Fußball-Bundesliga

Fortuna Düsseldorf: Kein neuer Vertrag für Michael Rensing

Trägt seit 2013 das Fortuna-Trikot: Torhüter Michael Rensing.

Trägt seit 2013 das Fortuna-Trikot: Torhüter Michael Rensing.

Foto: Peter Steffen / dpa

Düsseldorf.  Nach sieben Jahren ist für Torwart Michael Rensing Schluss bei Fortuna Düsseldorf. Bei Oliver Fink und Adam Bodzek ist die Entscheidung offen.

18. Mai 2019, Fortuna Düsseldorf feiert mit einem 2:1 gegen Hannover 96 das furiose Finale einer tollen Bundesliga-Saison. Der Klassenerhalt ist schon seit Ostern fix, am Ende steht ein überragender Platz zehn. Im Tor steht an diesem sonnigen Nachmittag Michael Rensing. Gut möglich, dass es sein letzter Pflichtspieleinsatz im Düsseldorfer Dress war. Denn nach aktuellen Informationen wird der auslaufende Vertrag des 35-Jährigen nicht verlängert.

Eigentlich sollte sich Rensing vor der gerade pausierenden Spielzeit dem Duell um den Platz zwischen den Pfosten mit Zack Steffen stellen. Doch am letzten Tag des Trainingslagers in Maria Alm Ende Juli stürzt der gebürtige Lingener mit dem Fahrrad – Schultereckgelenksprengung. Rensing kehrt erst im November auf den Trainingsplatz zurück, feiert dann im Januar im Trainingslager in Marbella sein Comeback bei einem Testspiel. Trainer Friedhelm Funkel muss vor dem Rückrundenstart entscheiden, wen er für den am Knie verletzten Steffen ins Tor stellen wird: den erfahrenen Rensing oder den jungen Florian Kastenmeier (22). Funkel entscheidet sich für den talentierten Jungspund.

137 Pflichtspiele für Fortuna

Auch nach der Freistellung Funkels bleibt Kastenmeier unter dem neuen Trainer Uwe Rösler im Tor. Vieles spricht dafür, dass sich daran auch bis zum Saisonende – falls trotz der Corona-Krise die Saison wieder aufgenommen wird – nichts ändern wird.

Rensing kam im Sommer 2013 zur Fortuna, absolvierte in dieser Zeit 137 Pflichtspiele in der zweiten Liga, der ersten Liga und im Pokal. Dabei verlief sein Start alles andere als glücklich. Kurz nach seiner Verpflichtung kommt es zum Eklat. Der damalige Trainer Mike Büskens hatte sich in der Torwartfrage für Fabian Giefer entschieden. Als Büskens diese Entscheidung Rensing mitteilt, packt der Keeper seine Sachen, marschiert zum Auto und fährt einfach davon, während die Kollegen auf den Übungsrasen an der Arena traben. Büskens streicht ihn daraufhin komplett aus dem Kader.

Comeback unter Reck

Doch unter Coach Oliver Reck bekommt er im Folgejahr den Vorzug und wird Stammtorhüter. In vielen Spielen rettet er Fortuna fortan mit spektakulären Paraden Punkte und wird so zum Publikumsliebling. In der Aufstiegssaison 2017/18 muss er den Platz im Tor allerdings bereits nach dem dritten Spieltag räumen. Ein Rippenbruch erweist sich als hartnäckige Verletzung. Raphael Wolf ersetzt Rensing, muss in der Bundesligasaison aber wieder dem Platzhirsch weichen.

Rensings starke Leistungen in der Rückrunde führen schließlich dazu, dass er einen neuen Einjahresvertag unterschreibt. „Ich baue mit meiner Familie ein Haus im Düsseldorfer Norden und möchte irgendwann meine Karriere bei Fortuna auch beenden. Wann das sein wird, warten wir einfach mal ab“, sagt er im vergangenen Jahr. Nun scheint es soweit zu sein.

Bei zwei anderen Fortuna-Urgesteinen ist hingegen noch keine endgültige Entscheidung gefallen: Die Verträge von Adam Bodzek und Oliver Fink laufen ebenfalls aus. Die Corona-Krise könnte den beiden dem Vernehmen nach in die Karten spielen. (erer)

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben