Deutsche Eishockey-Liga

Düsseldorfer EG verbucht den ersten Sieg

Jerome Flaake (Nummer 90) trifft zum 1:0 für die DEG.

Jerome Flaake (Nummer 90) trifft zum 1:0 für die DEG.

Foto: Birgit Häfner

Düsseldorf.  Die DEG übersteht das Schlussdrittel und bringt ein 3:3 ins Ziel. In der Overtime vergibt Augsburg einen Penalty, dann trifft Gardiner zum Sieg.

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Alex Barta macht als Kapitän die richtigen Ansagen. Wie das 1:0 durch Jerome Flaake gefallen ist? Der Torschütze beschreibt es so: „Alex hat gesagt, ich soll den Schläger aufs Eis halten, dann schießt er mir schon drauf.“ Das hat bestens geklappt. Denn im ersten Drittel war die Düsseldorfer EG im Auswärtsspiel bei den Augsburger Panthern in der Deutschen Eishockey-Liga die klar bessere Mannschaft. Danach machte der AEV Druck, aber die DEG gewann mit 4:3 (2:1, 1:2, 0:0, 1:0) nach Penaltyschießen.

Die ersten Minuten der Partie waren noch einigermaßen zäh. Beide Defensivformationen standen kompakt, zwangen den Gegner jeweils zu Fehlern, was häufig zu Puckverlusten führte. Doch früh deutete sich an, dass die DEG in den ersten 20 Minuten die bessere Mannschaft sein würde. Bereits in der ersten Minute hatte Chad Nehring die erste Gästechance, Maximilian Kammerer war zwei Minuten später nah am Tor etwas zu überrascht und konnte eine weitere gute Gelegenheit daher nicht verwerten. Abgesehen von einer Gelegenheit für Drew LeBlanc in der neunten Minute war von den Panther bis dahin wenig zu sehen – auf der anderen Seite versuchte es Luke Adam aus der Drehung, konnte die Scheibe aber nicht kontrollieren. Drei Überzahlsituationen halfen den beiden Teams. Erst traf Flaake wie eingangs beschrieben in der 14. Minute, dann leistete sich Augsburg in Unterzahl und dazu noch im eigenen Drittel einen Scheibenverlust: Nehring war zur Stelle, passte zu Ken-Andre Olimb, der auf 2:0 erhöhte (17.). Adam Payerl brachte Augsburg 65 Sekunden vor der ersten Pause heran: Ebenfalls im Powerplay nahm er den Puck nah am Tor in der Drehung an und überwand DEG-Goalie Mathias Niederberger zum 1:2. „In den letzten Minuten des Drittels haben wir einige Fehler gemacht“, ärgerte sich Flaake.

AEV übernimmt im zweiten Drittel das Kommando

Im zweiten Drittel kamen die Hausherren deutlich aggressiver aus der Kabine – und waren nun die weitgehend aktivere und auch bessere Mannschaft. Dabei setzte sich das Toreschießen in Überzahl fort. Zunächst zog Simon Sezemsky von der blauen Linie mit einem Gewalthammer ab und ließ Niederberger keine Abwehrchance. In der 34. Minute hatte Augsburg die Partie komplett gedreht: Die Panther erzwangen mehr Foulspiele und nutzten ein weiteres Powerplay, um durch Payerl in Führung zu gehen. Das Momentum war auf Seiten der Schwaben – doch die DEG schlug zurück. Diesmal zog Maxi Kammerer ab, wieder hielt Flaake den Schläger rein und glich die Partie zum 3:3 aus (36.).

Augsburg bestimmte das Geschehen im Schlussdrittel, doch die DEG brachte mit Glück und Geschick das Remis über die Zeit. In der Overtime scheiterte Matt Fraser mit einem Penalty an Niederberger (64.). Im Schusswettbewerb entschied Reid Gardiner das Spiel für die DEG.

Die Statistik

Panther: Roy (Keller) – Haase, McNeill; Hafenrichter, LeBlanc, Schmölz – Valentine, Sezemsky; Mayenschein, Ullmann, Sternheimer – Tölzer, Lamb; Holzmann, Gill, Fraser – Rogl; Callahan, Stieler, Payerl.

DEG: Mathias Niederberger (Hane) – Jensen, Urbom; Nehring, Olimb, Adam – Dersch, Zanetti; Flaake, Svensson, Bukarts – Nowak, Ebner; Gardiner, Barta, Kammerer – Geitner; Buzas, Eder.

Tore: 0:1 (13:10) Flaake (Barta, Nowak/5-4), 0:2 (16:17) Olimb (Nehring/5-4), 1:2 (18:55) Payerl (Stieler, McNeill/5-4), 2:2 (29:35) Sezemsky (LeBlanc, Lamb/5-4), 3:2 (33:28) Payerl (Fraser, Stieler/5-4), 3:3 (35:04) Flaake (Kammerer, Gardiner/5-4), 3:4 (65:00) Gardiner (entscheidender Penalty).

Besonderes Vorkommnis: Niederberger pariert Penalty von Fraser (63:59).

Strafen: Augsburg 14, Düsseldorf 16.

Schiedsrichter: Kopitz / Wilk.

Zuschauer: 4786.

So geht es weiter: Straubing Tigers – DEG (So., 19 Uhr).

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