Tischtennis

Die Welt schaut auf die Düsseldorf Masters

Timo Boll ist Favorit auf den Sieg bei den Düsseldorf-Masters, die in der kommenden Woche ohne Zuschauer im Tischtennis-Zentrum am Staufenplatz ausgetragen werden.

Timo Boll ist Favorit auf den Sieg bei den Düsseldorf-Masters, die in der kommenden Woche ohne Zuschauer im Tischtennis-Zentrum am Staufenplatz ausgetragen werden.

Foto: Lee Jin-Man / dpa

Düsseldorf.  Die Tischtennis-Welt schaut nach Düsseldorf. Im DTTZ wird in den nächsten Monaten eine prominent besetzte Turnierserie ausgetragen.

Schaut man nur auf die Weltranglistenpositionen, dann dürfte es am Dienstag zum finalen Duell zwischen Timo Boll (Borussia) und Dimitrij Ovtcharov (Orenburg) kommen. Boll steht auf Position zehn der Tischtennis-Weltrangliste, der Ex-Düsseldorfer Ovtcharov ist Elfter des weltweiten Rankings. Beide standen bereits auf Platz eins des globalen Klassements und gehören damit nachweislich zu den Spitzenkönnern des dynamischen Rückschlagspiels.

Timo Boll und Co. können Spielpraxis sammeln

Wieso wird es überhaupt ein Endspiel in einem Tischtennis-Turnier geben, wo doch wegen der Corona-Pandemie aktuell keine Bundesliga gespielt wird, die Champions League abgesagt wurde und die internationalen Turniere der World Tour ebenfalls gecancelt sind? Um den einheimischen Spitzenkräften und ausgewählten internationalen Topakteuren wenigstens etwas Wettkampfgefühl zu vermitteln, hat Borussia Düsseldorf gemeinsam mit dem Deutschen Tischtennis Bund (DTTB) die „Düsseldorfs Masters“ ins Leben gerufen. Das Turnierformat, das in den kommenden drei Monaten nahezu wöchentlich im ARAG CenterCourt durchgeführt wird, soll den deutschen Nationalspielern, den Düsseldorfer Spielern und den Akteuren der international aufgestellten Trainingsgruppe im Deutschen Tischtennis Zentrum (DTTZ) am Staufenplatz Spielpraxis verschaffen, so dass, sollte es irgendwann in näherer Zukunft mit dem internationalen und nationalen Turnier- und Wettkampfgeschehen wieder los gehen, direkt voll durchgestartet werden kann.

In den regelmäßigen Wettspielen im DTTZ werden je Turnier maximal 16 Spieler im KO-Modus gegeneinander antreten und sukzessive die acht Profis ermitteln, die beim Finalturnier mitspielen dürfen. „Wir sind mit dieser Turnierserie Vorreiter für Tischtennis in der ganzen Welt, die ab Montag nach Düsseldorf schauen wird“, weiß Borussia-Manager Andreas Preuß. „Die Düsseldorf Masters sind eine großartige Möglichkeit, nach wochenlanger Trainingsphase nun wieder regelmäßig Wettkämpfe zu spielen. Für die Entwicklung und den Formaufbau ist das unerlässlich“, ergänzt Herren-Bundestrainer Jörg Roßkopf. „Unsere Spieler waren total begeistert, als wir ihnen diese Idee vorgestellt haben.“

Sieben Spieler aus den Top-100 der Weltrangliste sind dabei

Zum spielberechtigten „Masters-Kreis“ gehören neben Boll und Ovtcharov, der zur Borussia-Trainingsgruppe gehört, auch der Nationalspieler und Ex-Borusse Patrick Franziska (WR 16), Kristian Karlsson (WR 24) Omar Assar (WR 38), Anton Källberg (WR 57) oder Ricardo Walther (WR 89). Walther muss verletzungsbedingt zum Auftakt der Turnierserie (1./2. Juni) passen. Auch Franziska wird erst später ins Spielgeschehen einsteigen.

Aber mit Boll, Ovtcharov, Karlsson, Assar, Benedikt Duda (WR 39), Dang Qiu (WR 52) und Källberg sind sieben Spieler aus den Top-100 der Weltrangliste bei der Düsseldorf-Masters-Premiere am Start. Tischtenniskunst auf hohem Niveau scheint also garantiert zu sein. Das Feld wird durch den deutschen Meister von 2013, Steffen Mengel (WR 140), sowie Tobias Hippler (WR 233) 20, Fanbo Meng (WR 241) 19, Cedric Meissner (WR 244) 19, Nils Hohmeier (260) 22, Gerrit Engemann (WR 291) 20, Dennis Klein (WR 318) 22, Benno Oehme (WR 441) 20 und Kirill Fadeev (WR 489) komplettiert.

Fans können über den Livesteam dabei sein

Zuschauer sind bei den Masters, wie derzeit üblich, nicht zugelassen. Tischtennisfans können aber dennoch im Internet zuschauen. Sowohl das Auftaktturnier (1./2. Juni, jeweils ab 9.30 Uhr) als auch alle weiteren „Düsseldorf Masters“ werden komplett und mit mehreren Kameras live auf sportdeutschland.tv, im Borussia TV (tv.borussia-duesseldorf.de) und auf tischtennis.de übertragen.

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