Eishockey

DEG jagt den Abwehr-Rekord der Kölner Haie

Endstation Mathias Niederberger: Nick Geitner (li.) freut sich.

Endstation Mathias Niederberger: Nick Geitner (li.) freut sich.

Foto: Birgit Haefner

Düsseldorf.  Die DEG gastiert am Freitag in Ingolstadt, am Sonntag kommt Köln. Im Blickpunkt steht die Play-off-Qualifikation, aber auch ein DEL-Rekord.

Am Sonntag kommen die Kölner Haie zum rheinischen Derby in den ISS Dome – und dennoch ist diese Partie für die DEG nicht der absolute Fixpunkt des Eishockey-Wochenendes? Schwer vorstellbar, doch diesmal hat der Klassiker starke Konkurrenz. Am heutigen Freitag um 19.30 Uhr nämlich gastieren die Düsseldorfer beim ERC Ingolstadt, und in dieser Begegnung könnten sie einen Riesenschritt in Richtung direkte Qualifikation für das Play-off-Viertelfinale machen.

Fünf Punkte trennen den Sechstplatzierten DEG von ihrem Verfolger Ingolstadt, im Falle eines Sieges wären es also bereits acht. Bei dann noch acht ausstehenden Spielen wäre das eine Herkulesaufgabe für die Oberbayern. „Aber auch mit acht Punkten Abstand wären wir noch nicht durch“, mahnt Torhüter Mathias Niederberger, der beim 1:0-Sieg im Nachholspiel gegen Augsburg am Mittwoch wieder der überragende Akteur auf dem Eis war.

Beste Abwehr der DEL-Geschichte

Der 27-Jährige jagt mit seinen Vorderleuten dank seines fünften Shutouts (Zu-Null-Spiels) dieser Saison einen ganz besonderen Rekord: Bis jetzt stehen für die DEG 95 Gegentreffer zu Buche, und den bisher besten Wert nach 52 Hauptrundenspielen verzeichneten die Kölner Haie in der Saison 2016/17 mit 109 Gegentoren. In den neun Partien bis zu den Play-offs dürften Niederberger und sein Goalie-Kollege Hendrik Hane noch höchstens 13 Mal hinter sich greifen und dürften sich fortan beste Abwehr der DEL-Geschichte nennen.

Für Niederberger ist das jedoch nicht das große Thema. „Darauf achte ich nicht – aber probieren wir’s mal“, sagt der Torhüter augenzwinkernd. „Fangquoten, Shutouts, alles wunderbar. Aber so etwas bleibt ein untergeordnetes Ziel. Wenn die Mannschaft gut spielt, sind meine Werte auch gut. Ich fühle mich prima, und wir spielen ziemlich stabil um unser Tor herum.“

In Sachen Stabilität kommt auf die DEG allerdings ein neues Problem zu, denn Trainer Harold Kreis muss ohne Nationalverteidiger Bernhard Ebner planen. „Bernhard musste gegen Augsburg mit Leistenbeschwerden vom Eis“, so der Coach. „Ich gehe sicher davon aus, dass er am Freitag in Ingolstadt nicht dabei ist. Wir werden der Sache intensiv nachgehen. Vielleicht müssen wir etwas anders machen, denn diese Verletzungen häufen sich jetzt.“ Zur Unzeit, denn in Ingolstadt und am Sonntag um 16.30 Uhr gegen Köln werden wichtige Weichen gestellt. „Wir sprechen nicht von einem Endspiel, wir nennen es Big Points, die jetzt zu holen sind“, sagt Kreis. „Klar, wir müssen durch Ebners Ausfall binnen 48 Stunden schon wieder unser Powerplay umstellen, aber wir werden voll auf Sieg spielen.“

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