Fußball-Bundesliga

Fortuna Düsseldorf: Gießelmann wehrt sich gegen Kritik

Sieht bei Fortuna Verbesserungen: Niko Gießelmann (r.), hier gegen Herthas Marius Wolf.

Sieht bei Fortuna Verbesserungen: Niko Gießelmann (r.), hier gegen Herthas Marius Wolf.

Foto: Soeren Stache / dpa

Düsseldorf.  Mit nur einem Sieg in sieben Bundesliga-Spielen läuft Fortuna Düsseldorf derzeit hinterher. Abwehrspieler Niko Gießelmann steht in der Kritik.

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Es sind keine leichten Tage für Niko Gießelmann – sollte man meinen. Fortuna Linksverteidiger wurde als Sinnbild der schlechten Ergebnisse der vergangenen Wochen in der Fußball-Bundesliga ausgemacht. Doch der 28-Jährige macht in dieser Trainingswoche einen lockeren Eindruck, nimmt sich die Kritik nach eigener Aussage nicht zu sehr zu Herzen und sieht sich zudem ungerecht beurteilt.

„Ich finde die Kritik zum Teil überzogen. Sie war nicht nur konstruktiv“, sagt er. „Klar, kann man zum Beispiel das Tor in Frankfurt kritisieren. Das war ein schlechter Zweikampf von mir. Aber mittlerweile ist es ja so, dass sobald ein Ball von unserer linken Seite in den Strafraum kommt, der Gießelmann schuld ist. Das ist übertrieben. Es ist nicht immer so, dass der linke Verteidiger schuld ist, wenn ein Tor über die rechte Angriffsseite des Gegners fällt. Jeder, der sich die Szenen genau anschaut, weiß das auch.“

Gießelmann wehrt sich – und will das auch wieder vermehrt auf dem Platz tun. Neun der 14 Gegentore der Düsseldorfer fielen bisher über die linke Defensivseite. Besonders bei den Auftritten in Frankfurt und in Mönchengladbach sah der ehemalige Fürther nicht gut aus. Im Internet hagelte es Kritik von der Anhängern. „Es gehört zum Fußball dazu, dass man kritisiert wird. Ich bin da relativ schmerzfrei und versuche, nicht darauf zu hören, sondern mich auf meine Leistung zu konzentrieren“, sagt er. Und: „Ich bin ein kritikfähiger Mensch und auch sehr selbstkritisch, aber es muss im Rahmen bleiben.“

Mannschaft steht im Vordergrund

Er habe sich nach dem Gladbach-Spiel vorgenommen, wieder vermehrt auf seine defensive Spielweise zu achten. „Ich finde, dass ich es gegen Freiburg und Berlin dann auch defensiv besser gemacht und mich stabilisiert habe“, sagt er. „Aber wichtiger ist ohnehin der Auftritt der Mannschaft: Ich spiele lieber selbst schlecht, und wir gewinnen, als dass ich gut spiele, und wir verlieren.“

Einer, der immer an Gießelmanns Stärken glaubt, ist Friedhelm Funkel, der sich auch öffentlich vor seinen Schützling stellte. Dafür ist Gießelmann dem Coach dankbar: „Ich glaube, der Trainer hat gemerkt, dass die Kritik überzogen war. Er hat Recht mit seiner Aussage, dass ich stets zuverlässig und solide war. Die vergangenen beiden Spiele waren für mich persönlich auch wieder ein Schritt in die richtige Richtung.“

Nicht nur Gießelmann will sich steigern, die gesamte Mannschaft hat sich zum Ziel gesetzt, nach dem bisher einzigen Sieg zum Auftakt in Bremen endlich mal wieder drei Punkte zu holen. Die kommenden drei Partien sind für dieses Vorhaben geradezu prädestiniert: Mainz, Paderborn und Köln sind direkte Konkurrenten im Kampf um den Klassenerhalt.

Von Druck will Gießelmann aber nichts hören. „Wir sollten uns keinen Druck machen. Wir brauchen Punkte, aber die kommenden Gegner haben den gleichen Druck“, sagt er, der weniger Fehler machen will. Auch wenn er betont: „Fußball ist ein Fehler-Sport. Es passieren immer wieder Fehler. Aber dann muss der nächste Spieler da sein, um ihn auszubügeln. Und da müssen wir als Mannschaft wieder hinkommen.“

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