Fußball-Bundesliga

Faustpfand Mentalität bleibt Fortuna Düsseldorf erhalten

Einer, der für unbedingten Siegeswillen und vollen Einsatz steht: Matthias Zimmermann.

Einer, der für unbedingten Siegeswillen und vollen Einsatz steht: Matthias Zimmermann.

Foto: Janning

Düsseldorf.   Viel wird über Abgänge spekuliert. Noch weiß keiner, wie groß der Umbruch im Kader von Fortuna Düsseldorf ausfallen wird.

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Nachdem das Klassenziel erreicht ist, geht der Blick nach vorne: Wie stellt sich Fortuna Düsseldorf für die zweite Saison in der 1. Fußball-Bundesliga in Folge auf? Mit ein paar Sorgenfalten blicken die Düsseldorfer Fans auf die auslaufenden Leihverträge von sechs Spielern (Marcin Kaminski, Markus Suttner, Aymen Barkok, Takashi Usami, Dodi Lukebakio und Dawid Kownacki). Zudem haben Kaan Ayhan und Kevin Stöger, die mit starken Leistungen auf sich aufmerksam gemacht haben, relativ gering dotierte Ausstiegsklauseln in ihren Verträgen. „Ich weiß nicht, wie groß der Umbruch am Ende sein wird. Ich weiß es wirklich nicht“, sagt Trainer Friedhelm Funkel. Was er weiß, ist, dass er auf einen Stamm von Spielern bauen kann, die eine wichtige Kerneigenschaft besitzen: Mentalität.

Allen voran ist bei diesen Akteuren natürlich der Kapitän zu nennen. War lange nicht klar, ob Oliver Fink sein elftes Jahr bei der Fortuna noch dranhängen wird, machte Sportvorstand Lutz Pfannenstiel dann im Frühjahr schnell Nägel mit Köpfen. Dass der dann 37-Jährige immer noch die Klasse hat, mit den ganz Großen mitzuhalten, hat er mehrfach in der laufenden Saison bewiesen.

Verlängerung mit Bodzek nur Formsache

Gleiches gilt für Adam Bodzek, dessen Leistungen unter den Fans aber immer noch weitaus kontroverser diskutiert werden. Der 33-Jährige hat sich daran längst gewöhnt und weiß, dass er den wichtigsten Mann immer hinter sich weiß: den Trainer. Die Verlängerung mit Bodzek ist deshalb offenbar auch nur noch Formsache.

Ebenfalls einen noch gültigen Vertrag bis 2020 haben Niko Gießelmann, Andre Hoffmann, Robin Bormuth und Matthias Zimmermann. Wusste man bei den drei erstgenannten bereits aus den konstant starken Auftritten in den Vorjahren, mit welchem Nachdruck sie ihr Vorhaben auf dem Rasen umsetzen, wurde dies bei Zimmermann nach seinem Wechsel aus Stuttgart nach Düsseldorf sehr schnell klar. Der 26-Jährige, der nicht zu Funkels Wunschspielern im Sommer-Transferfenster gehörte, erarbeitete sich direkt einen Stammplatz – auch wenn es diesen in der ursprünglichen Form bei Fortuna eigentlich gar nicht gibt. Doch fest steht: War Zimmermann fit, spielte er auch – egal, ob als rechter Außenverteidiger oder im zentralen Mittelfeld. „Der VfB hat vor dieser Saison Qualität geholt, aber dafür Mentalität abgegeben“, sagte Zimmermann bereits kurz nach Saisonbeginn. Er zählte sich dazu und stützte seine These mit starken kämpferischen Leistung nachhaltig. So hat Fortuna jetzt bereits den Klassenerhalt sicher und 16 Punkte mehr auf dem Konto als Stuttgart, das immer noch gegen den Abstieg kämpft.

Kategorie Mentalitätsmonster

Zur Kategorie Mentalitätsmonster zählen sicher auch Alfredo Morales (2021), Jean Zimmer und Marcel Sobottka (beide 2022), die noch länger an den Klub gebunden sind.

Noch nicht sicher ist, ob auch Michael Rensing in der kommenden Saison das Fortuna-Trikot tragen wird. Der Verein hat dem Torhüter in den vergangenen Wochen klar signalisiert, dass er auf der Suche nach einer neuen Nummer eins ist. Fortuna möchte Rensing dennoch gerne behalten und hat ihm einen Einjahresvertrag in Aussicht gestellt. Rensing möchte aber einen Zweijahresvertrag. Sollten der 34-Jährige und sein Berater von dieser Forderung nicht abweichen, stehen die Zeichen auf Trennung. (erer)

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