Deutsche Eishockey-Liga

DEG verliert den Faden – und auch das Spiel in Schwenningen

Timo Herden musste am Freitag für die DEG im Tor ran.

Foto: Birgit Häfner

Timo Herden musste am Freitag für die DEG im Tor ran. Foto: Birgit Häfner

Düsseldorf.   Nach gutem Start verlieren die Düsseldorfer bei den Schwenninger Wild Wings mit 1:5. 30 Minuten lang waren die Gäste das bessere Team.

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Timo Herden ist ein guter, junger Torhüter. Dennoch ist es keine optimale Situation für die Düsseldorfer EG, wenn der 22-Jährige, der auch mit einer Förderlizenz für den Zweitligisten EC Bad Nauheim ausgestattet ist, aufgrund einer Verletzung von Mathias Niederberger als Nummer eins ran muss. Beim gestrigen Auswärtsspiel in der Deutschen Eishockey-Liga gegen die Schwenninger Wild Wings haben seine Vorderleute über weite Strecken gut für ihren jungen Goalie gearbeitet. Das Problem: Sie taten es nur rund 30 Minuten lang. Letztlich unterlag die DEG mit 1:5 (1:0, 0:3, 0:2).

Im ersten Drittel boten die Rot-Gelben eine bärenstarke Vorstellung. „Wir haben unter der Woche über einige Spiele gesprochen, in denen wir uns nicht mit Ruhm bekleckert hatten“, berichtete DEG-Spieler Stephan Daschner. Offenbar haben Trainer Mike Pellegrims und seine Jungs die richtigen Schlüsse gezogen. „Das sah im ersten Drittel schon ganz gut aus“, so Daschner, der in der fünften Minute auch das 1:0 für die Düsseldorfer erzielte. Er kam über die rechte Seite ins Drittel, zog ab – und drin war die Scheibe. „Ich war auch etwas überrascht, denn meiner Meinung nach hatte der Torhüter freie Sicht“, sagte der Torschütze über SERC-Goalie Dustin Strahlmeier. Zur Ehrenrettung des Keepers: Zwischen Daschner und Strahlmeier stand noch ein Schwenninger Verteidiger, der seinen Torhüter möglicherweise doch irritiert haben könnte.

Chancen, aber keine Tore

Auch in der Folgezeit machte die DEG viel Druck – ohne dass dies allerdings Früchte trug. In der siebten Minute spielte John Henrion die Scheibe auf Alexander Barta, der allerdings von drei Wild-Wings-Spielern umringt war. Nur eine Minute später hatte Jeremy Welsh die nächste Gelegenheit für die Gäste, doch auch er scheiterte. Erst in der 14. Minute gab es die erste Strafe im Spiel – gegen die DEG. Die Gäste spielten in der Defensive gut und ließen keine gefährliche Situation aufkommen. Erst als Schwenningen wieder komplett war, gab es eine Gelegenheit für Uli Maurer – weil aber Henry Haase ebenfalls seinen Schläger in den Pass hielt, prallte der Puck weit über das Tor ab. In der 18. Minute wartete Brandon Burlon zu lange und verpasste das zweite Düsseldorfer Tor.

Der Chancenwucher der DEG rächte sich zu Beginn des zweiten Drittels – mit einem ebenso überraschenden Tor für Schwenningen wie zuvor für die Rheinländer. Mirko Sacher zog von links ab und düpierte Herden auf der kurzen Seite (24.). Doch schon im Gegenzug hätte Düsseldorf wieder führen können, aber der aufgerückte Bernhard Ebner scheiterte frei vor dem Schwenninger Tor. Ab der Drittelmitte verlor die DEG dann völlig die Kontrolle über die Partie: In Überzahl traf Will Acton zur Schwenninger Führung (37.) – und nur neun Sekunden später (!) war die DEG ausgekontert und Andreé Hult traf per Direktabnahme zum 3:1. Das war ein Tiefschlag.

Am Ende eine klare Sache für Schwenningen

Davon erholte sich die DEG im Schlussabschnitt nicht mehr – und das lag vor allem daran, dass Tobias Wörle eineinhalb Minuten nach Wiederbeginn zum 4:1 erfolgreich war. Zuvor hatte die DEG eine Überzahlsituation ungenutzt gelassen. Kurios wurde es in der 48. Minute, als Marcel Kurth mit der Rückhand den Innenpfosten traf, Herden aber frustriert das Tor verließ – und erst Sekunden später bemerkte, dass das Spiel immer noch lief. Mirko Höfflin legte vier Minuten vor dem Ende das 5:1 nach.

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