vertrag erhielt.

Wieder in Düsseldorf eingetroffen fanden sich mit Mladejen Stojacic, Stefan Sljivancanin und Ransford Brempong weitere Testspieler ein, von denen nur der Kanadier Brempong „überlebte“. So wollten die Giants am 1. Oktober beim ersten Punktspiel mit dem eingeflogenen „Jacksonville-Jet“ London Warren sowie elf weiteren Korbwerfern starten.

Doch denkste! 24 Stunden zuvor zog Didin alle Register. Und ging wenige Minuten vor der Meldefrist um Mitternacht des 30. September nochmals auf Einkaufstour. Für die kurzfristig verpflichteten Spieler Steven Wright, Jamie Jones und Jamaal Tatum mussten Eddie Ard, Rocky Hampton und Jibril Hodges weichen. Einen Tag später wurde Olumuyiwa Famutimi als weitere Verstärkung vermeldet.

Didins Euro-Verwaltung

Ab dem 1. Oktober durften, so die BBL-Statuten, nur noch vier Spieler nachverpflichtet werden. Das machte den Personalwechsel zumindest ein bisschen übersichtlicher.

Trainer Murat Didin pochte auf Grund der schlechten Spielergebnisse indes auf weitere Cracks – bevor er den Geschäftsführerposten übernahm und selber die Euro-Verteilung verantwortete. Es wurde weiter fleißig getestet. Mal mit mehr, mal mit weniger Erfolg.

Mit Patrick Pope gelang immerhin ein Volltreffer. Kurz zuvor verließ Jamie Jones das Team. Und hinterließ nichts – außer einem kaputten Auto. Für ihn sprang der 1,83 Meter große Profi vom spanischen Erstligisten Gestiberica Ciudad de Vigo ein. Mit dessen Verpflichtung der erste Sieg gelang – über den Mitteldeutschen BC. London Warren musste weichen und Test-Center Matthew Marinchick fiel durchs Raster. Zu diesem Zeitpunkt hatten bereits zehn (Test-)Spieler den Klub verlassen müssen.

Im Dezember verletzte sich Topakteur Famutimi: Patellasehnenschaden, Ausfall bis zum Saisonende! Der neue „lange Mann“ sollte Chris Ellis sein. Doch diese Personalie entwickelte sich zur Farce. Am 9. Januar als Neuzugang vermeldet, gab Didin zwei Wochen später den Abgang des 26-jährigen Amerikaners bekannt. Drei Tage darauf folgte ein Salto rückwärts. 2,10-Meter-Bulle Ellis war wieder da, trainierte mit der Mannschaft. Ohne Spiellizenz allerdings. Damit ohne Einsatz.

Didin testete fleißig weiter. Mit der Trennung von Eric Vierneisel (im Dezember zu Jena) und Nikita Khartchenkov (Anfang Februar nach Freiburg) verschaffte sich der Neu-Geschäftsführer monetären Handlungsspielraum. Da die Zeit drängte, gaben sich die Kandidaten die Klinke in die Hand.

Wenig glückliche Hand

Unter anderem Ray George und Esmir Rizvic. Während der Bosnier einen Vertrag erhielt, musste George direkt wieder in den Flieger steigen. Bilal Abdullah kam ebenfalls über ein Übungsspielchen nicht hinaus. Gordon Watt war am 16. Februar der letzte Test-Gigant, der dann aber auch bleiben durfte.

Mitgezählt? Nicht schlimm. Es waren genau 28 Korbwerfer in 198 Tagen, die sich bei den Giants versucht haben. Trainer Murat Didin hatte wahrlich nicht immer ein glückliches Händchen. Ausprobiert und aussortiert hat der Türke reichlich. Gebracht hat es wenig. Siehe Schlusstabelle!

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Leserkommentare (1) Kommentar schreiben