Fußball

Fortuna Düsseldorf führt in Berlin und verliert wieder

Die Entscheidung: Zack Steffen ist geschlagen – Vladimir Darida dreht nach dem 3:1 der Hertha jubelnd ab.

Die Entscheidung: Zack Steffen ist geschlagen – Vladimir Darida dreht nach dem 3:1 der Hertha jubelnd ab.

Foto: Thomas F. Starke / Bongarts/Getty Images

Düsseldorf.  Der Düsseldorfer Fußball-Bundesligist kassiert bei Hertha BSC die nächste Niederlage. Das Führungstor durch Rouwen Hennings hält nicht lange vor.

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Wer 1:0 führt . . . Fußball-Bundesligist Fortuna Düsseldorf schüttelt’s bei dem Gedanken, wie dieser Reim üblicherweise endet. Was in dieser Saison schon mehrfach der Fall war, ereignete sich auch am Freitagabend wieder. Zwar lag das Team von Trainer Friedhelm Funkel im Berliner Olympiastadion durch einen Elfmetertreffer von Rouwen Hennings vorn, kassierte aber am Ende erneut eine 1:3 (1:2)-Niederlage gegen Hertha BSC und kommt im unteren Tabellensegment nicht vom Fleck.

Dodi Lukebakio schaute erst einmal nur von draußen zu. Der letztjährige Torjäger der Fortuna, nach Ende seiner Ausleihe zu den Berlinern gewechselt, saß bei Spielbeginn lediglich auf der Bank. Einen merklich negativen Einfluss auf das Offensivspiel der Gastgeber hatte dieser Umstand nicht, denn auch mit Oldie Vedad Ibisevic als einziger Spitze machten die Bundeshauptstädter von Beginn an mächtig Druck und schnürten die Gäste in ihrer Hälfte ein. Die besten Chancen vergaben Ibisevic (5.) und Javairo Dilrosun (17.), die jeweils knapp über den Kasten zielten.

Die Fortuna wackelte, fiel aber erst einmal nicht. Im Gegenteil: Mitte der ersten Hälfte gab es sogar einige vielversprechende Angriffsaktionen – zum Beispiel in der 22. Minute, als Nana Ampomah in die Spitze spielte und Rouwen Hennings die Kugel an Rune Jarstein vorbeizulegen versuchte, Herthas norwegischer Keeper aber gerade noch mit den Füßen klären konnte.

Elfmeter erst im zweiten Anlauf

Aufregung dann drei Minuten später: Nach einer Attacke des Berliners Maximilian Mittelstädt gegen Kasim Adams im Strafraum gab es einen Eckball – die falscheste Entscheidung von allen, denn er hatte den Ball nicht berührt, den Düsseldorfer aber schon. Schiedsrichter Martin Petersen wurde vom Video-Assistenten informiert, schaute sich die Situation noch einmal selbst an – und entschied zum allgemeinen Erstaunen auf Abstoß. Angesichts einer klar erkennbaren Berührung schon recht verblüffend.

Weitere sechs Minuten vergangen, als Petersen wieder in die „Review Area“ zitiert wurde – diesmal, weil er nicht sofort gesehen hatte, dass der Berliner Dedryck Boyata im eigenen Strafraum auf den Knöchel von Oliver Fink getreten hatte. Diesmal machte der Schiedsrichter alles richtig und zeigte auf den Punkt. Rouwen Hennings lief an und traf sicher links unten zur Führung (32.).

Damit gelang der Fortuna auch im siebten Saisonspiel ein eigenes Tor – eine schöne Regelmäßigkeit. Umso unschöner, dass eine noch längere Serie ebenfalls Bestand behielt: Im 17. Ligaspiel in Folge klappte es nämlich nicht, ein Gegentor verhindern. In der 37. Minute glich Berlin bereits durch Ibisevic aus, der sich in der Strafraummitte von Kaan Ayhan gelöst hatte und zum 1:1 traf. Vorbereitet wurde dieser Treffer über die rechte Seite der Hertha – wie sieben Minuten später auch das 2:1. Nach der Flanke von Vladimir Darida war Dilrosun weit genug entfernt von Matthias Zimmermann, so dass er per Direktabnahme das Führungstor für die Berliner erzielen konnte.

Nach einer Stunde dann kam Dodi Lukebakio für Dilrosun ins Spiel und hatte schon zwei Minuten später seinen großen Auftritt: Nach starkem Solo passte der Belgier auf Darida, der überlegt zum 3:1 abschloss. Die Fortuna hatte dem nichts mehr entgegenzusetzen – allerdings auch Pech, als es nach klarem Handspiel von Per Skjelbred (83.) nicht erneut Elfmeter gab.

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