2. Fußball-Bundesliga

Fortuna Düsseldorf: Sportvorstand Klein will noch drei Neue

Gute Laune: Fortuna Düsseldorfs Sportvorstand Uwe Klein (links) und Cheftrainer Uwe Rösler.

Gute Laune: Fortuna Düsseldorfs Sportvorstand Uwe Klein (links) und Cheftrainer Uwe Rösler.

Foto: Frederic Scheidemann

Düsseldorf.  Bei Fortuna Düsseldorf meldet sich Marcel Sobottak unerwartet flott im Training zurück, dafür ist Adam Bodzek beim Fußball-Zweitligisten verletzt.

Aus medizinischer Sicht brachte der Fußball-Mittwoch gemischte Nachrichten für Fortuna. Zunächst gesellte sich Mittelfeldspieler Marcel Sobottka auf dem Trainingsplatz zu den Kollegen, als wäre er nie weggewesen. Dabei hatte sich der 26-Jährige erst in der vergangenen Woche während des Trainings eine Sprunggelenkverletzung zugezogen, die zunächst besorgniserregend wirkte. „Aber zum Glück war es doch nicht ganz so schlimm“, berichtet Sportvorstand Uwe Klein. „Marcel ist wieder fit, er hat auch die Morgeneinheit ohne Schaden überstanden.“

Dennoch bleibt den Düsseldorfern das Pech vorerst treu. In der gleichen Einheit zog sich Routinier Adam Bodzek eine Muskelverletzung zu; der 34-Jährige muss damit eine Trainingspause einlegen und wird auch im Testspiel gegen den VfL Bochum am Samstag fehlen. Mit Blick auf das Trainingslager in Venlo (ab Montag) sieht es naturgemäß auch nicht gut aus.

Fortuna Düsseldorfs Corona-Fällen geht es gut

Immerhin erhielt Klein dann eine weitere gute Nachricht am Telefon. „Unseren beiden Corona-Fällen geht es soweit gut“, versichert er und fügt mit Blick auf Dawid Kownacki hinzu: „Einer von ihnen hat leichte Kopfschmerzen, aber das ist alles im Rahmen dessen, was eine solche Infektion mit sich bringt.“

Das ist eine erste Entwarnung für den polnischen Nationalstürmer, der tags zuvor im Gegensatz zu seinem ebenfalls positiv getesteten Teamkollegen Nana Ampomah einige Covid-19-Symptome, ähnlich einer Sommergrippe, gezeigt hatte.

Ampomah ist bislang beschwerdefrei geblieben, die drei als „Kontaktpersonen I“ vorsorglich in Quarantäne versetzten, aber negativ getesteten Emmanuel Iyoha, Kelvin Ofori und Jakub Piotrowski ohnehin. „Allen geht es gut“, betont Klein, „aber die fünf Jungs tun mir natürlich leid. Das ist eine unangenehme Situation für sie. Wir haben alle mit Trainingsplänen ausgestattet, die sie in ihrem Homeoffice abarbeiten können. Aber das ist natürlich nicht das Gleiche, als ob sie mit den anderen auf dem Platz stünden.“ Für das übrige Team bedeute die kurze Trainingspause übers Wochenende keinen nennenswerten Rückschlag: „Es war eigentlich nur ein Tag im Ungewissen für sie, dann ging es ja direkt weiter.“

Dank an Mannschaftsarzt Ulf Blecker

Klein dankt in diesem Zusammenhang noch einmal ausdrücklich dem Mannschaftsarzt und Hygienebeauftragten Ulf Blecker: „Alle haben einen Top-Job gemacht, aber ich muss sicher niemandem erzählen, was Ulf alles geleistet hat und immer leistet. Das kann man ihm gar nicht hoch genug anrechnen.“

Dass die Corona-Fälle für die weitere Kaderplanung zum Problem werden könnten, glaubt der Sportvorstand nicht. „Keiner ist vor Corona gefeit, das wissen auch die anderen Klubs und die Spieler“, meint er. „Wir haben ja bei Kevin Danso und seinem Berater gesehen, dass die Testungen seinen Transfer nicht behindert haben. Ich habe beide sofort, noch am Freitagabend, informiert, und es gab nie eine Phase, wo Kevin und sein Berater gesagt hätten: Lass uns lieber etwas abwarten.“ Klein kündigte an, noch einen gestandenen Innenverteidiger, einen zweiten Linksverteidiger neben Florian Hartherz sowie einen Ersatz für Erik Thommy auf den Flügeln verpflichten zu wollen: „Aber wir werden sicherlich keine zehn neuen Spieler mehr holen.“

Fortuna blickt weiter auf den Markt

Die nächsten Schritte geht Klein nun mit Bedacht. „Wir sind uns alle bewusst, dass es unruhige Zeiten sind, aber wir müssen nicht in Panik verfallen, sondern uns so gut es geht vorbereiten“, sagt der Sportvorstand und gibt damit fast eine staatspolitische Erklärung ab. Fortuna geht Schritt für Schritt. Als nächstes steht der Test gegen den VfL Bochum an. Hernach könne man schon ganz gut einschätzen, wo man im direkten Vergleich gegen ein so ambitioniertes Team stünde. Wenngleich Klein weiß, dass die Aussagekraft insofern mit Vorsicht zu genießen ist, da sich ja beim Kader des Bundesliga-Absteigers doch noch auf einigen Positionen etwas tun soll. Vom Umfeld fordert er Geduld ein: „Wir müssen gucken, was der Markt hergibt.“

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben